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Religiöse Symbole
01. Februar 2011 07:39; Akt: 01.02.2011 07:39 Print
SRG weicht der Kopftuch-Debatte aus
Das Thema Kopftuch am Arbeitsplatz ist bei der SRG vom Tisch. Laut Roger de Weck braucht es keine Richtlinie zu religiösen Symbolen.
Ob Mitarbeiter der staatlichen Radio- und Fernsehsender ihre Tätigkeit mit einem Kopftuch ausüben dürfen, will die SRG nicht in einer allgemeinen Richtlinie regeln. Das sagte der neue SRG-Generaldirektor Roger de Weck in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag»: «Eine Richtlinie ist völlig unnötig, solange bei 6100 Beschäftigten alle Schaltjahre einmal ein Fall zu klären ist.» SRG-Sprecher Daniel Steiner bestätigt diese Aussage. Zwar habe die Geschäftsleitung noch nicht darüber befunden, sagt er. Doch de Wecks Ankündigung entspreche dem Schluss, zu dem der Rechtsdienst sowie das Personalmanagement gekommen seien.
Ob Mitarbeiterinnen bei der SRG ein Kopftuch tragen dürfen, sollen die Vorgesetzten «mit gesundem Menschenverstand und im Sinne des Unternehmens und des Service public» entscheiden: SRG-Generaldirektor Roger de Weck.(Bild: Keystone)
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Das Schleier-«ABC»
Zu einem Thema wurde das Tragen eines Kopftuchs, nachdem sich eine schweizerisch-ägyptische Doppelbürgerin und Muslimin Mitte Dezember beim Westschweizer Radio um eine Stelle beworben hatte – und dies Anfang Januar publik wurde. Die SRG kündigte an, noch bis Ende Januar eine allgemeine Richtlinie zum Tragen von religiösen Symbolen ausarbeiten zu wollen. Dazu ist es nicht gekommen. «Wir haben immer nur gesagt, dass wir abklären, ob es eine solche Richtlinie braucht», sagt Steiner. Nach Meinung von Rechtsdienst und der Personalabteilung braucht es keine solche allgemeine Regelung.
Bewerbung abgelehnt
Damit sind wie bis anhin die Vorgesetzten in der Pflicht, wie de Weck in der «NZZ am Sonntag» sagt. Sie sollen «mit gesundem Menschenverstand und im Sinne des Unternehmens und des Service public» entscheiden. Doch dabei bleibt vieles im Dunklen. Denn genau die Frage, was im Sinne der SRG und des Service public ist, will die SRG nicht festlegen – und weicht damit auch der Debatte aus, ob Musliminnen mit Kopftuch möglicherweise bereits Teil der schweizerischen Gesellschaft sind. Auch der Verantwortliche für die freie Stelle beim Westschweizer Radio muss sich über diese Frage nicht den Kopf zerbrechen. Die muslimische Bewerberin ist nicht mehr im Rennen um den Job, wie de Weck im Interview sagte: «Andere Kandidaten waren noch besser qualifiziert.»
(mdr)
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Alle 92 Kommentare





























Wie ist es?
Wer unsere Tradition nicht akzeptiert und sich nicht integriert, kann wieder gehen! Wir wollen so bleiben, wie wir waren und uns nicht für die Islamen beugen! Sie sollen sich anpassen und nicht wir! Oder, wie ist es, wenn wir in einem Islamische Land leben?
SRG will sich nicht festlegen...
Das soll als "diplomatisch" gelten. Ist es aber nicht, sondern Unentschlossenheit. Die Absage wurde "absolut korrekt" formuliert... Macht ja doch nichts. Die muslimische Bewerberin hat beste Chancen beim ägyptischen Fernsehen, zumal wie man liest, eine überwältigende Mehrheit der Ägyper sich keineswegs eine Demokratie in unserem Sinne, sondern eine beherrschende Rolle des Islam auf die Politik wünscht.
Sennen in der Schweiz
Vor einigen Jahren besuchte uns ein Namensvetter aus den USA. Zu unserem Staunen trug er und seine Familie Sennechutteli und Sennechäppli, weil er glaubte, dass es in der Schweiz nur Sennerinnen und Sennen gebe. Ist das wirklich so?
@Winu zur Zeit in Asien
Ja, ja, das ist tatsächlich so. Und falls Sie auf Bildern aus der Schweiz etwas anderes als Sennechutteli sehen, dann handelt es sich ausschliesslich um Zugezogene, die uns allesamt Modernität bringen, das Land in die Zukunft weisen, nein es überhaupt aufgebaut haben. Wir Schweizer sind halt noch etwas gestrig;-).