Lebensmittel-Betrug 2013

17. Juli 2017 13:28; Akt: 17.07.2017 13:37 Print

Fleisch-Skandal hat die Schweiz verschont

Eine Betrügerbande hat 2013 mit Pferde- statt Rindfleisch Handel betrieben. Schweizer Konsumenten wurden wohl davon nicht betroffen.

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Skandal zieht weite Kreise: Blick in eine französische Metzgerei vor vier Jahren. (15. Februar 2013) (Bild: Keystone/Jadques Brinon)

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Mitglieder einer aufgeflogenen internationalen Gruppe von Fleischbetrügern sollen gemäss Europol falsch deklariertes Pferdefleisch in den Verkauf gebracht haben. In Schweizer Verkaufsregale dürfte dieses Fleisch indes nicht gelangt sein. Es lägen keine Hinweise vor auf solche Lieferungen, sagte Stefan Kunfermann, Sprecher des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), am Montag der Nachrichtenagentur sda. Europol hatte am Sonntag eine koordinierte Aktion gegen den Fleischhändlerring vermeldet und dabei auch die Schweiz erwähnt.

Das BLV hatte im Zusammenhang mit den Untersuchungen im vergangenen April Kontakt mit Europol, wie Kunfermann sagte. «Das BLV und die Oberzolldirektion sollten informiert werden, falls sich bei den europaweiten Untersuchungen Hinweise auf Lieferungen von nicht konformem Pferdefleisch in die Schweiz ergeben würden.» Solche Informationen seien aber nicht eingegangen. Gemäss Europol hätten sich Untersuchungen in der Schweiz erübrigt. Dem BLV lägen somit keine Hinweise auf entsprechende Fleischlieferungen in die Schweiz vor, sagte Kunfermann.

66 Personen in Verdacht

Kopf des zerschlagenen Fleischhändlerrings soll nach den Angaben von Europol vom Sonntag ein Händler in den Niederlanden sein. Der Mann wurde in Belgien festgenommen. Der Pferdefleisch-Skandal war 2013 ans Licht gekommen, als in Irland Pferdefleisch in Hamburgern gefunden worden war. Danach wurde auch in anderen europäischen Ländern falsch deklariertes Pferdefleisch in Mahlzeiten gefunden - auf den Etiketten war von reinem Rindfleisch die Rede. Im Sommer 2016 stellten die spanischen Umweltbehörden Unregelmässigkeiten beim Handel mit Pferdefleisch fest.

Nicht für den menschlichen Verzehr geeignetes Fleisch soll demnach in den Handel gebracht worden sein, meist ausserhalb von Spanien. Die Ermittler kamen dem niederländischen Grosshändler auf die Spur, der das betrügerische Netzwerk von Spanien aus leitete, wie Europol mitteilte. Gegen insgesamt 66 Personen wird ermittelt.

(fal/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex M. am 17.07.2017 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Doch betroffen

    Schweizer Konsumenten waren sehr wohl betroffen. Nämlich mit Sicherheit ein Teil von denen, die sich jeweils in den Nachbarländern billig mit Fleisch und verarbeiteten Fleischprodukten eindecken. Än Guetä mitenand!

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  • Wisser am 17.07.2017 13:52 Report Diesen Beitrag melden

    Coop verkaufte auch

    ach was. es gab denn Fleischskandal auch bei Coop.

  • H.M: am 17.07.2017 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Lektorat

    wurden betroffen? Wie wärs mit "waren betroffen"?!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lügenpresse #Joke am 19.07.2017 15:43 Report Diesen Beitrag melden

    Coop/Hilcona

    Hilcona und auch Coop hatten auch Pferdefleisch ....

  • Treki am 18.07.2017 01:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oder

    Haben es nicht bemerkt

  • Frankyboy am 17.07.2017 22:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bis jetzt starb noch niemand daran!

    Solange wir den Magen voll haben, interessiert uns nicht ob Pferd, Rind oder Giraffen Fleisch drin ist.

  • Swissgirl am 17.07.2017 22:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Mensch isst alles was er unter die Zähne krieg

    Die Bündner Fleischfabrik, coop, Manor, alle haben sie Fleischwaren umdatiert. Von wegen die Schweiz ist verschont geblieben. Der Pferdefleisch Skandal war zudem auch bei uns, in der Coop-Billiglasagne drin! Fleisch von Pferden darf nur in die Metzgerei, wenn es frei von Medikamenten ist. Beim Pferd heisst das konkret, dass die Medikamente sechs Monate vor der Schlachtung abgesetzt werden müssen. Aber was soll's, wir essen ja alles, auch Antibiotika-Rindviecher, da kräht kein Lebendmittelkontrolleur danach.

    • Amina123 am 17.07.2017 22:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Swissgirl

      wollte doch eben auch sagen,dass wir auch betroffen waren. mir war nämlich auch,dass die lasagne mit pferde statt rindfleisch gefüllt war.. danke,nun weiss ich,dass mein gefühl micc nicht trog...

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  • tuska am 17.07.2017 21:01 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte WAAAAS?

    Carna Grischa, auch bekannt als "die Fleischumdeklarierer", war ein schweizer Unternehmen, welches hauptsächlich in der Schweiz verkaufte und auch die Armee belieferte.