Nach Gerichtsentscheid

05. Dezember 2011 09:57; Akt: 05.12.2011 10:09 Print

Nacktwanderer kapitulieren

Zwei Nacktwanderer in Appenzell Innerrhoden ziehen nach dem Bundesgerichtsentscheid ihre Einsprachen zurück. Damit akzeptieren sie ihre Busse.

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Die Nacktwanderer akzeptieren den Entscheid des Bundesgerichts. (Bild: Keystone)

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Der Entscheid des Bundesgericht von Mitte November, dass Nacktwandern von den Kanton unter Strafe gestellt werden darf, hat Folgen. In Appenzell Innerrhoden haben zwei Nacktwanderer ihre Einsprachen gegen die Strafbefehle zurückgezogen.

Durch den Rückzug der Einsprachen seien die beiden Strafbefehle rechtskräftig, teilte die Innerrhoder Staatsanwaltschaft an Montag mit.

Nachdem im Herbst 2008 mehrere Nacktwanderer im Alpstein aufgetaucht waren, verbot Appenzell Innerrhoden die Nackedei auf Wanderwegen. Seither besteht ein Strafnorm, die explizit das Nacktwandern verbietet. Vor dem Bezirksgericht waren die Fälle von zwei Personen pendent, welche die verhängten Bussen über 200 Franken angefochten hatten.

Absage an Nacktwanderer

Mit einem Grundsatzentscheid stellte sich das Bundesgericht den Anhängern des unverhüllten Naturerlebnisses in den Weg und bestätigte am 17. November eine im Kanton Appenzell Ausserrhoden verhängte Busse. Als Reaktion auf das Urteil hätten nun die beiden Nacktwanderer ihre Einsprachen gegen Strafbefehle wegen anstössigen Verhaltens zurückgezogen, schreibt die Innerrhoder Staatsanwaltschaft.

Mit seinem Urteil wies des Bundesgericht die Beschwerde eines 47- jährigen Mannes ab, der im Oktober 2009 im Gebiet Nieschberg bei Herisau AR nackt unterwegs gewesen war.

Er wanderte unter anderem an einer Feuerstelle vorbei, wo sich eine Familie mit Kleinkindern aufhielt. Zudem passierte er ein christliches Rehabilitationszentrum für Drogenabhängige. Eine Passantin stellte ihn schliesslich zur Rede und erstattete Anzeige.

Das Obergericht sprach ihn im vergangenen Januar des «grob unanständigen Benehmens» gemäss dem appenzell-ausserrhodischen Gesetz über das kantonale Strafrecht schuldig und büsste ihn mit 100 Franken. Die Strafrechtliche Abteilung des Bundesgericht bestätigte diesen Entscheid.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tom Huber am 05.12.2011 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    Probleme machen wo keine sind!!!

    Ich als Gelegenheitswanderer (immer mit Kleider) würde mich wohl kaum gestört fühlen wenn ich einen Nacktwanderer sehen würde. Das das nicht jedermanns oder Fraus Sache ist, kann ich durchaus verstehen. Im Normalfall und nicht an einer gefährlichen Stelle wo das Kreuzen erschwert ist, muss ich mir die anderen Wanderer ja nicht ansehen. Und noch etwas: Störender auf den Wanderwegen ist der Abfall und die Hundehaufen. Also liebe Mitmenschen geniesst eine schöne Wanderung und regt euch nicht über Probleme auf, wo eigentlich nüchtern betrachtet keine sind.

  • Michael Palomino (*1964) am 05.12.2011 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Lendenschurz

    Lendenschurz ist zumutbar.

    • Albert Broder am 05.12.2011 15:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nacktwanderer

      Gut so solche sollen in fkk club gehen und nicht solche unapetliche figuren der menschheit zu zeigen. Bussen von fr. 500--- wären angebracht.55

    einklappen einklappen
  • axxel am 05.12.2011 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    Katzensee

    @ Alle Nacktwanderer, geht ins Strandbad Katzensee! Da gibts ein FKK bereich und das noch in der Natur... also könnt ihr euch nackt in der Natur bewegen... Und es hat nur Leute, die das sehen wollen.

  • Paul Kuster am 05.12.2011 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    Hosen rauf

    Ich dacht es gilt das Vermummungsverbot :-) OK die einen müssen den Schleier runter und die anderen die Hosen rauf tun.

  • Probst R. am 05.12.2011 12:29 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    An einen FKK Strand kann ich freiwillig gehen, da sind alles Gleichgesinnte. Bin froh auf meinen Wanderungen nicht mehr auf Nacktwanderer zu treffen und mir dieser grausige Anblick erspart bleibt, denn nicht alle Menchen sind schön anzuschauen.

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