Tourismus

14. Mai 2017 19:41; Akt: 02.06.2017 12:48 Print

China und Saudiarabien hängen die Schweiz ab

Das Reiseland Schweiz verliert zusehends an Bedeutung. Der Chef der Weltorganisation für Tourismus sieht unter anderem aufstrebende Länder als Ursache.

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Die Schweiz verliert weltweit immer mehr Marktanteile. Recherchen der «SonntagsZeitung» zeigen: 1950 lag die Schweiz gemessen an den Ankünften ausländischer Touristen noch auf Platz 5 – hinter den USA, Kanada, Italien und Frankreich. 2015 erreichte sie nur noch Platz 37, wie aus dem neusten internationalen Tourismusbarometer hervorgeht, das die Welttourismusorganisation veröffentlicht hat.

Die Liste für 2016 steht noch nicht fest, doch die Schweiz dürfte weiter abgerutscht sein. Denn wegen des starken Frankens gingen die Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr zurück – und das bei einem weltweiten Plus von knapp vier Prozent bei den Ankünften.

Auch Städtetourismus spielt eine Rolle

Der Abstieg scheint unaufhaltsam: Vor vier Jahren hatte es noch für Platz 33 gereicht, 2010 für Platz 29, im Jahr 2000 sogar für Platz 19. In diesem Zeitraum wurde die Schweiz überrundet von Ländern wie Saudiarabien, Südkorea und Kroatien. Jüngst überholte auch Irland die Schweiz, im letzten Jahr zogen Südafrika und Vietnam an ihr vorbei.

Dass die Schweiz weltweit als Reiseziel an Bedeutung verliert, liegt vor allem daran, dass sie sich gegen wesentlich mehr Konkurrenz behaupten muss als noch vor sechzig Jahren. Zudem kann sie nicht so stark vom boomenden Städtetourismus profitieren wie andere Länder.

Um gegenzusteuern müsse die Schweiz noch stärker auf jüngere Gäste und Besucher aus Asien setzen, sagt Taleb Rifai, Chef der Weltorganisation für Tourismus, in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Die Schweiz sei zu lange auf europäische Gäste ausgerichtet gewesen. «Auch kann der Tourismus in der Schweiz noch innovativer werden.»

(oli)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roman am 14.05.2017 19:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Preise...

    Kein Wunder bei diesen Preisen!!!

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  • Muli am 14.05.2017 19:52 Report Diesen Beitrag melden

    Tja viel Geld für nichts

    So ist es halt nun in der Schweiz 0 Service aber 100% Preis würde ich mal sagen

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  • D.N. am 14.05.2017 19:53 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Tatsache

    Ja wen wunderts? Mich jedenfalls nicht mehr. Die Schweiz geht bachab in vielem anderen auch. Schraubt die Preise noch mehr ins unermessliche und es kommt niemand mehr. Die Schweizer/innen bevorzugen auch immer mehr andere Länder, wo man günstiger Ferien verbringen kann und erst noch besser behandeld wird, da wo der Kunde noch König ist.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jean d'Arm am 15.05.2017 13:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Saudi-Arabien?

    Nicht eher die Vereinigten Arabischen Emirate?

  • Lulu Love am 15.05.2017 13:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ja nöd?

    Kein Wunder, in Belgien zahle ich pro Nacht 35 CHF, gleich neben dem Grote Markt. Die Preise sind zu hoch. Hierzulande werde ich höchstens nach dem Studium mal Ferien machen. Mit 10K Lohn gehts eventuell.

  • daisy am 15.05.2017 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Europa ist allgemein

    zu Kriminell geworden. Zudem gibt es Länder die Terrorwarnung für Europa herausgegeben haben. Die CH ist halt Mittendrin

    • Carmen am 15.05.2017 14:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @daisy

      Und warum liegt Deutschland und Frankreich weit vor der Schweiz mit all den Anschlägen in der letzten Zeit?

    • D.N. am 15.05.2017 19:14 Report Diesen Beitrag melden

      @Carmen

      Weil die sich nicht mit wischi waschi abgeben und mit der Zeit gehen können. Die Geschwindigkeit deren Entscheide ist natürlich auch 1000 x schneller als bei uns.

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  • nur noch tagesausflüge in der ch am 15.05.2017 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    Die Welt

    ist nicht mehr Interessant. Ich reise auch nicht mehr.

  • emmi am 15.05.2017 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Wir sind

    jetzt global. Die Welt ist riesig. Für die wo sich ferne Reisen leisten können...die andere Hälfte bleibt zu Hause. Der nochmals andere Teil ist reisen stressig und nochmal ein Teil findet seit der Globalisierung die Welt nicht mehr Interessant. Weil jeder zu Hause von jedem was hat.