Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Tiefenlager für Atommüll
16. Juli 2011 22:40; Akt: 17.07.2011 01:14 Print
Bund verschweigt Atomfabrik
Auf dem Gelände eines Tiefenlagers für Atomabfall soll eine Fabrik zur Verarbeitung von stark radioaktiven Brennelementen gebaut werden. Bislang war nur die Rede von einer Verpackungsanlage.

Bei einem künftigen Tiefenlager für Atommüll sollen laut «SonntagsZeitung» auch stark radioaktive Brennelemente verarbeitet werden. (Bild: Keystone)
Bei seiner Suche nach einem Tiefenlager für radioaktive Abfälle hat der Bund gegenüber der Öffentlichkeit bisher ein brisantes Thema verheimlicht. Das schreibt die «SonntagsZeitung».
Das Bundesamt für Energie und die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) planen am Entsorgungsplatz in der Schweiz eine sogenannte heisse Zelle. Das ist ein Hochsicherheitsgebäude, in dem stark radioaktive Brennelemente verarbeitet und in Endlagerbehälter verschweisst werden sollen. Bisher war bloss von einer Verpackungsanlage die Rede gewesen.
Vertreter der möglichen Standortgebiete sind überrascht: «Für uns ist neu, dass es eine Nuklearanlage geben wird», sagt die Schaffhauser Regierungsrätin Ursula Hafner-Wipf. Auch der grüne Konstanzer Landtagsabgeordnete Siegfried Lehmann staunt: «Ich bin seit Jahren als Vertreter auf der deutschen Seite in diesen Prozess der Lagersuche involviert. Von einer oberirdischen nuklearen Anlage wusste ich nichts.»
Bundesamt: «Zu wenig verständlich informiert»
Es sei möglich, dass bisher zu wenig verständlich informiert wurde, sagt das Bundesamt für Energie zu den Recherchen der SonntagsZeitung. «Wir werden Lehren daraus ziehen», sagt der zuständige Chefbeamte Michael Aebersold.
Unterdessen bittet der Baden-Württembergische Umweltminister Franz Untersteller Bundesrätin Doris Leuthard schriftlich um einen Termin, um die Fragen zum Tiefenlager zu besprechen. Zudem verlangt der grüne Minister, dass nicht nur deutsche Bürger im Umkreis von 5 Kilometern, sondern von 30 Kilometern bei der Standortsuche mitreden dürfen.
(hag)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 38 Kommentare






























der verwaltung...
kann man einfach nicht trauen. besonders nicht wenns um die heissen sachen geht. die lügen jedem die hucke voll. war zuletzt in japan auch so. vorher auch schon und hier auch. traut der bande nicht. die hauen euch übers ohr wo es nur geht!
Unser Müll
Warum eigentlich wollen wir Schweizer bloss immer nur den Nutzen, nicht aber den eigenen Müll sauber entsorgen? Schliesslich haben wir nun mal AKWs und diese produzieren auch Abfall. Also, kein Problem. Wer A sagt, muss auch B sagen. Unser Müll gehört hier in die Schweiz und soll auch hier zur Endlagerung aufbereitet werden. Also, aufhören mit dieser gemachten Empörung.
Das Volk belügen bis zum geht nicht mehr
Das ist wieder einmal typisch. Das Volk wird belogen bis zum geht nicht mehr. Sachen zu verschweigen gehört dazu. Man denke an nur die nicht veröffentlichten Berichte, die eine Relevanz zum Thema haben. "Von einer oberidischen nuklearen Anlage wissen wir nichts". Glaube ich sofort. Ich höre das auch zum ersten mal.