Trend «Tittooing»

24. April 2013 22:28; Akt: 25.04.2013 14:49 Print

Frauen wollen die perfekten Brustwarzen

Zu hell oder zu gross? In England lassen sich Frauen vermehrt ihre Brustwarzen verschönern. Der Trend mit dem Namen «Tittooing» schwappt jetzt auch in die Schweiz über.

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Die Vaginalstraffung soll zu einem erfüllteren Sexualleben bei Paaren führen. Nur ein OP-Trend von vielen. Aus England kommt ein neuer Hype auch in die Schweiz: «Tittooing». Dabei werden die Brustwarzen der Frauen farblich und in der Grösse korrigiert. Wenn es um Schönheit geht, wird offenbar kein Körperteil verschont, wie diese Bildergalerie zeigt. Schönheitsoperationen liegen weltweit hoch im Trend. Auch bei Minderjährigen. 2011 wurden in den USA 230'617 Eingriffe an Teenagern vorgenommen, u. a. Nasenkorrekturen (33'892), Brustreduktionen bei Jungs (14'371), Botox-Injektionen (16'160) und Brustvergrösserung (8892). Er hat das Soft-Lifting erfunden: Dr. Michel Pfulg ist ein renommierter ästhetischer und plastischer Chirurg sowie Gründer der Laclinic in Montreux. Helena Rubinstein hat zusammen mit dem Experten die neue Anti-Aging-Linie Re-Plasty entwickelt, die auf Behandlungen der ästhetischen Medizin basiert. Helena Rubinstein (1870-1965), die Gründerin des gleichnamigen Labels, begann mit 18 Jahren ein Medizinstudium in Krakau und danach in Zürich. Sie brach es ab, wanderte nach Australien aus und eröffnete 1902 ihren ersten Schönheitssalon. Sie eröffnete zwei weitere Schönheitssalons - und zwar in London (1908) und Paris (1912). 1914 wanderte Rubinstein in die USA aus und baute sich ein Kosmetikimperium auf. Bis zu ihrem Tod umfasste ihr Unternehmen 100 Niederlassungen in 14 Ländern und rund 30'000 Beschäftigte. Das Label gehört auch heute noch zu den führenden Marken im Luxus-Beauty-Segment. In Hollywood gibt es wohl kaum einen Star, der sich nicht durch ästhetische und plastische Chirurgie hat verschönern lassen. Megan Fox (26) hat sich mehrmals unters Messer gelegt - und zwar für eine Augenlid- und Nasen-Korrektur. Zudem hat sie sich Lippen und Wangen aufspritzen lassen. Scarlett Johansson (27) hat sich die Nase verkleinern und die Lippen aufspritzen lassen. Schauspielerin Cameron Diaz (39) hat sich 2011 die Brust vergrössern lassen. Gemäss Aussage mehrerer plastischer Chirurgen hat sich Miley Cyrus (19) die Brüste vergrössern lassen. Hollywood-Beau George Clooney (51) legte sich vor einigen Jahren zwecks einer Augenlid-Korrektur unters Messer. Dies hat er auch öffentlich zugegeben. Sandra Bullock lässt sich durch Hyaluronsäure- und Botox-Injektionen verjüngen. Michelle Pfeiffer (54) hat einen guten Beauty-Doc gewählt. Sie hat sich mehrmals unters Messer gelegt (u. a. für eine Nasen-OP) und sich auch Lippen und Wangen aufspritzen lassen. In «Dark Shadows», dem neuen Film von Tim Burton, sieht sie auch in Nahaufnahmen fantastisch aus. Bevor sie als Rachel Green in «Friends» internationalen Ruhm erlangte, liess sich Jennifer Aniston (43) ihre Nase operieren. Jennifer Garner (40), die Ehefrau von Ben Affleck, liess sich Lippen und Falten aufspritzen und den Busen vergrössern. Für die Schönheit legte sich auch Filmstar Ryan Gosling (31) unters Messer. Seine grosse Hakennase störte ihn. In der Schweiz wird jede fünfte Schönheits-OP an einem Mann durchgeführt. Erfolgreiche Männer wie Sylvester Stallone (65) und Arnold Schwarzenegger (64) zeigen sich in der Öffentlichkeit weiterhin sehr gepflegt und immer stylish angezogen. Gemäss Dr. Richard Ellenbogen aus Beverly Hills hat sich Schwarzenegger einiges machen lassen: Facelifting, Halsstraffung, Kinnkorrektur und Faltenaufspritzung. Auch Schauspielerin Blake Lively (24) hat sich einer Nasen-OP unterzogen. Hier der Vergleich: Die Hakennase (links) ist einer perfekten Nase gewichen. Dita Von Teese (40) hat sich den Busen vergrössern lassen. Ihr Markenzeichen ist ihre makellose Porzellanhaut. Da sie die Sonne immer gemieden hat, hat sie fast keine Falten. Die Australierin Nicole Kidman lässt sich seit Jahren Botox spritzen. Schauspieler Matt Dillon (48) hat sich einer Nasen-OP unterzogen. Seine Nase war früher breiter. Auch Oscar-Preisträgerin Halle Berry hat sich die Nase verkleinern lassen. La Toya Jackson (55) war als junge Frau sehr hübsch. Ende der 80er-Jahre begann jedoch ihr Beauty-OP-Marathon: Nasen-OP, Kinn-OP, Brustvergrösserung, Lidstraffung, Wagen-Aufspritzung, Botox, Filler usw. Der grösste Feind der Haut? Die Sonne. 80 % der Falten sind auf UV-Strahlen zurückzuführen. Donatella Versace (57) hat sich nie einen Deut darum geschert. Sie ist eine Sonnenanbeterin. Die durch die Sonne verursachten Hautschäden können jedoch nicht mehr rückgängig gemacht werden. Faltenlos um jeden Preis: Entertainerin Joan Rivers (81) war ein bekennender Beauty-OP- und Botox-Fan. Das Gesicht wirkte allerdings unnatürlich und maskenhaft. Am schlechtesten wurde die Augenpartie-Straffung durchgeführt. Mickey Rourke war als junger Mann sehr attraktiv. Leider hat er sich in die Hände unprofessioneller Beauty-Docs begeben. Die Transsexuelle Amanda Lepore gehört zu den meistoperierten Möchtegern-Stars der Welt. Ihr Alter gibt sie mit 44 an. Wers glaubt, wird selig.

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Brust-Operationen sind in der Schönheitschirurgie mittlerweile Gang und Gäbe. Doch seit neustem haben Frauen noch einen zusätzlichen Flecken an ihrem Körper entdeckt, den sie verbessern wollen: die Brustwarze. Ähnlich wie bei einem Tattoo lassen sich vermehrt Frauen ihre Brustwarze mit einer speziellen Nadel farblich verändern, oder sie optisch verkleinern. Bei dieser Prozedur wird Farbe in die mittlere Hautschicht injiziert. Wie «The Telegraph» berichtet, wird in England dieser neue Schönheitstrend mittlerweile als «Tittooing» bezeichnet - eine Wortschöpfung aus den englischen Begriffen «Tits» - umgangssprachlich für Brüste - sowie «Tattoo». Mediziner sprechen bei diesem Eingriff jedoch von einer Mikropigmentierung der Brustwarzen.

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Auch in der Schweiz ist dieser Trend mittlerweile angekommen. «Dass sich Frauen ihre Brustwarzen nach einer Brust-OP oder Bruststraffung ausbessern lassen, gibt es schon länger. Neu ist allerdings, dass vermehrt auch Frauen ohne diese Eingriffe ihre Brustwarzen verbessern möchten», sagt Barbara Köhler, Quality Manager des Prevention Center, eines Zentrums für Schönheits-Eingriffe. «Zu uns kommen zum Beispiel Frauen, die ihre Brustwarzen zu gross finden. Dann können wir mit Hilfe einer hautfarbenen Pigmentierung die Brustwarze optisch kleiner wirken lassen», sagt Köhler.

Lokale Betäubung

Zwischen 1000 und 2000 Franken koste diese Optimierung - leichte Schmerzen inklusive. «Wir verwenden Crèmes, welche die Brustwarzen betäuben. So ist der Eingriff deutlich weniger schmerzvoll als zum Beispiel ein Permanent-Make-Up an der Lippe.» Wichtig sei, dass steril und sauber gearbeitet werde. «Sonst könnte es zu einer Wundinfektion kommen», so Köhler. Andere Risiken gäbe es bei diesem Eingriff aber nicht. «Auch das Stillen mit einer korrigierten Brustwarze ist problemlos möglich.»

Neben der Grösse sehen auch bei der Farbe der Brustwarzen manche Frauen Optimierungsbedarf. «Manche meiner Kundinnen wünschen sich dunklere Brustwarzen», sagt Ingrid Bregenzer, Dermalpigmentorin und Expertin auf diesem Gebiet. Bregenzer vertreibt selber Farben, welche für die Pigmentierung der Brustwarzen verwendet werden. «Die Farbpalette reicht von Rosabeige über Zartbraun bis Sandbeige.» Wichtig sei, dass die Brustwarze individuell auf den Körper der Frau gezeichnet werde und natürlich ausschaut. Bei Bregenzer kostet die Behandlung zwischen 690 und 950 Franken.

Vorsicht bei Allergien

Doch nicht bei allen Frauen kann eine kosmetische Veränderung der Brustwarze durchgeführt werden, wie Daniel Fuchs, Facharzt für Dermatologie rät. «Es darf keine verdächtigen Muttermale in diesem Bereich haben und es sollten keine Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechten oder Allergien vorliegen», so Fuchs. Ausserdem müsse diese Art von Mikrotätowierung von einem professionellen Studio durchgeführt werden. «Insbesondere auf den Sterilitätszustand des Studios ist zu achten, sonst kann es zur Infektion mit HIV- oder Hepatitis-Viren kommen.» Unsachgemässes Arbeiten könne schwerwiegende Folgen haben. Auch die verwendete Farbe selber sollte hohen Standards entsprechen. «Die verwendeten Farbstoffe sollten praktisch keine polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe enthalten». Denn diese stehen im Verdacht krebserzeugend zu sein.

(bat)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SwissSail am 25.04.2013 22:12 Report Diesen Beitrag melden

    Glück gehabt

    Hoffentlich bemerken die Frauen nicht, wie unterschiedlich die erigierten Schwänze Ihrer Lover sind (gebogen nach oben, nach rechts, nach links, nach unten, schnurgerade, von den Längen ganz zu schweigen!) . Wow, das gäbe ein Geschnipsel

  • Kurt Geiger am 25.04.2013 22:27 Report Diesen Beitrag melden

    So lächerlich!

    Warum kein Foto? Wir alle wissen seit dem ersten Tag unseres Lebens, wie eine Brustwarze aussieht und wie man daran saugt!

  • Xoff Pardey am 25.04.2013 21:00 Report Diesen Beitrag melden

    Peinlich!

    Wie peinlich ist das denn! Einen Artikel über Brustwarzen-Schönheitsmassnahmen kann man schreiben...aber ein Foto einer Brust«Warze» (was für ein schreckliches Wort!) könnt ihr nicht zeigen?!?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Will Tell am 26.04.2013 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist los

    Was habt Ihr alle für ein Problem? Wenn jemand helle, hässliche Teller hat dann darf SIE die doch färben wie SIE will!? Analbleaching hat nicht halb so viele Reaktionen ausgelöst und ist wirklich etwas vom sonderbarsten, dass ich je gesehen habe...

  • Sonusfaber am 26.04.2013 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    Es war schon immer so!

    Apropos Schönheitswahn: Der einzige relevante Unterschied gegenüber früheren Epochen ist, dass man heute andere Mittel hat, andere Wege geht, um als hübsch zu gelten, um einem Schönheitsideal zu entsprechen. Der Drang, hübsch zu sein, seinen Mitmenschen zu gefallen, ist hingegen schon immer vorhanden gewesen - in jeder Gesellschaft. Und nicht weniger stark, nicht weniger abstrus als heute, haben doch z. B. Japanerinnen jahrzehntelang ihre Füsse, Europäerinnen jahrzehntelang ihre Taille und Brüste quälen müssen mit Massnahmen (Schuhen bzw. Korsetten), die man heute als abstrus abtut.

  • Bert am 25.04.2013 23:18 Report Diesen Beitrag melden

    Jedem das Seine

    Schönheitsoperationen sind bestimmt nicht immer das Beste oder Schlauste und ich selbst werde auch nie eine machen. Dennoch denke ich, dass es Situationen bzw. Körperteile gibt mit welchen man sich unwohl fühlt. Und sind wir ehrlich, eine Frau oder auch ein Mann, welche/r sich für den eigenen Körper schämt, ist meist höchst unerotisch. Ich denke bei diesen Operationen geht es nicht nur darum, dass der eigene Körper danach anders aussieht, sondern vorallem um das eigene Selbstwertgefühl. Somit macht man die Operationen für sich selbst und für niemanden anders.

  • Kurt Geiger am 25.04.2013 22:27 Report Diesen Beitrag melden

    So lächerlich!

    Warum kein Foto? Wir alle wissen seit dem ersten Tag unseres Lebens, wie eine Brustwarze aussieht und wie man daran saugt!

  • SwissSail am 25.04.2013 22:12 Report Diesen Beitrag melden

    Glück gehabt

    Hoffentlich bemerken die Frauen nicht, wie unterschiedlich die erigierten Schwänze Ihrer Lover sind (gebogen nach oben, nach rechts, nach links, nach unten, schnurgerade, von den Längen ganz zu schweigen!) . Wow, das gäbe ein Geschnipsel