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Juso
04. Oktober 2009 22:10; Akt: 04.10.2009 21:50 Print
Keine Privilegien für Muslime, weg mit dem Kreuz
Die Juso wollen eine absolute Trennung von Religion und Staat: Die Kirchensteuer soll abgeschafft und religiöse Symbole aus Schulen verbannt werden.
Das Positionspapier, das die Juso gestern publik gemacht haben, ist radikal: Die Kirchensteuer soll abgeschafft, religiöse Symbole aus dem Unterricht verbannt und theologische Fakultäten an staatlichen Unis geschlossen werden. Religiöse Privilegien an Schulen wie etwa Dispense für Musliminnen soll es nicht mehr geben. Sogar die Berufung auf «Gott den Allmächtigen» wollen die Juso aus der Bundesverfassung streichen.
Kruzifix in einer Schule.(Bild: Keystone)
«Die Privilegien der christlichen Landeskirchen sind ein Affront für Nichtgläubige», begründet Juso-Präsident Cédric Wermuth die Anliegen, die Einzug ins SP-Parteiprogramm halten sollen. Die Freidenker-Vereinigung applaudiert: «Fantastisch, dass diese Forderungen von einer Partei aufgegriffen werden», so Geschäftsleiterin Reta Caspar zur «SonntagsZeitung».
Säuerlich reagierte CVP-Sprecherin Marianne Binder: «Die Linke muss uns nicht vorschreiben, was wir zu glauben und denken haben.» Für Thomas Wipf, Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds, sind die Forderungen kontraproduktiv: «Das öffnet dem Sektierertum und dem Fundamentalismus Tür und Tor.» Da Religion nun mal gesellschaftliche Realität sei, müsse der Staat mit ihr auch tolerant umgehen, so Wipf.
(mu/20 Minuten)


























