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Grundwasser gefährdet
10. April 2010 23:30; Akt: 11.04.2010 11:45 Print
Teure Beseitigung von Armee-Altlasten
Erstmals verdeutlicht eine Datenbankauswertung die Umweltsünden, die durch die Armee verursacht worden sind. Deren Beseitigung soll rund eine Milliarde Franken kosten.

Nicht nur der Thunersee ist von Munitions-Altlasten betroffen: Schweizweit sind der Armee 1500 problematische Flächen bekannt, die das Grundwasser gefährden. (Bild: Keystone)
Die Schweizer Armee wird laut «SonntagsZeitung» in den kommenden Jahren teuer für ihre Altlasten zahlen müssen. Mit Schwermetallen belastete Kugelfänge, wilde Abfalldeponien, Rückstände von Flammenwerfern und lecke Tanklager gefährden das Grundwasser. In einzelnen Gemeinden haben Geologen Dutzende mit Umweltgiften belastete Standorte ausgemacht. Sebastian Hueber, Sprecher des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), bestätigte auf Anfrage den Zeitungsbericht.
Am stärksten betroffen sind die Kantone Bern, Freiburg, Waadt, St. Gallen, Zürich und Tessin. Im «Kataster der belasteten Standorte» hat das Generalsekretariat des Verteidigungsdepartements (VBS) schweizweit 1500 problematische Anlagen, Flächen, Abfüllstellen oder Produktionsstätten verzeichnet.
Die Auswertung der Datensammlung, in welche die «SonntagsZeitung» unter Berufung auf das Öffentlichkeitsgesetz Einsicht verlangte, zeigt: Am meisten Umweltsünden hinterlässt der Schiessbetrieb der Armee. Bis jetzt sind im VBS-Kataster 330 bleiverseuchte Zielgebiete verzeichnet. In diese Zahl nicht eingerechnet sind über hundert belastete Schiessareale, welche die Armee von Privaten und Gemeinden in Anspruch genommen hat.
(ast/sda)


























