Hassan Kiko

21. März 2016 09:36; Akt: 21.03.2016 14:44 Print

«Gott hat mir Angela geschickt»

von Qendresa Llugiqi - Der flüchtige Straftäter Hassan Kiko beteuert per Video seine Unschuld – und schimpft über das Essen im Gefängnis Limmattal.

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Hassan Kiko meldet sich per Video zu Wort. Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Mehr als einen Monat nach ihrer gemeinsamen Flucht gibt es ein Lebenszeichen von Aufseherin Angela Magdici (32) und Hassan Kiko (27). Auf Videos, die 20 Minuten zugespielt wurden, beteuert der verurteilte Vergewaltiger Kiko seine Unschuld.

Kiko war Anfang Dezember 2015 vom Bezirksgericht Dietikon zu vier Jahren Haft verurteilt worden, weil er im Auto eines Kollegen ein 15-jähriges Mädchen vergewaltigt haben soll. Es habe keine Beweise für die angebliche Vergewaltigung an dem Mädchen gegeben, so Kiko.

Schlechte Haftbedingungen

Zudem beschimpft er seinen Verteidiger, den Richter und den Staatsanwalt und kritisiert seine Haftbedingungen im Gefängnis. «Dieses Scheiss-Essen, das ich immer bekommen habe von diesen Scheiss-Menschen», so der Wortlaut Kikos. Weiter behauptet der flüchtige Häftling, er sei im Gefängnis misshandelt worden, und zeigt Hämatome an Bein und Nacken. Auch kritisiert Kiko, dass er die Zelle mit einem HIV-positiven Häftling hätte teilen müssen.

Die schlechten Haftbedingungen scheint er – neben seinem aus seiner Sicht unfairen Prozess – als Rechtfertigung für seine Flucht anzusehen.

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«Gott hat mir Angela geschickt»

Über Magdici sagt Kiko: «Ich habe gebetet: ‹Gott hilf mir, ich bin unschuldig.› Und Gott hat sie zu mir geschickt.» Gott habe seine Gebete erhört. Nicht mal das neue Gefängnis mit allen Türen habe seine – von Gott befürwortete – Flucht verhindern können.

Gemäss der Aussage von Magdici im Video, in dem sie sich an die Öffentlichkeit wendet, sind die Aufnahmen am 16. März entstanden – wo ist unklar. Genau wie Angela sitzt Kiko an einem Tisch mit einer auffälligen Decke mit Schmetterlingsmuster. Während er spricht, hält er eine Zigarette in der Hand. An der Wand hängt ein Rosenkranz mit Kruzifix. Bekannt ist, dass Kiko und Magdici nach ihrer Flucht die Grenze nach Italien passiert hatten.

Angela Magdici entschuldigt sich bei ihrer Familie – und bezeichnet Hassan Kiko als «Mann ihres Lebens»:
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