04. Mai 2004 23:41; Akt: 05.05.2004 00:02 Print

Brutaler «Fehltritt» eines Stadtpolizisten am 1. Mai

Ein Stadtpolizist versetzt einem verhafteten Demonstranten am 1. Mai einen Tritt zwischen die Beine: Ein grober Fehler, der für den Polizisten Konsequenzen haben wird.

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Bei der Stadtpolizei Zürich ist man enttäuscht und erschrocken über den Zwischenfall. «Wegen einer Person wird nun die Stadtpolizei wieder in ein schlechtes Licht gerückt», bedauert Sprecher Marco Cortesi gegenüber 20 Minuten. Nachdem die Polizei gestern mit den U1-TV-Bildern konfrontiert wurde, habe man sofort eine interne Untersuchung eingeleitet. «Wir distanzieren uns von einem derartigen Verhalten. Das können wir nicht tolerieren», betont Cortesi. Wie es zum verhängnisvollen «Fehltritt» kommen konnte, ist unklar.

Der betroffene Polizist hat sich bisher nicht geoutet. Da sein Gesicht auf den Bildern nicht zu erkennen ist, dürfte eine Identifizierung länger dauern. Auch das Opfer hat sich bis heute nicht bei der Stadtpolizei gemeldet. Die interne Untersuchung wird aber unabhängig davon vom Chef Rechtsdienst durchgeführt.

Der Zürcher FDP-Gemeinderat Beat Badertscher wie auch SP-Gemeinderätin Judith Bucher halten den Zwischenfall für inakzeptabel und loben die sofortige Reaktion des Polizeikommandos. Welche Konsequenzen den Polizisten erwarten, konnte Cortesi noch nicht sagen.

Sandra Hänni