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Spitalfinanzierung
03. Mai 2011 16:33; Akt: 03.05.2011 17:33 Print
Prämien steigen durch neuen Verteilschlüssel
Der neue Verteilschlüssel zur Spitalfinanzierung führt in 19 Kantonen zu höheren Krankenkassenprämien. In einzelnen Kantonen können die Kosten um über sieben Prozent steigen.

Die neue Spitalfinanzierung tritt am 1. Januar 2012 in Kraft und soll eine leistungsorientierte Vergütung nach Fallpauschale bringen. (Bild: Keystone)
Die neue Spitalfinanzierung ist einen Schritt weiter. Die Kantone haben die Verteilschlüssel für die Fallpauschalen festgelegt. Da sie beim gesetzlichen Minimum und in einer Übergangszeit darunter bleiben, steigen in 19 Kantonen die Krankenkassenprämien.
Der Kostenteiler für die neuen Fallpauschalen führt 2012 in 19 Kantonen zu einem Prämienschub bei den Krankenkassen. Ein Überblick über Verteilschlüssel und Prämieneffekt (Quelle: santésuisse):Kanton Kantonsanteil Prämieneffekt
BL 55 % 1,1 %
BS 55 % 7,6 %
BE 55 % - 4,9 %
AG 47 % 1,9 %
AI 49 % 6,1 %
AR 47 % - 0,2 %
FR 47 % 4,7 %
GE 55 % 4,5 %
GL 52 % 3,2 %
GR 55 % 0
JU 55 % 0,5 %
LU 50 % 0,1 %
NE 55 % 2,8 %
NW 45 % 5,2 %
OW 47 % 4,6 %
SH 53 % 1,8 %
SG 50 % 4,7 %
SO 50 % 3,1 %
SZ 50 % 2,6 %
TG 48 % - 0,6 %
TI 50 % - 6,6 %
UR 52 % 2,7 %
VD 55 % 2,5 %
VS 52,5 % 1,7 %
ZG 47 % 0,1 %
ZH 51 % 4,9 %
Schweiz 1,6 %
Auf die gesamte Schweiz gesehen generiert der neue Verteilschlüssel einen Prämienschub von 1,6 Prozent, wie der Krankenkassenverband santésuisse am Dienstag in einem Communiqué mitteilte. In sieben Kantonen ist der Verteiler prämienneutral oder hat senkenden Effekt.
Die neuen Spitalfinanzierung tritt am 1. Januar 2012 in Kraft. Statt nach Aufenthaltstagen im Spital bringt sie eine leistungsorientierte Vergütung nach Fallpauschale. Das Gesetz sieht dafür einen neuen Verteilschlüssel vor.
Neun Kantone bereits mit Höchstwert
Demnach finanzieren die Kantone mindestens 55 Prozent der Pauschale aus Steuergeldern, 45 Prozent zahlen die Krankenkassen. In einer Übergangsfrist von fünf Jahren sind tiefere Kantonsanteile zulässig, wenn das Prämienniveau in einem Kanton unterdurchschnittlich ist.
Den nun festgelegten Kostenteilern setzten neun Kantone bereits beim späteren Grenzwert von 55 Prozent an. Keiner ging darüber hinaus, obwohl das Gesetz das vorsieht.
Die anderen Kantone entschlossen sich für einen tieferen Ansatz. Den minimal zulässigen Ansatz von 45 Prozent wählte der Tiefsteuerkanton Nidwalden. Gemäss santésuisse-Berechnungen brockt er allein damit seinen Einwohnern einen Prämienschub von 5,2 Prozent ein.
Basel-Stadt an der Spitze
Spitzenreiter beim Schub durch den Verteilschlüssel ist der Kanton Basel-Stadt. Obwohl er aufs Maximum von 55 Prozent geht, steigen die Prämien um 7,6 Prozent. Auf einen zünftigen Schub von 6,1 Prozent gefasst machen müssen sich auch die Versicherten im Kanton Appenzell-Innerrhoden. Dieser Halbkanton zahlt 49 Prozent an die Fallpauschalen.
Prämienneutral wirkt sich der Verteilschlüssel von 55 Prozent in Graubünden aus. Einen prämiensenkenden Effekt um 6,6 Prozent erwartet santésuisse im Tessin und einen solchen von 4,9 Prozent im Kanton Bern. Die beiden Kantone wählten ebenfalls 55-prozentige Beteiligungen. In den anderen vier Kantonen bewegt sich der Rückgang im Zehntelsprozentbereich.
(sda)
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Alle 44 Kommentare





























Solange sich nichts ändert
Solange alle Illegalen, Sans Papiers etc. Anrecht auf ärztliche Versorgung haben, solange werden die Krankenkassenkosten automatisch steigen. Es wandern ja schliesslich täglich mehr Asylanten oder ähnliches mit entspr. Ansprüchen ein.
Abkassieren und verschleudern !
a. Viele Leistungen sind viel zu teuer (Siehe IV Material) b. Die vielen Krankenkassen werben viel für Kunden. Lösung ; Einheitskrankenkasse für alle!
Prämie nach Einkommen/Vermögen
Ich bin dafür das Ganze von einer anderen Seite anzuschauen:Warum sollen nicht die Rechen (Bsp Einkommen ab 350'000p.A.)einen höheren "Solidaritäts"beitrag in Prämienform zahlen wodurch die Erhöhungen für die tiefen Einkommen (Bsp tiefer als 50'000p.A.)wegfallen repsektive die Prämien sinken?