Stadt Zürich

19. Juni 2016 17:09; Akt: 19.06.2016 17:09 Print

Studenten sahnen auf Airbnb ab

Günstige Zürcher Genossenschaftswohnungen sind bei Studenten beliebt. Doch einige vermieten ihre Zimmer lukrativ auf Airbnb.

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Führt in europäischen Städten zu Problemen: Die Airbnb-App auf einem Smartphone. (Symbolbild) (Bild: Keystone/Christian Beutler)

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Auf der Online-Plattform Airbnb kann sich jeder als Hotelier versuchen und sein Zimmer oder gar die ganze Wohnung ausschreiben. Airbnb-Zimmer und -Wohnungen sind zwar teurer als normal vermietete Zimmer, aber meist günstiger als ein Hotel – und somit perfekt für Touristen. Das Geschäft ist umso lukrativer, je grösser die Differenz zwischen Miete und Airbnb-Preis ist.

Auch Zürcher Studenten haben diesen Zusammenhang verstanden. Einige bieten nun ihre günstigen Genossenschaftswohnungen und -zimmer auf Airbnb an – ohne die Verantwortlichen darüber informiert zu haben. Wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet, erzielen sie dabei einen ordentlichen Profit.

Wohngenossenschaft wehrt sich

Zimmer würden für rund 45 Franken pro Nacht auf Airbnb angeboten, was gemäss der Zeitung auf einen Monat hochgerechnet das Zweifache der Miete der Studenten sei. Pascal Wyrsch von der Wohngenossenschaft Woko sagt zur Zeitung: «Wir tolerieren nicht, dass Zimmer, die wir günstig an Studierende vermieten, teurer auf Airbnb angeboten werden.»

Die Verantwortlichen der Woko hätten erst durch die Recherchen der «Schweiz am Sonntag» überhaupt erfahren, dass ihre Zimmer auf Airbnb angeboten werden. Nach Nachforschungen habe die Woko nun vier Mieter auf dem Radar.

Probleme auch in anderen europäischen Städten

Airbnb führt nicht nur in Zürich zu Problemen. Viele europäische Städte tun sich schwer damit, dass wegen der Plattform dringend benötigte Wohnräume als Hotelzimmer gebraucht werden und so die Mietpreise in die Höhe gedrückt werden. In Berlin drohen seit dem 1. Mai Airbnb-Anbietern ohne Sonderbewilligung Bussen von bis zu 100'000 Euro.

Hotels haben Mühe mit Airbnb mitzuhalten, weil Anbieter auf der Plattform viel weniger Steuern bezahlen und fast keine Auflagen einhalten müssen.

(mch)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Toby am 19.06.2016 18:39 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr günstige Wohnungen!

    Ich wohne auch in einer WOKO Wohnung in Zürich. Es war überhaupt nicht einfach als Student eine bezahlbare Wohnung zu finden, insbesondere da gewisse WOKO Zimmer nur an ausländische Studierende gehen. Da ist es eine Unverschämtheit, wenn gewisse Studierende diese günstigen Wohnungen schamlos ausnutzen um Profit zu machen. Ich bin der WOKO und auch den Pensionskassen äusserst dankbar, dass sie bezahlbaren Wohnraum für Studierende anbieten. Durch den Wohnungsnotstand sollte vermehrt günstigen Wohnraum geschaffen werden, auch für Familien.

  • Dario am 19.06.2016 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist der Vermieter

    Überall damit einverstanden? Ich bezweifle es...

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  • Peter Meier am 19.06.2016 16:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo ein Wille ist, ist ein Weg.

    Berlin macht es vor. ....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Caro am 20.06.2016 18:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Echt das Letzte

    Schön für die Stunden, nur ist das Untermieten ohne Information an den Besitzer nicht erlaubt und mehr als 10% Gewinn dürfen sie auch nicht absahnen. Hoffe diese Vermieter ziehen diese Fälle alle weiter ans Gericht! Denn viele wären froh diese Wohnungen kämen für den eigenen Zweck auf den Markt und nicht für Touristen!

    • Bartli am 20.06.2016 20:20 Report Diesen Beitrag melden

      Ich hoffe ein Zeichen wird gesetzt

      Nicht ans Gericht, fristlose Kündigung und tschüss. Das ist einfach total berecnet und hinterhältig gewesen.

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  • M.B. orig. am 20.06.2016 10:01 Report Diesen Beitrag melden

    Bussen nötig

    Die ganze Airbnb-Einnahmen dürfte man ausserdem in den wenigsten Fällen in der Steuer finden. Solches Ausnützen gehört bestraft. Wer so zudem die Gemeinschaft zum eigenen Profit schädigt (günstige Studentenwohnung teuer vermietet) gehört gehörig gebüsst, von mir aus bis zum Verlust der Wohnung.

    • apollocombat am 20.06.2016 11:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @M.B. orig.

      haha das ist nur eifersucht weil sie mehr geld machen können...

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  • Serkan am 20.06.2016 09:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Untermieter

    Gilt aus Untermieter und diese werden in der Regel im Mietvertrag unter Mietbedienungen ausgeschlossen. Damit verstössen Sie gegen diesen.

    • Xxx am 20.06.2016 12:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Serkan

      Ist auch sonst ein Kündigungsgrund. Untermieter können unter bestimmten Voraussetzungen vom Vermieter abgelehnt werden - zB in einem solchen Fall, da es ein wichtiger Grund ist.

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  • Vermieter am 20.06.2016 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wohnung Kündigen

    Da gibt es nur eins: raus mit diesen Studis und Wohnung kündigen. Die studieren sicher Wirtschaft, Politik oder Jura um so dreist vorzugehen.

    • !!! am 20.06.2016 12:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Vermieter

      Was hat das mit einem Jura Studium zu tun?

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  • Jane38 am 20.06.2016 07:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    regeln

    sorry aber wen die studis schon günstig wohnen können sollten diese auch die regeln der genossenschaft einhalten oder sich mit dem ertrag eine "normale"wohnung nehmen