Asylbewerber-Kampagne

01. Oktober 2012 04:30; Akt: 01.10.2012 08:46 Print

Blocher und Maurer müssen Zottel essen

von T. Hirsekorn - Christoph «Mustafa» Blocher als somalischer oder Philipp «Filit» Müller als kurdischer Asylbewerber: Amnesty International provoziert mit einer Kampagne die Asyl-Hardliner.

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In der neuen Kampagne von Amnesty International Schweiz werden SVP-Exponenten als Somalier wiedergeboren. (Video: Amnesty International Schweiz) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Zwei somalische Asylbewerber, unverkennbar die verfremdeten Ueli Maurer und Christoph BlocherChristoph
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, sitzen betrübt vor einer schäbigen Baracke, in die sie die Schweiz einquartierte. Wegen ihres Elends mussten sie ein grosses Opfer bringen: Der Kopf des SVP-Parteimaskottchens Zottel köchelt in einem Topf vor sich hin.

Dies ist eine Szene aus dem Video der neuen Kampagne von Amnesty International Schweiz (AI), die heute landesweit startet – auch mit Plakaten, Postkarten und über Social Media. «Sie ist eine Antwort auf die Schweizer Asylpolitik, die seit Jahrzehnten ­immer menschenverachtender wird», sagt Stella Jegher von AI.

«Das ist ungerecht, beleidigend und grob»

Neben Bundesrat Maurer und «Mustafa» Blocher schildern auch Asyl-Hardliner wie die SVP-Nationalräte Oskar «Jussuf» Freysinger und Christoph «Cihan» Mörgeli oder FDP-Chef Philipp «Filit» Müller und CVP-Nationalrätin Ruth «Rusha» Humbel ihr Schicksal aus ihrem nächsten Leben als somalische, kurdische, türkische oder syrische Asylbewerber.

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ist gar nicht erfreut, dass Amnesty International Schweiz ihn als Asylbewerber darstellt: «Das ist ungerecht, beleidigend und grob. Sie haben sich ein leichtes Opfer ausgesucht, um das falsche Problem anzusprechen.» Er müsse parteiintern abklären, wie man darauf reagiere.

Juristisch sind SVP die Hände gebunden

SVP-Generalsekretär Martin Baltisser gibt sich hingegen gelassen: «Weil sachliche Argumente fehlen, wird auf Personen gespielt. Das ist eine alte Masche.» Für SVP-Präsident Toni BrunnerToni
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ist Aktion schlicht «zu blöd», als dass er darauf reagieren würde.

Medienrechtler geben der SVP ohnehin wenig Chancen, die Kampagne juristisch anzufechten. Herbert Pfortmüller sieht sie zwar im «Graubereich», für Matthias Schwaibold ist der Fall aber klar: «Die Protagonisten werden verfremdet, aber keinesfalls herabgewürdigt. Persönlichkeitsrechte werden nicht verletzt.»

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