Lösung gesucht

01. Juni 2012 19:54; Akt: 01.06.2012 22:00 Print

Unternehmens-Steuer - neuer Deal mit EU?

Die EU erachtet die Steuerregimes gewisser Schweizer Kantone als diskriminierend. Der Bundesrat hat deshalb beschlossen, den Dialog aufzunehmen.

storybild

Der Kanton Luzern hat tiefe Unternehmenssteuern - in den Augen der EU ist dies diskriminierend. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Bundesrat will mit der EU über die Unternehmensbesteuerung verhandeln. Am Freitag hat er den Mandatstext für den Dialog verabschiedet.

«Materiell sind es Verhandlungen», sagte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf vor den Medien. Der Bundesrat habe den Rahmen festgelegt, innerhalb dessen er bereit sei, die Forderungen der EU zu erfüllen.

Einzelheiten gab das Finanzdepartement (EFD) nicht bekannt. Ziel des Dialogs sei es, bei der Unternehmensbesteuerung eine Lösung zu finden, die international akzeptiert sei und gleichzeitig den Unternehmensstandort Schweiz stärke und die Finanzhaushalte von Kantonen und Bund im Lot behalte, teilte das EFD mit.

EU-Verhaltenskodex soll übernommen werden

Für die EU sind die Steuerregimes gewisser Kantone diskriminierend, weil diese Unternehmensgewinne von in- und ausländischen Firmen unterschiedlich besteuern. 2010 hatte die EU die Schweiz eingeladen, den EU-Verhaltenskodex zur Unternehmensbesteuerung zu übernehmen. Seither fanden Sondierungsgespräche mit der EU statt, um die Bedingungen für einen Dialog abzustecken.

Der Mandatstext sei von der Konferenz der Kantonsregierungen gutgeheissen worden, schreibt das EFD. In den kommenden Wochen konsultiere der Bundesrat zudem die zuständigen Kommissionen der Eidgenössischen Räte.

Im Mandatstext legt der Bundesrat drei Ziele fest. Erstens soll die steuerliche Attraktivität des Unternehmensstandortes Schweiz gewahrt und weiterentwickelt werden. Zweitens soll die internationale Akzeptanz der schweizerischen Unternehmenssteuerordnung gefördert werden. Drittens sollen die Einnahmen von Bund, Kantonen und Gemeinden zur Finanzierung staatlicher Tätigkeiten sichergestellt sein.

(sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Cornel Schindler am 02.06.2012 08:01 Report Diesen Beitrag melden

    EU soll eigene Probleme lösen

    Die EU soll mal ihre eigenen Probleme lösen und schauen dass ihre Mitglieder nicht abstürzen und wieder auf den rechten Weg kommen. Und was Steuerfragen angeht, könnten sie sich mal was abgucken. Denn bei uns funktioniert es anscheinend.

  • kistler yves am 01.06.2012 22:38 Report Diesen Beitrag melden

    nicht schon wieder

    frag mich langsam ob frau widmerschlupf auf der lohnliste der eu steht, zumindest bring sie deutschland mehr als der schweiz.

  • Daniel P. am 02.06.2012 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz im Gegenteil!

    Wie lange es wohl dieses Mal dauern wird bis die Schweiz wieder nachgibt? Die EU Steueroasen geniessen aber ein Sonderrecht? Interessant. Wir sollten Wirtschaftszonen mit bzw. für Briefkästen errichten und dort die Steuern für neue ausländischer Unternehmen auf 0-2% senken. In anderen Regionen bezahlt man ja überhaupt keine Steuern! Nur darf man das nicht so offen sagen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter2106 am 02.06.2012 17:27 Report Diesen Beitrag melden

    Fehl am Platz

    Ich finde es hanebüchen, wie sich die EU dauernd in unsere inneren Angelegenheiten mischt. Noch schlimmer allerdings ist, dass Madame Widmer-Schlumpf immer wieder auf die Forderungen der EU ein geht. Diese Frau ist schlichtweg fehl am Platz, den sie besetzt.

  • Euroheini. am 02.06.2012 16:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hosenflattern 

    Wie kann man nur das Hosenflattern bekommen. So abhängig sind wir auch nicht, das man alles macht was die EU will. Eines ist sicher, die nächsten 20 Jahren sind wir nicht in der EU, weil wir ein System haben das schon 100 Jahre funktioniert das hat die EU nicht möchte es aber gerne.

  • Hermann am 02.06.2012 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Verkauf der Eidgenossenschaft

    Was der Bundesrat betreibt kann man dem Verkauf der Eidgenossenschaft gleichstellen. Ich bin sehr entzürnt und werde die Vorlage "Staatsverträge vors Volk" und "BR vors Volk" annehmen. Ich fühle mich wie von Brüssel regiert. Unfassbar diese Marionettenregierung in Bern.

  • Leser am 02.06.2012 15:17 Report Diesen Beitrag melden

    Immer nur fordern...

    Die EU soll nun mal aufhören von der Schweiz immer nur zu fordern, es währe an der Zeit mal darüber nachzudenken uns etwas gutes zu tun. Zum Beispiel 80% der Kosten für die zweite Gotthard - Röhre zu übnernehmen!!!

  • Diego am 02.06.2012 14:19 Report Diesen Beitrag melden

    Fertig Schluss

    Wir sind ein freier Rechtsstaat mit gültigen Gesetzen. Warum müssen wir immer mit jemandem der andere Gesetze hat drüber verhandeln? Wir meckern doch auch nnicht ständig egen denen ihren. Oder ist neu jedes Gesetz verhandelbar?

Immobilien

powered by

Immobilien finden

PLZ
Preis bis
Zimmer bis

Nachmieter finden? Jetzt bei homegate.ch inserieren