Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
04. Oktober 2007 22:55; Akt: 13.11.2009 17:27 Print
Bergdrama an der Jungfrau: Instruktoren im Justiz-Visier
Eine selbst ausgelöste Lawine war der Grund für das Jungfraudrama. Das Militär ermittelt gegen die Bergführer wegen fahrlässiger Tötung.
Die beiden Seilschaften hätten «höchstwahrscheinlich» selbst eine Lawine ausgelöst – eine Auslösung durch Dritte oder Tiere sei «höchst unwahrscheinlich». Dieser Schneerutsch sei die Ursache für den Absturz gewesen. Zum Zeitpunkt der Expedition sei die Lawinengefahr erheblich gewesen, sie habe der Gefahrenstufe 3 entsprochen. Das ist die Haupterkenntnis, die der militärische Untersuchungsrichter Christoph Huber gestern zum Bergdrama an der Jungfrau vom 12. Juli bekannt gab. Bei der Tour waren fünf Rekruten und ein Wachtmeister in den Tod gestürzt.
gführer weiter tätig
Die zwei Bergführer der Armee sind nach wie vor beim Kompetenzzentrum Gebirgsdienst in Andermatt als Instruktoren tätig. Dies sagte Daniel Reist, Informationschef Heer, gestern auf Anfrage. Zunächst müssten das Gutachten und die Aussagen der Justiz analysiert werden. Die zwei Männer seien ausgebildete Bergführer und als Instruktoren tätig. Momentan führten sie aber keine Gebirgseinsätze durch.
Die Armee hat mit dem gestrigen Gutachten Spekulationen aus dem Weg geräumt, wonach der Fehltritt eines Soldaten der Grund für die Katastrophe hätte gewesen sein können. Gegen die zwei verantwortlichen Bergführer wird Huber nun eine Voruntersuchung wegen fahrlässiger Tötung eröffnen. Trotzdem: «Es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung», so Huber.
SDA/AP


























