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Neues Sorgerecht
25. September 2012 21:18; Akt: 25.09.2012 21:20 Print
«Konflikte sind vorprogrammiert»
von S. Marty - Der Nationalrat hat sich für ein gemeinsames Sorgerecht ausgesprochen. Die drängendsten Fragen dazu beantworten wir Ihnen hier.

Eltern sollen sich künftig das Sorgerecht teilen.
Was wird sich mit dem neuen Sorgerechtsgesetz ändern?
Heute wird das Sorgerecht bei einer Scheidung meist einem Elternteil zugewiesen. Sind Mutter und Vater nicht verheiratet, steht es allein der Mutter zu. Mit dem neuen Gesetz soll das Sorgerecht in jedem Fall zwischen den Eltern geteilt werden. Für Oliver Hunziker, Präsident vom Verein verantwortungsvoll erziehender Väter und Mütter, ein wichtiger Schritt für alle Väter: «Das Gesetz ist eine Chance für mehr Gleichberechtigung.»
Der Bundesrat will auch getrennten oder geschiedenen Eltern das gemeinsame Sorgerecht für die Kinder zugestehen. Der Nationalrat ist am Dienstag auf die Vorlage eingetreten. Das Sorgerecht soll einem Elternteil künftig nur noch dann vorenthalten werden, wenn es zum Schutz des Kindes nötig ist – wie etwa bei Unerfahrenheit, Krankheit, Gewalttätigkeit oder Ortsabwesenheit. Die Vorlage geht nun in den Ständerat. Die Revision des Unterhaltsrechts ist noch in der Vernehmlassung.
Kann das Sorgerecht einem Elternteil aufgedrängt werden?
Diese Frage sorgte im Rat für hitzige Diskussionen. SP-Nationalrat Daniel Jositsch
Daniel
Jositsch
SP, ZH
NationalratVerbunden mit
Kaufmännischer Verband Zürich
weitere Verbindungen anzeigen wollte wissen, ob ein Vater das Sorgerecht übernehmen muss, wenn das Kind aus einer flüchtigen Bekanntschaft entstanden ist. Laut SVP-Nationalrat Pirmin Schwander
Pirmin
Schwander
SVP, SZ
NationalratVerbunden mit
Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (AUNS)
weitere Verbindungen anzeigen kann dann die Sorge der Frau übertragen werden. «Wenn sich der Vater nicht kümmern will, kann das Gericht das alleinige Sorgerecht beschliessen.»
Birgt das neue Gesetz bei verstrittenen Eltern nicht noch mehr Konfliktpotenzial?
Entscheide über alltägliche oder dringliche Angelegenheiten darf die Hauptbetreuungsperson weiterhin alleine treffen. Was das heisst, ist aber unklar und kann laut Monique Gerber, Zentralpräsidentin von Dachverband der Alleinerziehenden in der Schweiz, zu Machtkämpfen führen. «Konflikte sind vorprogrammiert. Wenn jemand nicht will, dass das Kind ins Gymnasium geht, kann er dies blockieren.»
Muss bei einem Umzug der andere Elternteil einwilligen?
Ja. So sieht es das neue Sorgerecht vor. Laut SP-Nationalrätin Margret Kiener-Nellen wird das aber «zu einem Run auf Behörden und Gerichte führen.»
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Alle 26 Kommentare

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Als Frau auf Seite der Männer!
Im Gegensatz zu früher,werden die Männer heute wirklich finanziell ausgebeutet!Dass viele deshalb frustriert sind,ist logisch.Wären wir Frauen umgekehrt auch.Wir gingen früher arbeiten trotz Kind, mindestens 50%.Heute heisst es: Kaum zumutbar! Vieles ist heute für junge Frauen nicht zumutbar,was wir älteren alles geschafft haben!Sie sind einfach nicht mehr belastbar,was die Gerichte unterstützen. Leider muss ich als Frau das bestätigen,was eben diesen jungen Frauen nicht gefallen wird.Allerdings bin ich nicht alleine mit dieser Meinung.
bitte nicht verallgemeinern
ich kenne viele Frauen,die stillschweigend auch leiden und finanziell ziemlich im Stich gelassen werden.nun-ich bin 52 und arbeite 100%,oft auch abends und wochenends noch...sollen die Kinder wegen den Differenzen der Eltern die Konsequenzen tragen?Ein geteiltes Sorgerecht bringt noch mehr Konflikte.Ich kenne es,kann aber nichts ändern.
da hast du recht
da muss ich dir als junge mutter aber zustimmen, früher hat man probleme behoben, heute geht man den problemen aus den weg.
Es gibt noch viel zu tun!
Möchte auch mal auf emanzipierten Mann machen und deshalb mal erwähnen, dass damit eine Gleichberechtigung noch lange nicht erreicht ist. Männer müssen immer noch länger als Frauen arbeiten, bei kürzerer Lebenserwartung, also länger einzahlen, weniger lang beziehen. Männer haben immer noch kein Anrecht auf eine Witwerrente, wenn die Frau gestorben ist. Und es besteht immer noch eine "allgemeine Wehrpflicht", wobei mit dem Wort allgemein seltsamerweise nur die Männer gemeint sind.
Recht = auch Pflicht
Alles spricht von Recht. Wer spricht von Pflicht? Niemand! Das ist heute schon so. Eine Besuchs PFLICHT gibt es nicht. Leider gibt es sehr viele Väter, welche weder Alimente zahlen (oder erst nach Betreibungen), noch die Kinder sehen wollen. Doch selten wird von denen gesprochen. Immer sind es die bösen Mütter. Sicher gibt es diejenigen, die die Kinder als Macht ausnutzen. Leider. Würden alle an die Kinder denken und ihr Wohl, wäre es für alle besser.
Keine Alimente für die Frau
Bei mir könnte eine Frau auch noch lange auf ihre Alimente warten. Ich würde nur das Kind finanziell unterstützen. Viele Väter landen in der Armut, wenn sie geheiratet haben und sich dann scheiden lassen, die Frau hatte bisher den Mann voll in der Hand, wenn dieser so dumm war und aufs HAIraten hereingefallen ist.
Betreuung?
Jeder Vater hat mindestens das Existenzminimum. Es gibt Famienväter., welche nicht xtausend verdienen, zulasten der Kinder, welche dann unter dem Existenzminimum leben müssen.
genau!
Bin voll einverstanden mit Tina! und kleiner Einwand für Mann:ich hab nie Alimente gekriegt...und nicht nur viele Männer landen in Armut,auch Frauen,das Wohlergehen ist ihnen gar wichtiger ,als ihr eigenes.......
da hast du recht" ein mann"
da stimm ich dir zu, warum heiraten??? jede dritte ehe wird geschieden, da keiner mehr kompromise und probleme lösen will. und die leidtragenden sind die kinder. darum haben wir nicht geheiratet und lben schon seit 9 jahren glücklich mit unsern kindern