Chronologie

12. September 2017 21:31; Akt: 13.09.2017 09:59 Print

Diese Unglücke musste die Luftwaffe verkraften

Schon wieder sorgt ein Vorfall in der Schweizer Luftwaffe für Schlagzeilen. Erst letztes Jahr kam es zu einer gravierenden Unfallserie.

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ist eine PC-7 der Schweizer Luftwaffe verschwunden. Das Flugzeug konnte einige Stunden später im Gebiet des Berner Schreckhorns gesichtet werden. Der Pilot kam beim Absturz ums Leben. : Ein Helikopter der Luftwaffe stürzt am Gotthard ab und geht in Flamme nauf. : Eine F/A-18 der Schweizer Luftwaffe stürzt im Sustengebiet ab. Der Pilot kommt ums Leben. Ein Tiger-Jet der Patrouille Suisse stürzt auf einem holländischen Luftwaffenstützpunkt ab. Der Pilot konnte sich per Schleudersitz retten. Der Northrop F-5E Tiger II Jet ging in Flammen auf. Es ist nicht der erste Unfall mit Maschinen der Schweizer Armee in den letzten Monaten ... In Glamondans in Frankreich crashte eine F/A-18 der Schweizer Armee. Der Pilot, hier bei einer Medienkonferenz mit Bundesrat Ueli Maurer, konnte sich mit dem Fallschirm retten. Er musste verletzt ins Spital. Eine F/A-18 der Schweizer Armee stürzt in Alpnachstad OW ab. Der Pilot und sein Passagier, ein deutscher Fliegerarzt, kommen ums Leben. Grund für das Unglück war ein Pilotenfehler. Unterhalb einer Felswand im Maderanertal liegt das Wrack eines Cougar-Helikopters der Schweizer Armee. Die beiden Piloten waren eingeklemmt, sie wurden erst am Abend geborgen. Beim Absturz einer PC-7 sind zwei Milizoffiziere ums Leben gekommen. Das Kleinflugzeug hatte die Luftseilbahn Rhäzüns-Feldis touchiert. Die Trümmer des abgestürzten Helikopters Alouette III der Schweizer Armee brennen am Fuss des Mont Bonvin. Beim Absturz oberhalb von Montana VS sind alle vier Insassen gestorben. Der Unfall beim Landeanflug einer Alouette III der Schweizer Luftwaffe sind in Wetzikon TG drei Menschen leicht verletzt worden. Nördlich von Crans-Montana VS crashte eine F/A-18. Helfer suchen Trümmerteile. Eine Pilatus Porter (Symbolbild) stürzt auf einem Demonstrationsflug in der Nähe von Boltigen BE ab. Dabei sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Beim Absturz der Mirage III RS im Raum Ste-Croix VD nahe des Col des Etroits kam der Pilot ums Leben. Im Tösstal im Zürcher Oberland stürzte eine Tiger F5 ab. Der Pilot hatte Glück - er konnte sich mit dem Schleudersitz retten. Darauf erliess der damalige Kommandant der Luftwaffe ein vorübergehendes, vorsorgliches Flugverbot für die Tiger-Flotte, bis die Unfallursache geklärt sei.

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In den letzten Jahren musste die Schweizer Luftwaffe mehrmals den Verlust von Piloten oder Fluggerät hinnehmen. Letztes Jahr waren es gar drei Unfälle, die für die Piloten teils tödlich endeten. Eine Übersicht:

Am 12. September 2017 ist eine PC-7 der Schweizer Luftwaffe verschwunden. Das Flugzeug konnte einige Stunden später im Gebiet des Berner Schreckhorns gesichtet werden. Der Pilot kam beim Absturz ums Leben.

Am 28. September 2016 stürzte ein Super-Puma-Helikopter der Luftwaffe am Gotthard ab und ging in Flammen auf. Ursache war die Kollision mit einem Kabel. Die beiden Milizpiloten mit den Jahrgängen 1966 und 1977 kamen ums Leben.

Am 29. August 2016 zerschellte eine F/A-18 an einem Berggrat im Sustengebiet. Dies, weil der Flugverkehrsleiter eine zu tiefe Flughöhe anordnete. Der Pilot kam ums Leben.

Am 9. Juni 2016 stürzte ein Tiger-Jet der Patrouille Suisse in der Nähe des Militärflugplatzes Leeuwarden in den Niederlanden ab, nachdem sich zwei Jets bei einem Trainingsflug touchiert hatten. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten.

14. Oktober 2015: In Glamondans in Frankreich crashte eine F/A-18 der Schweizer Armee. Der Pilot konnte sich mit dem Fallschirm retten. Er musste verletzt ins Spital.

23. Oktober 2013: Eine F/A-18 der Schweizer Armee stürzt in Alpnachstad OW ab. Der Pilot und sein Passagier, ein deutscher Fliegerarzt, kommen ums Leben. Grund für das Unglück war ein Pilotenfehler.

30. März 2011: Ein Helikopter des Typs Cougar stürzt im Urner Maderanertal während eines Ausbildungsflugs im Nebel ab. Der Fluglehrer und sein Schüler werden schwer verletzt.

Vor dem Unfall im Maderanertal 2011 verzeichnete die Luftwaffe eine Zeit von über acht Jahren ohne grössere Unfälle.

(the)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martin am 12.09.2017 22:22 Report Diesen Beitrag melden

    Warum

    muss man wegen einem aktuellen Unfall, alle Unfälle revuepassieren lassen? Um Angriffsfläche zu bieten?

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  • Typhoeus am 12.09.2017 22:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Alpen und das Wetter

    Oft eine tödliche Herausforderung füt Schweizet Piloten.

  • Filip P. Schwarz am 12.09.2017 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    Übergang zur Tagesordnung wäre fatal

    Unsere Armee hat auffällig viele Flugunfälle zu verzeichnen. Darüber muss man als Bürger sprechen dürfen. Die REGA, die auch sehr viel und bei jedem Wetter fliegt, hat keine Flugunfälle. Als Chef der Armee hätte ich an meinen Luftwaffenkommandant deshalb einige Fragen. Einfach zur Tagesordnung übergehen kann auf jeden Fall keine Option mehr sein.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Urs Balmer/Grindelwald am 13.09.2017 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    Erfahrener Pilot!

    An jenem Tag war die Sicht am Schreckhorn sehr schlecht. Frage mich, wieso der angeblich erfahrene Pilot trotzdem über jenes Gebiet flog?

    • Martin am 13.09.2017 16:33 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Sicht

      Weil er wahrscheinlich nur diese Flugstrecke kannte. Aber es stimmt, an jenem Tag war alles verhangen, man sah kein Gipfel, überhaupt nichts. Die Schreckhornhütte war total eingenebelt.

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  • Peter am 13.09.2017 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Einige Fragezeichen im CV Schellenberg

    Aldo C. Schellenberg ist eine sehr umstrittene Person bei der Luftwaffe. Sein Projekt der neuen Luftabwehr wurde sistiert, in die Fliegerei ist er via Swissair-Prozess gekommen, wo er offenbar 2.1 Mio eingenommen hat für Gutachten, die das Papier nicht wert sind gemäss Gericht... Eventuell lohnt es sich etwas genauer hinter die Fassade zu blicken...

  • Der Realist am 13.09.2017 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Auschlachtung?

    Wieso Kampfjets behalten? Die schweiz braucht die sowieso nur, um Geld aus dem fenster zu werfen und obendrauf sterben zu viele Leute dabei. Klar ist das Berufsrisiko. Aber doch eher in einem Kriegsgebiet. Es stürzen ja mehr Jets in der Schweiz ab als die Amis im letzten Krieg verloren haben. Man muss sich schon mal fragen, was da eigentlich los ist. Auch wenn ich es Liebe, die Patrouille Suisse zuzusehen

  • Andreas Meier am 13.09.2017 10:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eventuell schlechte Sicht

    Die PC 7 hat keinen Schleudersitz, was wohl zur Standartausrüstung gehören sollte. Eventuell war aber bei diesem Absturz die schlechte Sicht ein Problem, da nützt dann auch der Schleudersitz nichts mehr. RIP

  • Nichtpilot am 13.09.2017 10:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mein Beileid an die Hinterbliebenen - Armeebashing

    Schade dass jetzt wieder Grundsatzdiskussionen aufkommen. Wollen wir eigene Luftwaffe oder nur noch Papierflieger? Eine Luftwaffe,in rosa Watte gepackt? Fliegen in dieser Form ist nie 100% sicher, ein starker Flieger wie der PC7 wird sicher auch dazu verleiten, starke Gefühle zu provozieren. Ich persönlich hätte diese im Tiefflug über einen Gletscher / Bergkamm. Da gibt es wenig Raum für Irrtum und viele Turbulenzen. Das Restrisiko ist das Risiko, das dir den Rest gibt.