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Entscheid zu Importverbot
03. Dezember 2012 12:24; Akt: 03.12.2012 13:14 Print
Lebend gehäutet – für unseren Luxus
von J. Pfister - Handtaschen oder Gürtel aus Reptilleder boomen. Dass die Tiere grausame Qualen erleiden, ist Konsumenten kaum bewusst. Der Politik schon, doch sie tut sich schwer mit einem Importverbot.
Egal, ob in Modemagazinen oder auf dem Laufsteg: Schlangenleder ist zurzeit besonders hip. «Ohne Pythonleder geht nichts, das Schlangenmuster wertet jeden noch so schlichten Look auf», heisst es beispielsweise in der Zeitschrift «InStyle». Doch nicht nur internationale Stars schmücken sich mit den tierischen Accessoires, auch bei modebewussten Schweizerinnen und Schweizern ist die Nachfrage nach Uhrenarmbändern, Handtaschen oder Schuhen aus Reptilienleder regelrecht explodiert.
Swatch top, Bally flopIn den letzten zwei Jahren haben rund 60 kleinere und grössere Schweizer Firmen mit dem Schweizer Tierschutz (STS) eine Vereinbarung unterzeichnet, auf die Verwendung von Ledern gequälter Tiere zu verzichten. Dazu gehören unter anderem Swatch oder auch Bucherer. Während die Uhrenindustrie laut STS relativ einsichtig ist, tut sich die Modeindustrie schwer. So führt zum Beispiel die Luxusmarke Bally Echsen- und Pythonleder aus Indonesien in ihrem Sortiment. Auf Anfrage von 20 Minuten Online gab es von Bally keine Antwort. (jep)
Gemäss den neusten Zahlen des Bundesamts für Veterinärwesen (BVET) wurden im letzten Jahr mit rund
«Die Schweiz gehört inzwischen zu den bedeutendsten Abnehmern von exotischen Ledern aus Südostasien«, sagt Sara Wehrli vom Schweizer Tierschutz (STS). Doch was viele Konsumenten nicht wissen oder verdrängen: Hinter den Luxusprodukten steckt oftmals ein grausames Leid. «Die gefangenen Tiere müssen in diesen Ländern schreckliche Qualen ertragen», so Wehrli.
Mit Schlägen auf den Kopf getötet
Die «Rundschau» belegte diese Aussage vor zwei Jahren mit schockierenden Bildern aus Indonesien(siehe Video). Schlangen, die bei lebendigem Leib mit Wasser aufgefüllt und anschliessend gehäutet werden. Wilde Warane, die mit zusammengeschnürten Beinen in Säcken transportiert und tagelang so ausharren müssen und schliesslich mit Schlägen auf den Kopf getötet werden.
Laut Wehrli hat sich die Situation seither kaum verbessert. «Die Schweiz sitzt zwar in den entsprechenden Arbeitsgruppen, die sich mit dem internationalen Handel mit asiatischen Schlangen befassen, doch das wird weder am Trend noch an der Problematik etwas ändern.» Auch die Handelsbestimmungen zum Artenschutz würden nichts helfen – dafür ein Importverbot von Reptilienhäuten aus tierquälerischer Haltung. «Ein solches hätte Signalwirkung, auch auf die anderen Länder», ist Wehrli überzeugt.
Petition mit 34'000 Unterschriften
Doch die Politik tut sich schwer. Am Dienstag behandelt der Ständerat zwar einen entsprechenden Vorstoss der Grünen Nationalrätin Franziska Teuscher
Franziska
Teuscher
GPS, BE
NationalratVerbunden mit
Schweizerische Verkehrs-Stiftung des Verkehrsclub der Schweiz
weitere Verbindungen anzeigen, doch die Chancen für ein Ja sind gering. Und dies, obwohl der Nationalrat einem Importstopp für Reptilienhäute aus Indonesien im Mai zugestimmt und die Tierschutzorganisation Vier Pfoten eine Petition mit über 34'000 Unterschriften eingereicht hat.
«Das Anliegen ist berechtigt, doch ein Importverbot für solche Reptilienhäute ist der falsche Weg», sagt FDP-Ständerat Joachim Eder
Joachim
Eder
FDP-Liberale, ZG
StänderatVerbunden mit
Stiftung für Junge Auslandschweizer (Kantonalkomitee Zug)
weitere Verbindungen anzeigen, der selbst lieber Uhrenarmbänder aus Metall trägt. Genauso wie der Bundesrat glaube er nicht daran, dass damit die Tötungsmethoden verbessert würden. «Es ist besser, wenn sich der Bund in den entsprechenden Gremien Gehör verschafft und so auf die Herstellung Einfluss nimmt», so Eder. Er vertraue den Aussagen des Bundesrats, das dies auch geschehe.
«Es gibt gute Imitate»
Dieser Überzeugung sind selbst linke Ständeräte wie SP-Frau Géraldine Savary
Géraldine
Savary
SP, VD
StänderatVerbunden mit
Fondation romande pour la chanson et les musiques actuelles (FCMA)
weitere Verbindungen anzeigen, die in der vorberatenden Kommission wie die grosse Mehrheit Nein gestimmt hat. «In Sachen Tierschutz ist die Sensibilität bei unseren welschen Kollegen leider nicht so gross», erklärt Savarys Parteikollegin Anita Fetz
Anita
Fetz
SP, BS
StänderatVerbunden mit
Schweizerische Greina-Stiftung (SGS) zur Erhaltung der alpinen Fliessgewässern, Zürich
weitere Verbindungen anzeigen. Sie hingegen habe Verständnis für das Anliegen und hat einen entsprechenden Antrag für die Zustimmung zum Vorstoss eingereicht. «Heute gibt es derart gute Imitationen von Reptilleder, dass wir problemlos auf Produkte aus solcher tierquälerischer Haltung verzichten können.»
10 k = 10 000 Stück
Quelle: Bundesamt für Veterinärwesen (BVET)
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Snake
Die armen Tiere, ich pflege selber Reptilien zu Hause, vorallem pflege ich Schlangen. Finde so was einfach nur schrecklich!
Nein
das ist doch nicht mehr menschlich..
Ja unsere Politiker sind nur an Geld
Interessiert! Leben?? Das hat nichts wert wenn man kein Bares dafür kriegt... So läuft unsere ach so moderne Demokratie... Gier Gier und noch mehr Gier, da sind wir unschlagbar... Aber hey, solange wir das unterstützen muss man ja nix ändern....