Kinderporno-Börse

17. April 2009 15:45; Akt: 17.04.2009 17:15 Print

66 Zugriffe kamen aus der Schweiz66 Zugriffe kamen aus der Schweiz

Deutsche Internet-Fahnder haben am Donnerstag eine globale Kinderporno-Tauschbörse ausgehoben: Weltweit wurden über 9000 Ermittlungsverfahren angestossen. Nun ist bekannt: Spuren führen auch in die Schweiz.

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Deutsche Beamte haben bundesweit mehr als 500 Computer, 43 000 Datenträger und rund 800 Festplatten mit Videomaterial von schwerstem sexuellen Missbrauch, auch an Kleinkindern begangen, beschlagnahmt. Dies teilte das Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA) am Donnerstag mit (20 Minuten Online berichtete). Zudem seien Anzeigen in weitere 91 Länder weitergeleitet worden, die dort zur Festnahme weiterer Täter führten.

Nun ist klar: Die Pädophilen sitzen auch in der Schweiz. «Wir haben 66 Zugriffe aus der Schweiz registriert», sagte ein LKA-Sprecher auf Anfrage von 20 Minuten Online. Die Daten der Tatverdächtigen seien an die zuständigen Behörden weitergeleitet worden. «Die Ermittlungen liegen nun in den Händen der Schweizer Behörden», so der Sprecher weiter. Ob es bereits zu Festnahmen kam, konnte er nicht sagen.

Fedpol will sich nicht äussern

Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) bestätigte das Zugriffe aus der Schweiz erfolgten. Wollte sich aber nicht näher zu möglichen Hausdurchsuchungen oder Festnahmen äussern. «Es handelt sich um ein laufendes Verfahren in Deutschland», sagt Sprecher Stefan Kunfermann. Man stehe in Kontakt mit den deutschen Behörden, mehr könne man zum Verlauf der Ermittlungen nicht sagen.

(amc)