«Arena/Reporter»

11. Juni 2017 10:22; Akt: 12.06.2017 07:57 Print

«Ich rede heute nicht über Kleinkredite und Kaffee»

Vor ihrem Debut in der heutigen «Arena/Reporter»-Sendung hat Christa Rigozzi Stellung zur Kritik an ihrer Person genommen.

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«Die Kritik ist lächerlich»: Christa Rigozzi mit Jonas Projer bei ihrer ersten "Arena"-Sendung am 11.6.2017 (Bild: SRF/ Pascal Mora)

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Heute Abend wird Christa Rigozzi das erste Mal die neue SRF-Sendung «Arena/Reporter» mit Jonas Projer moderieren. Noch bevor die erste Minute ausgestrahlt wurde, hagelte es Kritik. Eine davon: Sie sei aufgrund ihrer Werbeengagements nicht unabhängig. «Ich rede mit den Zuschauern über die Kinderschutzbehörde Kesb und nicht über Kleinkredite, Kaffee oder Schöggeli», sagt Rigozzi im Interview mit der «Sonntagszeitung».

Soll es hingegen doch einmal soweit kommen, dann wird sie in den Ausstand treten, wie Jonas Projer im Interview mit dem Sonntagsblick bestätigt: «Kämen sie und ich zum Schluss, Christa wäre befangen, würde sie in den Ausstand treten.» Auch bei ihm selber sei dies schon der Fall gewesen, beispielsweise bei einem Interview mit seinem obersten Chef Roger de Weck.

Die Kritik, es fehle ihr an der nötigen Erfahrung, weist die Tessinerin entschieden zurück. Sie arbeite seit zehn Jahren als Moderatorin, mit einem Abschluss in Medien- und Kommunikationswissenschaft. «Ich habe beispielsweise schon am Swiss Economic Forum in Interlaken moderiert oder beim Tag der Wirtschaft mit Alt-Bundesrat Adolf Ogi.»

Das Vertrauen der Schweizer

Ausserdem sei ihre Funktion in der Sendung nicht als jene einer Politjournalistin gedacht. «Meine Rolle ist es, den Kontakt zum Publikum herzustellen. Ich habe diese Stelle erhalten, weil ich nahe an den Schweizern dran bin und mir die Leute vertrauen,» so die 34-Jährige.

Auch intern gab es Kritik. «Kurzes Röckli mit Tessiner Akzent holt Quote», liess sich eine SRF-Mitarbeiterin zitieren. «Auf anonyme Kritik reagiere ich nicht. Ich finde das lächerlich und unglaubwürdig», sagt Rigozzi gegenüber der Sonntagszeitung.

Auch den Vorwurf, sie würde mit ihrem Engagement ihre Bekanntheit steigern wollen, weist sie zurück. «Das Schweizer Fernsehen hat mich nicht engagiert, damit ich meine Bekanntheit steigern kann. Es hat mich angestellt, weil ich bekannt bin», sagt Rigozzi.

(sep)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Aufdenpunkt am 11.06.2017 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Das wahre Problem

    Frau Rigozzi kann und darf sich im TV-Geschäft einbinden, stört mich nicht. Mich stört die Giesskannen-Zwangsgebühr und die damit zusammenhängende "Gfätterlete". Weg damit.

  • Claudia1 am 11.06.2017 10:36 Report Diesen Beitrag melden

    Zuviel Präsenz

    Es ist schon möglich, dass sie die Politsendung gut bis sehr gut machen wird. Das Problem ist jedoch, dass Frau Rigozzi zuviel Präsenz in den Medien hat. Ich habe einfach genug von ihr. Ich mag sie weder sehen noch hören. Bei fast jedem Event ist sie zuvorderst. Wir haben noch andere Personen, die mir lieber wären.

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  • E.H. am 11.06.2017 10:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig

    Ach diese Sendung könnte man einfach sein lassen, dann müssten wir uns nicht ärgern oder dazu Stellung nehmen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • hälfte am 13.06.2017 06:35 Report Diesen Beitrag melden

    Egal, ob Rigozzi oder nicht

    Es ist schade und lästig, dass jemand wie Rigozzi sich ihrer Präsenz und History nicht bewusst ist. Bekannt geworden ist sie als Miss. Kann ich was dafür? Jetzt müssen wir sie als Intellektuelle wahrnehmen oder wie? Soll sie sich doch als Moderatorin bewähren, aber dann bitte mal aufhören mit Werbespots usw. Ich mag nicht überall Rigozzi sehen und hören. Dafür ist sie mir zu wenig interessant. Rigozzi hin oder her, mich nerven die mangelhaften Sprachkenntnisse der Leute, auch der Bundesräte jeweils. Und eh, wieso spricht sie Hochdeutsch und die anderen Dialekt... Gehts noch.

  • Wilhelm Tell am 12.06.2017 14:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll gemacht

    Ich fand sie hat auf zurückhaltende aber bestimmte Weise ihren Job sehr gut gemacht. Für mich passt sie sehr gut. Logischerweise muss sie sich zuerst noch etwas einleben. Ich möchte all die Kritiker sehen wie sie aussähen an Rigozzis Stelle. Vermutlich tollpatschig und unfähig, nervös und unkoordinieret, unfähig die wichtigen Tweets und Telefonate zu priorisieren. Bravo für diesen Mut.

  • JX am 12.06.2017 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beschämend!

    Wäre Christa ein Chris gewesen, ein ehemaliger Mister Schweiz mit Uni-Abschluss und viel Moderationserfahrung, hätte man seine Qualitäten sicherlich weniger hinterfragt.

  • Prof.Dr.Weiss am 12.06.2017 11:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mir passt sie nicht

    Sie hat eine Art, die Männer anzuzünden.

  • Ratmal Werwol am 12.06.2017 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Neidhammel

    wem ein Gesicht nicht passt, der soll halt weg- oder eine andere Sendung schauen.