Atomdebatte

15. November 2011 18:50; Akt: 15.11.2011 19:36 Print

ENSI akzeptiert Vorschläge der AKWENSI akzeptiert Vorschläge der AKW

Die Verbesserungsvorschläge der Schweizer Atomkraftwerke zur Lagerung von Brennelementen sind vom Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI abgesegnet worden.

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Das AKW Gösgen ist seit dem 30. Juni wieder am Netz. (Bild: Keystone)

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Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) hat die Verbesserungsvorschläge der Schweizer Kernkraftwerke zur Lagerung von Brennelementen akzeptiert. Auch die Vorschläge zur besseren Kühlwasserversorgung von Sicherheits- und Hilfssystemen wurden abgesegnet.

Nach dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima hatte das ENSI von den Kernkraftwerken bis zum 31. März 2011 einen Bericht zu diesen Punkten verlangt.

Dabei wurden insbesondere bei der Sicherheit und der Überwachung der Lagerbecken für Brennelemente Mängel festgestellt. Bis zum 31. August hatten die AKW ihre Verbesserungsvorschläge einzureichen.

Das ENSI akzeptiere die termingerecht eingereichten Lösungsansätze grundsätzlich, teilte die Behörde am Dienstag mit. Vollständig erfüllt hat die Anforderungen allerdings nur das Kernkraftwerk Leibstadt. Mit den Plänen der AKW Beznau und Gösgen und besonders mit jenen des AKW Mühleberg ist das ENSI nur bedingt zufrieden.

Erst Konzepte abgesegnet

Zwar zeigt sich das ENSI mit den geplanten Nachrüstungen bei der Lagerung der Brennelemente in Mühleberg BE zufrieden. Dazu zählt unter anderem eine störfallsichere Temperaturüberwachung des Brennelementlagerbeckens.

Für die Nachrüstungen fordert das ENSI von den Mühleberg- Betreibern aber «bei verschiedenen Aspekten eine vertiefte Prüfung und weitere Unterlagen».

Abgesegnet seien mit dem jüngsten Entscheid erst die Konzepte, sagte ENSI-Sprecher Sebastian Hueber auf Anfrage. Für die Umsetzung dieser Konzepte müssten die AKW jetzt Freigabeanträge einreichen. Diese müssten dann wiederum vom ENSI bewilligt werden.

Ein Eingabetermin für den Freigabeantrag wurde einzig für das Kernkraftwerk Mühleberg festgelegt: Den Betreibern wurde eine Frist bis zum 30. Juni 2012 gesetzt. Bei den anderen Werken müssten erst noch weitere Abklärungen getätigt werden, sagte Hueber weiter.

Weitere Nachweise gefordert

Bis Ende November müssen die AKW ausserdem nachweisen, dass sie einem Erdbeben standhalten wie es nur alle 10 000 Jahre vorkommt. Bis Ende März 2012 muss zudem der Nachweis für die Beherrschung einer Kombination aus Extrem-Erdbeben und -Hochwasser vorliegen. Dies betrifft vor allem das AKW Mühleberg.

Wenn bis dahin ein Schadensfall mit erhöhter Strahlenbelastung nicht ausgeschlossen werden könne, werde man die vorläufige Ausserbetriebnahme des jeweiligen AKW verfügen, schreibt das ENSI weiter.

Wegen der Ausrüstung mit drei zusätzlichen Ansaugstutzen für die Kühlwasserentnahme aus der Aare war das AKW Mühleberg im laufenden Jahr über die Sommerpause hinaus vom Netz gegangen.

(sda)

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  • Rico Barberis am 18.11.2011 13:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Pinke Pinke

    Das Hauptproblem ist nicht die Lagerung, sondern wer für die immensen Kosten dafür aufkommen soll.