Falscher Toyota-Mitarbeiter

08. September 2016 20:19; Akt: 26.09.2016 17:58 Print

Betrüger hat zahlreiche Leser abgezockt

von Camille Kündig - Ein Betrüger, der sich als irischer Toyota-Mitarbeiter ausgibt, hat schon mehrere Leser ausgenommen. Er gibt an, er brauche Geld für seine Heimreise.

Nach dem Bericht über Agon, der von einem falschen Toyota-Mitarbeiter betrogen worden war, haben sich bei uns mehrere Leser gemeldet. Auch sie wurden vom Betrüger abgezockt. (Video: Camille Kündig)
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Ein Betrüger, der sich als irischer Toyota-Mitarbeiter ausgibt, bettelt derzeit in der Schweiz um Geld für seine Heimfahrt. Der Mann gibt an, John M.* zu heissen und für Toyota Irland zu arbeiten. Er sei in Zürich ausgeraubt worden und brauche nun Geld, um mit seinem Sohn nach Irland zurückzufahren. Dieses wolle er zurückgeben, sobald er zu Hause sei. Nun haben sich mehrere Leser bei uns gemeldet, die mit der gleichen Masche abgezockt wurden.

Umfrage
Was würden Sie tun, wenn der falsche Toyota-Mitarbeiter auch Sie betrogen hätte?
18 %
4 %
32 %
29 %
17 %
Insgesamt 1298 Teilnehmer

«Auch ich wurde Opfer des Toyota-Betrügers», schreibt Leserin T.B.*. Passiert sei es an der Raststätte Grauholz in Richtung Zürich. «Seine Geschichte klang so echt. Ich habe ihm dann 100 Euro gegeben.» Sie habe auch mit dem Bub gesprochen. «Zwei Wochen später habe ich dann nach Irland telefoniert. Da stellte sich heraus, dass alles ein Fake war.»

«Mit Sohn auf Mitleidstour»

Michael B.* schreibt: «Leider hat mich dieser dreiste John M. aus Irland auch erwischt!» Seine Schadenssumme belaufe sich auf 400 Euro. «Was mich am meisten ärgert, ist die Tatsache, dass dieser Halunke mit seinem Sohn auf Mitleidstour ist und die Hilfsbereitschaft gutgläubiger Menschen ausnutzt.» Er habe nun bei der Kantonspolizei Bern Anzeige erstattet.

Auch Leser Georg M.* ist auf die Masche hereingefallen: «An der Raststätte Kemptthal ist mir etwas Ähnliches passiert. Zwei irische Brüder haben mir erzählt, dass sie ausgeraubt worden seien.» Er habe ihnen dann «viel mehr als 200 Euro gegeben ...»

«Hoffe, das Karma schlägt zurück»

Auch die Mutter einer Leserin wurde vom Betrüger getäuscht. «Es passierte im Spar in Otelfingen. Er hat meinem Mami die gleiche Geschichte erzählt.» Und auch sie durfte den Führerausweis des Betrügers fotografieren. «Dann umarmte der Sohn meine Mutter als Dank für Ihre Grosszügigkeit.» Sie will nun eine Anzeige aufgeben und hofft, «dass das Karma irgendwann zurückschlägt».

*Namen der Redaktion bekannt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vian am 08.09.2016 20:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ok

    Dem obdachlosen an der Ecke keine 20rp geben aber jemanden völlig fremden mehrere hundert franken in die Hand drücken, was soll man dazu noch sagen?

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  • Aoerix am 08.09.2016 20:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ihr seid zu Grosszügig

    Wow, das man auf sowas reinfällt, er hat ja "Keine Familie, freunde etc." Wozu gibt es die Botschaft ? Da wird doch eig einem Landsmann geholfen oder nicht :O? Ein lob an die Spender, ihr habt ein Gutes Herz, schade das man sowas ausnutzt :(

    einklappen einklappen
  • besser_wisser am 08.09.2016 20:36 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Wer nicht denken kann muss fühlen. Das diese Methoden heutzutage überhaupt noch funktionieren...einfach unglaublich

Die neusten Leser-Kommentare

  • Beat Bachmann am 11.09.2016 21:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    euro?? im grauholz? von einer schweizerin??

    halt halt. spielt diese geschichte in deutschland? dort haben sie euros als landeswährung. soviel ich weiss ist zürich, würenlos in der CH und das grauholz/bern normalerweise auch. als landeswährung wäre da normalerweise SCHWEIZER FRANKEN. gut, bei bundesbern habe auch ich meine zweifel wo sie sind. CH oder schon EU.

  • Beat Bachmann am 11.09.2016 21:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wie gutgläubig sind menschen.......

    ich staune, wie viele immer noch auf sowas reinfallen. solche leute auffordern den arbeitgeber anzurufen oder die botschaft. dann stehen lassen. ansonsten haben wir ja noch eine polizei!!! die regelt sowas auf dem posten!!! das ist alles. mit western union ist heute alles möglich um sich eine nothilfe überweisen zu lassen.

  • asdf am 09.09.2016 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    warum gibt man dem Geld?

    Ich verstehe überhaupt nicht wieso man dem Geld gegeben hat? Besser hätte man dem gesagt er soll zur Irischen Botschaft gehen und dort Hilfe suchen

  • Snorre am 09.09.2016 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt noch hilfsbereite Menschen

    Man sollte wirklich nicht jeden Müll glauben, der einem erzählt wird. Die Leute wo jetzt schreiben, ich würde nie wieder irgend jemandem helfen, sollten aber bedenken dass auch wirklich sie mal in eine Situation kommen könnten in der sie Hilfe brauchen. Ich selbst starte mal in einem fremden Land in einer fremden Stadt Am Geldautomaten und wollte Geld ziehen. Aber diese tolle Automat hat meine Karte gefressen. Es war auch spät am Abend und ich hatte kein Bargeld mehr, hätte mir niemand geglaubt und mir geholfen würde ich wahrscheinlich heute noch dort stehen

  • ... am 09.09.2016 12:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie schade...

    Wenn dieser Mann und sein Sohn wirklich Geld benötigt hätten und die jetztigen Spender kein Geld gegeben hätten, wären sie die Herzlosen in dieser Situation. Es würde genau das Gegenteil kommentiert werden. Klar denkt mann nicht gleich an die Botschaft, wenn man so eine Geschichte hört. Heutzutage kann man es wirklich niemandem mehr Recht machen egal wie man reagiert..