Neues Merkblatt der Armee

18. April 2010 10:33; Akt: 18.04.2010 17:42 Print

Ausnahmen für Muslime und LandwirteAusnahmen für Muslime und Landwirte

Kein Schweinefleisch, spezielle Gebetszeiten: Für Muslime, Juden und andere nichtchristliche Soldaten gelten besondere Regeln. Auch Bauern werden auf Wunsch anders behandelt.

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Unterdessen ist in einzelnen Rekrutenschulen rund jeder zehnte angehende Soldat ein Muslim. (Symbolbild) (Bild: Keystone)

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Die Schweizer Armee verfügt neu über ein Merkblatt zum Umgang mit nichtchristlichen Wehrleuten. Neben den Speisegeboten wie dem Schweinefleischverbot regelt es auch die Gebetszeiten. Der Muslim in Feldgrau soll sich nur einmal täglich gegen Mekka verneigen.

Das Merkblatt für nichtchristliche Soldaten entspreche einer Tradition der Schweizer Armee, sagte VBS-Sprecher Martin Bühler zu einem Bericht der «NZZ am Sonntag».

Schon immer habe das Militär im Wissen, eine Zwangsgemeinschaft zu sein, Ausnahmen gemacht und genehmigt. Sonderregelungen gebe es bereits für jüdische Kameraden. Auch Landwirte etwa profitierten von Ausnahmen, wenn in ihrem Betrieb Not am Mann sei.

Nun können muslimische Rekruten vor der Sommer-RS beim Schulkommando melden, dass sie kein Schweinefleisch essen. Unterdessen ist in einzelnen Rekrutenschulen rund jeder zehnte angehende Soldat ein Muslim. Die Küche wird ihnen Alternativ-Menüs auftischen. Auch die Selbstverpflegung ist möglich.

Das Merkblatt regelt neben den Speisevorschriften auch den Urlaub für die offiziellen religiösen Feiertage und die Gebetszeiten. Da ein Muslim im Wehrdienst die fünf täglichen Gebetszeiten nicht gut einhalten kann, soll er sie nach Dienstschluss in einem Gebet zusammenfassen. Nach Armeeangaben ist dies möglich. Das Merkblatt wurde zusammen mit zwei Muslimen ausgearbeitet.

Für die Gebete von Angehörigen aller Religionen stellt die Armee geeignete Räume zur Verfügung. Auf einzelnen Waffenplätzen gibt es einen «Raum der Stille». Wo solche Räume fehlen, kann auch ein Schulungsraum benutzt werden.

(sda)

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  • Shopper am 20.04.2010 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    Und die Shopper

    Ich shoppe sehr gerne und benötige Champagner und Kaviar. Bekomme ich das auch? *lach*... bin im übrigen nicht im Militär, die Dienstleistenden tun mir sowas von leid, mit oder ohne Koscher, Halal, Veganer Essen. Ihr regt euch über sowas! Schafft lieber die Wehrpflicht ab, dann kann man die Menüs so lassen

  • ahteist am 20.04.2010 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    und die JUDEN`?

    Komischerweise sagt niemand etwas gegen die Juden...für denen gibt es auch spezielle Regelungen, abr die Moslems stehen wie immer im Vordergrund... Geld hat die Macht :D

  • I.Q am 19.04.2010 18:18 Report Diesen Beitrag melden

    Himmeltraurig !!!

    Endlich wieder ein Thema, bei dem wieder auf eine Minderheit herumgehackt,werden kann.Woher kommt soviel Hass, intoleranz,Agression und Bitterkeit. Vor langer Zeit wurden italienische Gastarbeiter beleidigt, danach die Vietnamesen,dann die Tamilen,dann die Afrikaner und nun die Moslems. Woher kommt diese innere Angst, dieser Egoismus, dieser Hass und diese Agression. Was ist mit den christlichen Werten (liebe deien Nächsten wie dich selbst!!!????).

    • justin am 20.04.2010 12:37 Report Diesen Beitrag melden

      kein hass auf die religion an sich

      aber ich werde sauer wenn man meine religösen-feiertage streicht mit der begründung das man keine ausnahmen macht. und dann muss man lesen das andere religionen bevorzug behandelt werden. DAS verursacht denn hass. etwa die hälfte meiner familien sind muslime ein anderer teil jüdisch und wieder ein anderer teil christlich. wir kommen miteinander aus. aber sie haben alle selber schon gesagt wie der staat die eigenen christen verarscht. und das von einem cousin der muslim ist. entweder werden alle gleich behandelt im militär oder es gleich abschaffen

    • Martin Studer am 20.04.2010 12:40 Report Diesen Beitrag melden

      Guter Witz

      Liebe Deinen nächsten?? Guter Witz, mach mal das TV an, und schau dir an Wie Lieb wir uns haben. Willkommen in der Wirklichkeit. Weisst du wo das Problem ist? Es gibtZUVIELE von uns.

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