Mitfahrgemeinschaften

23. Juli 2017 14:23; Akt: 23.07.2017 14:23 Print

Wer sein Auto teilt, soll weniger Steuern zahlen

Der Bund will die Belegung der Autos in den Stosszeiten erhöhen. Wie die Autofahrer zu Fahrgemeinschaften animiert werden sollen.

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Stau gehört für die meisten Autopendler zum mühsamen Alltag. Der Bund will nun gemäss «NZZ am Sonntag» (Artikel ist kostenpflichtig) mit einer «nationalen Car-Pooling-Initiative» dagegen vorgehen. Ein Grund für die Verkehrsüberlastungen sei, dass in den meisten Autos lediglich eine Person sitze. Mit der Offensive will der Bund die Belegung der Autos von heute 1,1 auf 1,5 Personen erhöhen.

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«Wenn wir nicht mehr Strassen bauen wollen, müssen wir die bestehende Infrastruktur besser nutzen», sagt Christoph Schreyer, Leiter Mobilität im Bundesamt für Energie, zur Zeitung. Er erhofft sich, dass dadurch der Energieverbrauch und das Verkehrsaufkommen um einen Drittel zurückgehen wird.

Mit App Mitfahrer ermitteln

Doch wie bringt man Autofahrer dazu, bei Fahrgemeinschaften mitzumachen? Schreyer will mit Anreizen die Autofahrer zum Umdenken animieren. So könnten Pendler mit Passagieren die besseren und/oder billigeren Parkplätze abbekommen oder grössere Beiträge bei den Steuern abziehen dürfen. Eine andere Idee wäre ein Modell, wie es bereits in den USA existiert: Fahrspuren, die extra für gut besetzte Autos reserviert sind. Doch letzteres wäre in der Schweiz, wo die meisten Autobahnen zweispurig sind, wohl nur schwierig umsetzbar.

Und wie sollen die Pendler zusammenfinden? Schreyer denkt an eine App, mit welcher Mitfahrer nach Kriterien ausgesucht werden könnten: Raucher oder Nichtraucher, Quasseltante oder stiller Denker, Klassik- oder Rockfan.

Wie die Car-Pooling-Initiative genau umgesetzt werden soll, ist noch nicht entschieden. Laut Schreyer soll eine Konzeptstudie ab Ende August ausgearbeitet werden.

(woz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reto am 23.07.2017 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    ÖV Preise senken

    Der Bund soll einfach die ÖV Preise um 50% senken und dann gibts die Probleme mit den vielen Autos nicht mehr. Das funktioniert in Amerika aber es funktioniert nicht in der Schweiz. Mitfahrapps gibts bereits seit Jahren und es wird trotzdem nicht genutzt. Jeder Meter den man mehr fahren muss um jemanden mitzufahren kostet Geld und Zeit. Es schränkt jeden komplett ein. Es ist nur möglich wenn zwei Nachbarn beim selben Arbeitgeber die selben Arbeitszeiten haben. Das sind wieder Schnappsideen der aller feinsten Sorte direkt von Fantasy Island.

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  • Pit am 23.07.2017 14:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine halben Sachen

    Es wird überall nur nach Ausweich-Möglichkeiten gesucht. Packt das Übel der Überbevölkerung an der Grenze an. Zuwanderung begrenzen und Grenzen kontrollieren.

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  • Ein Leser am 23.07.2017 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    unfair

    Genau, man setzt wieder bei der Bevölkerung an die sowieso nicht viel Geld hat. Die Reichen können sich von dieser Massnahme schön freikaufen. Warum unternimmt man nicht endlich was gegen die Zuwanderung?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • DaSt am 24.07.2017 21:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch für Ehe-Carpool

    Na hoffentlich gilt dann der Steuerabzug auch wenn der Carpool aus einem Ehepaar besteht! Wir teilen uns das Auto, (das 2. bleibt zu Hause stehen) pendeln zu zweit dürfen aber nur einmal abziehen. Wären wir ein Konkubinatspaar wäre es kein Problem 4x Arbeitsweg geltend zu machen.Einmal mehr Hochzeitsstrafe

  • Viktor Travallet am 24.07.2017 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Leasing streichen

    Über 80% der Neuwagen sind geleast und es scheint immer mehr zu werden.... warum wird nicht einmal über ein Verbot des Autoleasings/Konsumgüterkredits für Private nachgedacht? .....nicht zuletzt macht es nur für Unternehmen Sinn.....

  • Hermilo am 24.07.2017 16:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Witz der Woche

    Mitfahrgemeinschaft. Das hatten wir füher organisiert - aber - es gibt keine Parkplätze mehr wo man das Auto einen Tag parken kann, überall reguliert auf wenige Stunden, sogar Autobahnparkpl. sind auf 4Std. beschränkt. So fahren seit längerem wieder alle mit ihrem Auto alleine ans Ziel (Tagung usw.)

  • Linearium am 24.07.2017 16:15 Report Diesen Beitrag melden

    Fertig Luschtig freie Schweizer

    Willkommen im grossen Erziehungs -Bio-Heim - Schweiz! Das Portemonai können Sie gleich beim Eingang abgeben. Es grollt schon gewaltig in der Bevölkerung und die Konsequenzen wegen der immer stetig steigenden Freiheitsberaubung werden auch noch kommen.

  • Robert am 24.07.2017 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    in einer perfekten Welt

    Was in den perfekten Welten der Politiker so alles funktioniert... Wäre nett wenn sie mal die Realität begreifen würden!