Bundesrat bewilligt

22. Februar 2012 12:12; Akt: 22.02.2012 19:11 Print

Über 3 Milliarden Franken für neue Autobahnen

Der Bund baut die Nationalstrassen bis 2015 für 3,07 Milliarden Franken aus. Projekte gibt es vor allem in den Kantonen Bern, Wallis und Jura. Auch geplant: Umfahrungen von Biel, Lungern und Küblis.

storybild

Zwischen 2012 und 2015 will der Bundesrat über drei Milliarden Franken für den Ausbau des Nationalstrassennetzes ausgeben.

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Der Bundesrat hat am Mittwoch ein weiteres Langfrist-Bauprogramm für das Autobahnnetz genehmigt. Zwischen 75 und 85 Prozent der budgetierten Gelder gehen an Projekte in den Kantonen Bern, Wallis und Jura. Für jedes der vier Jahre sind im Mittel rund 750 Millionen Franken veranschlagt. Die Standortkantone haben die Federführung für die Projekte auf ihrem Boden und bezahlen einen Teil der Kosten.

Mit 87 Prozent übernimmt jedoch der Bund den Löwenanteil, und er hat auch die Oberaufsicht. Die Mittel für den Bau des 1960 festgelegten Nationalstrassennetzes werden dem Infrastrukturfonds entnommen. Zur Verfügung stehen 8,5 Milliarden Franken. Zurzeit wird mit Endkosten von 8,3 Milliarden Franken gerechnet.

Für 2012 sind im Bauprogramm 740 Millionen Franken vorgesehen, für 2013 800 Millionen, für 2014 780 Millionen und für 2015 750 Millionen Franken.

Projekte in Bern, Wallis und Jura

Das 8. langfristige Bauprogramm enthält vorwiegend Projekte in den Kantonen Bern, Wallis und Jura. Unter anderem sind mehrere Abschnitte der A16 im Jura aufgeführt, die in den Jahren 2012 (Loveresse-Tavannes), 2013 (Moutier Süd-Court) sowie 2014 (Bure- Pruntrut West) eröffnet werden sollen.

Ebenfalls im laufenden Jahr soll die Umfahrung von Lungern OW (A8) fertiggestellt werden; im 2013 ist die Eröffnung der Umfahrung von Serrières NE geplant.

Eine Lücke im Netz besteht auch bei der Umfahrung der Stadt Biel (Westast). An der A4 fehlen noch die Neue Axenstrasse in der Zentralschweiz sowie die Umfahrung der Zürcher Gemeinden Knonau sowie Ottenbach und Obfelden.

Im Prättigau im Kanton Graubünden muss noch eine Umfahrung für Küblis gebaut werden (A28). In der Stadt Basel fehlt der A2-Abschnitt zwischen dem SBB-Bahnhof und dem Gellertdreieck. An der A9 im Wallis besteht bei der Umfahrung von Visp, Pfynwald und Riedberg noch eine Lücke.

1960 festgelegt

Der Bundesrat legte das Nationalstrassennetz 1960 im so genannten Netzbeschluss grundsätzlich fest. Es umfasst nach heutigem Planungsstand 1892,5 Kilometer. Ende 2010 waren 1790,1 Kilometer fertig gebaut. Derzeit fehlen noch rund 100 Kilometer.

Alle vier Jahre genehmigt der Bundesrat ein langfristiges Bauprogramm für das Nationalstrassennetz. Das Parlament gab für die Fertigstellung des Nationalstrassennetzes für 2012 740 Millionen Franken aus dem Infrastrukturfonds frei.

(sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Binso Traurig am 22.02.2012 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Schade. Mehr Autobahn=mehr Platz für Autos=mehr Verkehr=mehr Lärmemission und Gestank=weniger Landschaft=weniger Flora und Fauna=weniger Glück=traurig.

  • ristretto am 22.02.2012 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    erst zudecken!

    zuerst müsste man alle autobahnen/zubringer/umfahrungen die durch quartiere führen wie zb ostring- ende muri (bern) DECKEN!! die gewonnene fläche könnte manigfaltig genuzt werden(familiengärten, radwege,spielplätze,magerwiesen..usw)

  • Simon L. am 22.02.2012 17:19 Report Diesen Beitrag melden

    baut eine Entlastungsautobahn

    Ich verstehe nicht, wieso zur Entlastung der A1 nicht endlich die alte Idee von Giezendanner aufgegriffen wird und eine Entlastungsautobahn Bern - Luzern durchs Emmental. Die Hügel dort sind so steil, dass einige kurze Tunnels nicht Berge versetzen, aber helfen würden, diese einfach zu umfahren.

  • Christine am 22.02.2012 17:10 Report Diesen Beitrag melden

    Nord-Süd im Osten wieder nichts :(

    Von St.Gallen nach Lugano wird auch dieses Mal nichts. Bei uns wird am wenigsten für ÖV und Strasse investiert, dabei hätten wir es sehr nötig. Ich kann mit dem ÖV nicht innerhalb von 4h in den Süden fahren, dabei ist es eine gerade Strecke. Mit Bussen über den Pass.. hallo? Die Autofahrt über den Berg ist auch nicht viel besser. Wann wird bei uns endlich ein Tunnel gebaut? Immer nur ZH-BE-GE. Wir im Osten gehören auch noch zur Schweiz.

  • Thomas am 22.02.2012 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    Ungerecht verteilt!

    Da sieht man wie das Geld ungerecht verteilt wird. So etwas kann nur in der Schweiz passieren. Obwalden hat mit seinen 35.000 Einwohnern schon mehrere lange Umfahrungen gekriegt (Umfahrung Sachseln mit 5km! länge, der sechslängste Tunnel der Schweiz). Das würde bedeuten, dass der Kt. Zürich mit 1.390.000 Einwohnern also 40x mehr Unfahrungen zu gut hätte! Alleine für Sachseln hätten wir also 200km Tunnel mehr zu gut!! Mit 200km könnte man Tunnels durch die ganze Stadt Zürich ziehen und somit die Nordumfahrung entlasten, zudem auch Oberlandautobahn, Glatttalautobahn, ein Zürcher-Ring usw...

Immobilien

powered by

Immobilien finden

PLZ
Preis bis
Zimmer bis

Nachmieter finden? Jetzt bei homegate.ch inserieren