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Affäre Mörgeli
19. November 2012 14:07; Akt: 23.11.2012 16:14 Print
Staatsanwalt ermittelt gegen Institutsleitung
von S. Marty und L. Mäder - Gegen die stellvertretende Leiterin des Medizinhistorischen Instituts läuft ein Strafverfahren. Der Instituts-Chef gibt die Leitung ab, obwohl kein Tatverdacht besteht.
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Die Ermittlungen im Falle der Affäre Mörgeli kommen voran. Konkret stehen zwei Mitarbeiter des Medizinhistorischen Instituts der Uni Zürich im Fokus. Die Universität hat die beiden freigestellt. Sie stehen im Verdacht, zwei geheime Berichte über das von SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli
Christoph
Mörgeli
SVP, ZH
NationalratVerbunden mit
Keine Interessenbindungen vorhanden
weitere Verbindungen anzeigen geleitete Museum weitergegeben zu haben. Laut Staatsanwaltschaft hatten die beiden offenbar von Amtes wegen Zugang zu den Berichten.
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Rekurs gegen Kündigung
Christoph Mörgeli hat seine Entlassung als Leiter des Medizinhistorischen Instituts gerichtlich angefochten. Die Universität Zürich verweist auf Anfrage darauf, dass kein direkter Zusammenhang zwischen der Kündigung und der Indiskretion bestehe. «Wir gehen davon aus, dass das personalrechtliche Verfahren gegen Prof. Christoph Moergeli rechtlich korrekt durchgefuehrt wurde», schreibt sie. Dies werde nun juristisch überprüft.
Bei einer der Verdächtigen handelt es sich um die stellvertretende Leiterin des Instituts, wie 20 Minuten Online weiss. Damit bekommt der Vorwurf Mörgelis neue Nahrung, dass er Opfer einer institutsinternen Mobbing-Kampagne sei. So haben die bisherigen Ermittlungen auch den Institutsleiter und Mörgelis Chef, Flurin Condrau, noch nicht entlastet. Wie der zuständige Staatsanwalt Andrej Gnehm sagt, könnten die Ermittlungen noch auf weitere Institutsmitarbeiter ausgeweitet werden.
Im Zusammenhang mit den Ermittlungen steht auch die vorübergehende Amtsniederlegung Condraus. Er habe die Universitätsleitung darum ersucht, die Institutsleitung temporär abzugeben, heisst es in einer Mitteilung von Montag. Der offizielle Grund: die derzeit schwierige Situation, dass Strafverfahren gegen Mitarbeiter laufen. Bis Ende des Frühjahrssemesters 2013 ist eine Vertretung gefunden. Condrau wird weiterhin in der Forschung und Lehre tätig sein.
Eine Nacht in Haft verbracht
Ob die beiden Mitarbeiter geständig sind, wollte der zuständige Staatsanwalt Andrej Gnehm auf Anfrage der SDA nicht bekannt geben. Sie wurden am 14. und 15. November befragt, nachdem an ihrem Wohn- und Arbeitsort Hausdurchsuchungen durchgeführt worden waren. Sie wurden eine Nacht wegen Verdunklungsgefahr in Haft genommen.
Die beiden stehen im Verdacht, das Amtsgeheimnis verletzt zu haben, indem sie den Akademischen Bericht 2011 und den Bericht der internationalen Expertenkommission an die Medien weitergegeben haben. Diese Unterlagen brachten die Affäre Mörgeli ins Rollen.
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Bildungsdirektion
Dem Bildungsdepartement ZH sei empfohlen, der Ausstandsregelung, sowie auch der strikten Gewaltentrennung und den unabhängigen Untersuchungen auch in der Praxis nachzuleben!
Welt
Die ganze Welt steht Kopf! Und wir Schweizer haben so scheint mir nur ein Problem! Der Fall des Herrn M. Uns geht es doch schon gut!
Whistleblower
ich möchte jetzt mal eines von den kommentierern hier wissen: warum sind die beiden MA whistleblower? definition: Informant, der Missstände wie illegales Handeln (z.B. Insiderhandel und Menschenrechtsverletzungen) oder allgemeine Gefahren an die Öffentlichkeit bringt. Und was für Missstände sollten jetzt die MA an die Öffentlichkeit gebracht haben?