Verbot fällt

26. Oktober 2012 16:47; Akt: 26.10.2012 16:47 Print

Maurer lässt Mitarbeiter wieder auf Facebook

von J. Pfister - Mehr als drei Jahre durften die Mitarbeiter in Ueli Maurers VBS nicht auf Facebook surfen. Nun zeigt der SVP-Bundesrat doch noch ein Herz für Social Media - allerdings unter genauen Richtlinien.

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VBS-Chef Ueli Maurer will Facebook wieder erlauben - unter strengen Richtlinien.

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Nun ist auch die letzte Facebook-Verbots-Bastion beim Bund gefallen. Das Verteidigungsdepartement von Bundesrat Ueli Maurer will seinen Mitarbeitern den Zugang zur sozialen Plattform in Bälde wieder erlauben. VBS-Sprecherin Sonja Margelist bestätigt entsprechende Recherchen von 20 Minuten Online. «Das VBS erarbeitet zurzeit die Richtlinien für die Nutzung von Facebook. Sobald diese stehen, soll die Seite wieder freigegeben werden.»

Vor rund drei Jahren hatte der Bund eine grundsätzliche Sperre der Social-Media-Plattform in der Verwaltung angeordnet. Als Grund führte der damalige Bundespräsident Hans-Rudolf Merz das heruntergeladene Datenvolumen ins Feld. Dieses habe zu einer Überlastung des Netzes geführt. Facebook war in der Bundesverwaltung die am zweithäufigsten besuchte Website, bezüglich Datenvolumen rangierte sie unter den Top Ten. Vor rund einem Jahr wurde die Sperrung dann wieder gelockert. Jedes Departement konnte von da an selber entscheiden, ob es seinen Angestellten Facebook erlauben wollte oder nicht.

Auch Berset lässt Mitarbeiter surfen

Doris Leuthards UVEK war das erste Departement, das die Plattform wieder erlaubte, darauf folgte das Volkswirtschaftsdepartement EVD. Auch für Alain Bersets Mitarbeiter im EDI wurde der Facebook-Zugang in der Zwischenzeit wieder geöffnet, wie Sprecher Peter Lauener auf Anfrage sagt.

Gar nie eine Sperre gab es im Aussendepartment, das Bundesrat Didier Burkhalter von Micheline Calmy-Rey übernommen hatte - zu wichtig ist die internationale Vernetzung über das Internet für die Mitarbeiter im EDA. Trotz dieser Lockerungen mahnt Thomas Abegglen von der Bundeskanzlei: «Gerade die staatlichen Behörden sollten im Umgang mit den neuen Medien besonders vorsichtig sein.»

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Facebook sollte generell während den Arbeitszeiten gesperrt werden, schliesslich hat man ja Pausen und Freizeit. Also ehrlich, man bezahlt einen Mitarbeiter für seinen Arbeitseinsatz, Facebook ist ganz klar eine private Sache. – Vanessa

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Surfer am 27.10.2012 15:44 Report Diesen Beitrag melden

    ich hasse Internetwerbung

    Das ist ein Riesenfehler. Die Mitarbeiter vieler Firmen verblödeln viel zu viel Zeit im Internet. Es geht immer länger bis man die richtige Information findet, weil es immer meht Schrottseiten gibt und man lange braucht, bis man auf einer Seite die richtige Stelle gefunden hat zum Klicken. Und trotzdem könnte ich nach dem Surfen nie sagen, was für Werbung ich unterwegs gesehen hätte. Man ist richtig trainiert, die Werbung auszublenden.

  • Silver am 27.10.2012 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Witz

    fb ist eine private Angelegenheit und gehört daher nicht in die Firmen/Amtsstuben; ausser man ist seitens Firma für die Pflege von fb verantwortlich. Auf der anderen Seite will man ja nicht, dass sich tausende Beamten den ganzen Tag langweilen, weil fb, twitter usw. gesperrt sind. Ganz zu schweigen von den vielen privaten Tätigkeiten (private, kleine nebenberufliche Tätigkeiten) die während der Arbeitszeit erledigt werden.

  • Melchior am 27.10.2012 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    Wirkliche Probleme

    Anstatt sich mit so Kleinigkeiten wie Facebook abzugeben, sollte sich Herr Maurer um die wirklichen Problem in seinem Departement kümmern. Nämlich der staatlichen Disskriminierung der Männer. Es kann ja tatsächlich nicht sein, dass im Jahre 2012 eine Bevölkerungshälfte ganz offiziell disskriminiert wird mit dem Segen der Landesregierung.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marco U am 28.10.2012 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    Datensammeln beim VBS

    Facebook am Arbeitsplatz ist gefährlich, Facebook sammelt Daten, die man dann auch benutzen und weiter verkaufen kann. Besonders schlim ist Facebook auf dem Handy, lesst mal durch was Ihr alles für Rechte gebt... Ihr erlaubt Facebook, solange Ihr Euch nicht abmeldet das ganze Handy zu bedienen, Kamera, Kalender, Telefonnr. von Freunden, sms etc.

  • Wolle Panzer am 27.10.2012 18:17 Report Diesen Beitrag melden

    Fazebook ade

    Fazebook hat nichts verloren am Arbeitsplatz, egal ob Bund oder Privatwirtschaft.

  • Pete am 27.10.2012 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    Anscheinend...

    ...ist allen Mitarbeitern in der Privatwirtschaft den Zugang zu Facebook gesperrt, wenn man hier so liest. Das dürfte wohl kaum der Fall sein; eher im Gegenteil. Und selbst wenn: sie sind also voll und ganz davon überzeugt, dass die Mitarbeiter nicht über einen Proxy oder das Handy (privat oder geschäftlich) auf Facebook zugreifen? Wer's glaubt...

  • S.A. am 27.10.2012 17:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Liebe Schweizer Privatangestellte oder selbständige! Anstelle sich hier über Beamte lustig zu machen wie wäre es mit arbeiten! Übrigens wurde der Beamtenstatus abgeschaft!!! Zu dennen die immer noch der Meinung sind das nur sie mit ihren Steuern unseren Lohn zahlen!!! Sorry die sind einfach nur dumm!!!

  • Julius Kröpfer am 27.10.2012 16:41 Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdig

    FB ist eh der grösste Müll.