Leser und ihre Haustiere

29. Dezember 2016 22:06; Akt: 29.12.2016 22:06 Print

Mit dem 26-Kilo-Jagdhund unter der Bettdecke

Die Hälfte der Schweizer nehmen ihre Haustiere mit ins Bett, wie eine Tierärztin sagt. 20-Minuten-Leser erzählen, weshalb sie mit ihrem Vierbeiner das Bett teilen.

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Die 20-Minuten-Leser mögen es tierisch im Bett. Gabriela Wittwer (63) aus Thusis GR nimmt ihre zwei Hunde abends unter die Decke mit. Der Grosse ist ein ungarischer Jagdhund und wiegt 26 Kilogramm. «Er schläft neben mir und gibt mir warm.» Auch Leserin Manuela Hugener hat im Bett Gesellschaft.: «Ich gehe mit meinen beiden Katern schlafen, ich finde das schön.» Die zwei verstehen sich offenbar gut. Die deutsche Schäferhündin von Mildred Niederheitmann darf ebenfalls mit in die Heia. Das sei nicht unhygienisch, da die Hündin häufig entwurmt werde und keine Ektoparasiten habe. Die vielen Hundehaare auf der Bettdecke könne man zwar nicht vermeiden, aber das mache schliesslich niemanden krank. «Wir putzen einfach viel.» Auch bei der Familie J. darf die Katze Jinda sich im Bett einkringeln. Die Katze verbringt den Tag allein, weil Herrchen und Frauchen arbeiten. «So ist es für die Katze schön, wenn sie wenigstens am Abend oder in der Nacht nicht allein ist», sagt Marco J. Auf Facebook haben Dutzende Bilder von ihren Haustieren im Bett gepostet. «Meine Frau sagte, wenn ich den Hund mit ins Bett nehmen, gehe sie ins Nebenzimmer. Gut haben Benschi und ich jetzt mehr Platz», schreibt Claudio Raschle. Auch dieser Hund darf unter die Decke des Herrchen schlüpfen. «Ich misstraue Menschen, die Hunde nicht mögen, aber ich traue jedem Hund, wenn er einen Menschen nicht mag», so Leser Severin Pasqual Mettler. «Wir haben zwei Hauskatzen. Vermeiden, dass sie aufs Bett gehen, kann man ja nicht», schreibt Mike Zogg. Er halte nicht viel von Türen, die man immer zumachen müsse, damit die Katze nicht ins Zimmer husche. «Deswegen haben die Katzen ein selbstgeschreinertes Bett in ihrer Grösse bekommen, das klappt auch ganz gut.» Diese beiden Katzen dürfen nur tagsüber ins Bett. «In der Nacht sind sie enorm aktiv», schreibt Leserin Ania Maus. Auch dieser Wuschelkopf verbringt nur den Tag im Bett der Meisterin. «In der Nacht schläft er lieber im eigenen Bettchen», so Daria Huser Die Hündin hat zwar bereits einen eigenen Sessel. Frauchen Andrea Steiner: «Sie darf aber auch auf das Bett kommen.» Die Familie Hauck fühlt sich geehrt: «Wir dürfen bei unseren Fellnasen im Bett schlafen.» «Natürlich schlafen wir zusammen», heisst es zu diesem Post. Ein Leser hat sogar seinen Papagei im Schlafzimmer. «Er schläft neben meinem Kopf. Es ist schön, wenn man eine solche Tierliebe empfindet, das Tier spürt dies sofort.» «Natürlich kommen meine zwei Katzen und der Hund zu mir ins Bett», sagt eine Leserin. Die Katzen seien ja sehr sauber, und der Hund werde noch ausgebürstet, bevor sie schlafen gehe. Auch dieses Büsi darf im Bett schlafen. «Aber er ist ein reiner Hauskater und geht einzig auf den Balkon», so Frauchen Selina Zwinggi. «Meine Katze schläft seit 15 Jahren mit auf meinem Kissen. Ich möchte sie nicht missen, wenn sie mich morgens mit einem Schnurren weckt», schreibt Leserin Vanessa Mescheder-Hupe zu diesem Bild. Haustiere im Bett finde sie überhaupt nicht eklig, schreibt Stephanie Amport. Ich habe lieber meine Tiere. «Viele Menschen, denen ich täglich begegne, sind viel ekliger.» «Nein, also ein Hund kommt mir nicht ins Bett», lautet der Kommentar von Sabrina Hartmann zu diesem Bild.

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Haustiere im Bett – Ja oder Nein? An dieser Frage scheiden sich die Geister, würde man meinen. Doch für die Mehrheit unserer Leser lautet die Antwort ganz klar Ja. Das sei nicht eklig, sondern schön. Einige schlafen gleich mit vier Vierbeinern auf derselben Matratze.

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20 %
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Insgesamt 17176 Teilnehmer

Shyla, die deutsche Schäferhündin von Mildred Niederheitmann, darf mit ihr und dem Freund unter die Decke schlüpfen. «Sie gehört zur Familie», sagt die 35-Jährige aus Schlieren. Das sei nicht unhygienisch, da Shyla häufig entwurmt werde und keine Ektoparasiten habe. Gegen die vielen Hundehaare auf der Bettdecke könne man zwar wenig tun, aber das mache schliesslich niemanden krank. «Wir putzen einfach viel.»

«Sie geben mir warm und ich bin nicht allein»

Auch Gabriela Wittwer (63) aus Thusis GR nimmt ihre zwei Hunde mit in die Heia. Der eine ist ein Vizsla, ein ungarischer Jagdhund. Er wiegt 26 Kilogramm und beansprucht einiges an Platz. Der andere ist ein Zwergspaniel. «Der Kleine rollt sich meist unten bei meinen Füssen ein. Der Grosse liegt neben mir.» Er stupfe sie jeweils, bis sie ihn zudecke, dann strecke er sich wie ein Mensch aus und schlafe neben ihr ein.

Früher, als ihr Mann noch bei ihr wohnte, musste der Dalmatiner, den sie damals hatten, im eigenen Bett schlafen. «Seit mein Mann mich verlassen hat, kann ich aber nicht mehr ohne meine Hunde im Bett schlafen.» Obwohl ihr in ihrem 1.20-Meter-Bett nicht viel Platz bleibe, fühle sie sich wohl. «Sie geben mir warm und ich bin nicht allein.»

«Wenn es ihnen nicht passt, dann verschwinden sie»

Für Leserin Erica Lüthi ist die Hygiene ebenfalls kein Problem: «Mein Perserkater darf in meinem Bett schlafen.» Es gebe nichts Saubereres als eine Katze. «Die putzen sich ja andauernd.»

R. V.* hat vier Haustiere und gleich eine ganze Schar im Nest: «Bei uns schlafen beide Hunde und Katzen auf dem Bett.» Es sei einfach gemütlich, wenn alle zusammen eingekuschelt seien. «Wenn es den Tieren nicht mehr passt, dann verschwinden sie von allein auf den Boden oder ins Wohnzimmer.»

«Der Hund wird vorher noch ausgebürstet»

Marco J.* und seine Frau teilen ihr Bett ebenfalls mit ihrem Büsi. «Weil wir beide den ganzen Tag arbeiten, ist es für die Katze schön, wenn sie wenigstens nachts nicht allein ist.»

Auch für Leserin Erika Bissig ist es selbstverständlich, dass ihre zwei Katzen und der Yorkshire-Terrier im Bett übernachten. «Die Katzen sind ja sehr sauber und der Hund wird noch ausgebürstet bevor wir schlafen gehen.»

«Hunde gehören nicht ins Bett»

Doch zwei Leserinnen gibt es dann doch, die ihr Bett nicht mit ihren Haustieren teilen mögen. «Ich liebe meinen Hund über alles, aber ich würde ihn deshalb niemals ins Bett nehmen. Das Bett gehört mir», sagt Sonja Tanner. Der Hund dürfe aber auf einer Decke im Schlafzimmer übernachten – auf seinem Platz.

Auch die 70-jährige K. F. * aus dem Malcantone TI will ihre vier Hunde nicht auf der Bettdecke: «Da hätte ich ja gar keinen Platz.» Einer ihrer Hunde ist ein Viringo – ein peruanischer Nackthund. «Sie ist unglaublich anhänglich, weil sie mit der Flasche aufgezogen wurde. Sie würde die ganze Nacht meine Nähe suchen.» Deshalb schlafen ihre Hunde in einer Box. Dort seien sie zufrieden, und sie habe ihre Ruhe. Man müsse doch auch Grenzen ziehen, sagt F. «Hunde dürfen nicht vermenschlicht werden, deswegen gehören sie nicht ins Bett.»

*Namen der Redaktion bekannt

(tab)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Giovanni Batalloni am 27.12.2016 06:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo "liegt" das Problem?

    Meine Frau schläft jedenfalls auch in meinem Bett. Ist manchmal auch ein wildes Tier!!!

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  • Marco S. am 27.12.2016 06:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meine Katze

    Ich nehme sie nicht ins Bett, denn sie wartet schon im Bett.

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  • Phil Smith am 27.12.2016 06:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leser meint

    Nehme mein Goldfisch auch immer mit ins Bett.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Simu am 28.12.2016 09:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Problem

    Unsere Katze liegt da wo es ihr passt. Kindbett ist tabu, lustiger weise müsste man ihr das nicht mal beibringen. Schlau die Alte.

  • Elsad Cafarov am 28.12.2016 00:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wieso nicht

    Ich will mit einem Nashorn. Oder einem Elefanten.

    • Gregori am 28.12.2016 20:28 Report Diesen Beitrag melden

      Spaß im Bett

      Es gab mal eine Zarin, die tat es allerdings nur mit einem Pferd. Viel spaß

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  • Heribert am 27.12.2016 23:06 Report Diesen Beitrag melden

    Katzenbu

    Die Nachbarskatze kommt fast jede Nacht zu mir ins Bett. Sie hat bei den Füssen ihren Platz und es gefällt ihr und auch dem Nachbarn gefällt's.

    • Gregori am 28.12.2016 20:25 Report Diesen Beitrag melden

      Katze im Bett

      Hallo Heribert Zu mir kommt die Nachbarin, dem Nachbarn gefällt es aber nicht

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  • Toemel am 27.12.2016 22:43 Report Diesen Beitrag melden

    Geliebte Samtpfoten

    Unsere zwei Katzen dürfen nach Lust und Laune bei uns im Bett schlafen ...auch diejenigen die mittlerweile im Katzenhimmel ruhen ...durften das schon ! dabei werden auch schon mal z.B. Nacht s um 3 Uhr die Krallen ausgefahren...am liebsten gegen meinen Hinterkopf...fühlt sich wie ein Liebesbekenntnis an...darauf schläft man einfach wieder ein...die Aura der Katzen tut der Menschenseele gut und die Bettwäsche lässt sich bekanntlich bei Bedarf waschen

  • Zombiestaat am 27.12.2016 22:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mensch VS Haustier

    Schaut man sich um ist es viel besser den Hund, Katze oder was für ein Haustier auch immer ins Bett zu lassen als manche Menschen. Gibt da viele die einem anwiedern wenn sie nur um gleichen Zugabteil sind.