SP-Spot

22. Oktober 2009 14:12; Akt: 22.10.2009 17:39 Print

Kinobetreiber zeigt Politwerbung der SP nichtKinobetreiber zeigt Politwerbung der SP nicht

von Lukas Mäder - Die SP ist empört: Ihr neuer Werbespot kommt nicht bei allen Kinobetreibern an. Ausgerechnet die Marktführerin Kitag zeigt ihn nicht. Die Sozialdemokraten sprechen von Zensur, weil der Kino-Multi andere Politwerbung zuliess.

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Stein des Anstosses: SP-Werbespot für das Kino. (Quelle: SP) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Nach der grossen Freude eine kalte Dusche: Am Dienstagabend feierte der neue Werbespot der Sozialdemokraten Premiere, am heutigen Donnerstag hätte er anlaufen sollen (20 Minuten Online berichtete). Doch die Partei musste ihre Kampagne umbuchen. Die grösste Kinobetreiberin, die Kitag, will den Spot nicht zeigen — mit einer lapidaren Begründung, wie SP-Generalsekretär Thomas Christen findet: «Im Brief steht, dass die Kitag unseren Spot nicht zeigt, weil er einen politischen Inhalt hat.»

Willkürlicher Entscheid der Kitag

Besonders erzürnt ist die SP, weil die Kitag nicht grundsätzlich keine politische Werbung schaltet. «Davon stand nichts im Brief», sagt Christen. Und er kennt mindestens ein Beispiel, bei dem die Kitag in der Vergangenheit Politwerbung gezeigt hatte: Werbung für ein Ja zur Personenfreizügigkeit. «Das ist willkürlich und diskriminierend, wenn die Kitag die eine politische Werbung zulässt und andere nicht.» Zumal der Spot niemanden beleidigt oder verletzt, sagt Christen. «Wir sind überrascht von dieser Zensur einer politischen Partei.» Die Kitag hat eine Anfrage von 20 Minuten Online nicht beantwortet.

Die Absage hat für die Kampagne der SP Folgen. Sie musste einen Teil der geplanten Schaltungen umbuchen, einen Teil ganz absagen. Denn die Kitag hat als grösste Schweizer Kinobetreiberin 85 Säle in Zürich, Bern, Basel, Luzern und St. Gallen — und hat damit eine starke Marktmacht. Jetzt läuft der Spot heute Abend noch in 30 Kinosälen an. Immerhin hat die Kitag kein Monopol in Bern und Zürich, wo die Kampagne wegen anstehender Wahlen besonders wichtig ist. «Der Spot wird an beiden Orten zu sehen sein, aber nicht im gewünschten Ausmass», sagt Christen.

Geteilte Reaktionen auf SP-Spot

Der nicht unumstrittene Werbespot der SP geht neue Wege in der Schweizer Politwerbung. Es handelt sich um eine reine Imagekampagne, wie sie auch für eine privatwirtschaftliche Firma werben könnte. Das fand laut Christen beim Premierepublikum, hauptsächlich SP-Sympathisanten, Anklang: «Die Rückmeldungen sind sehr positiv. Der emotionale Ansatz und die professionelle Umsetzung überzeugten.» Zwar gebe es auch negative Reaktionen, die verschiedene Punkte kritisieren — auch die unpolitische Botschaft. Das stört Christen aber nicht: «Negative Reaktionen gibt es immer.» Er freue sich über die vielen positiven Rückmeldungen.

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  • Stefan Berger am 26.10.2009 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    Diesen guten Spot zeigen

    Jeder soll die Möglichkeit haben, diesen Spot zu sehen. Er ist gut, nicht beleidigend und mir 20 Mal lieber als all die Alk- und Tabakwerbung. Wenn alle Parteien so kommunizieren würden, wäre die Politikverdrossenheit wohl geringer.

  • mg am 24.10.2009 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    liebe svpler jammert nicht immer

    es ist nicht korrekt wenn man das svp plakat verbietet (auch wenn es eine schande ist). es ist aber auch nicht korrekt den sp spott nicht zu zeigen. Dies ist schlichtweg zensur. und die, die hier jammern wegen der einwanderung: die arbeitgeber holen die ausländer u. bestimmt nicht die sp oder der sg

  • Albert Zimmermann am 24.10.2009 05:22 Report Diesen Beitrag melden

    Die Partei der Causescu-Anbeter und Haus

    besetzer fühlt sich schlecht behandelt. In ganz Europa sind die Menschen aufgewacht, haben die Linken in die Wüste gejagt, in Seldwyla werden aber wohl noch ein paar Jahrzehnte Kommunistenparolen und Phantasien Stil -und Anstandsvoll dominieren, und die linken Abzocker sich im Staatsspeck tummeln