Fiese Auto-Masche

24. Oktober 2016 22:47; Akt: 24.10.2016 22:47 Print

Der Toyota-Betrüger zockt nun in Luxemburg Leute ab

von Camille Kündig - Der Betrüger, der so tat, als sei er ein Mitarbeiter von Toyota oder VW, ist nun in Belgien und Luxemburg unterwegs.

Bis Anfang Oktober war der Betrüger in der Schweiz und in Deutschland tätig. Wo genau, das sehen Sie in diesem Video. (Video: 20 Minuten/Ethel Keller)
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Seine Europa-Tour geht weiter: Der Toyota-Betrüger zockt neu in Belgien und Luxemburg Leute ab. Nachdem der Ire in der Schweiz über 25 Leser mit seiner Masche um ihr Geld brachte, war er Anfang Oktober in Deutschland unterwegs. Nun scheint er weitere Landesgrenzen überschritten zu haben.

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Leser H.H. schreibt, dass er dem Gauner am 19. Oktober auf einer Raststätte nahe Brüssel begegnet sei. «John Moloney wirkte sehr vertrauenswürdig und bat uns um Hilfe. Während meine Frau und ich überlegten, ob wir ihm Geld geben sollten oder nicht, zog er sich eine VW-Jacke über. Das wirkte glaubwürdig. Also gaben wir ihm 90 Euro.»

Noch am selben Tag war der Ire in Luxemburg. D.B. hat den Betrüger bei der Raststätte Berchem kennen gelernt, nahe der französisch-luxemburgischen Grenze. «Er hat mich um 120 Euro erleichtert», seufzt der Mann.

«Er hat uns manipuliert»

Einen Tag später gab es einen ähnlichen Betrugsversuch auf dem Parkplatz der Ikea in Sterpenich, Belgien – auch sehr grenznah. Gemäss der luxemburgischen Polizei könnte es sich auch hier um Moloney gehandelt haben. Der Betrüger hat auch bereits in der Schweiz mehrmals auf Parkplätzen des bekannten Einrichtungskonzerns zugeschlagen.

Am 21. Oktober hielt sich der Schwindler abermals bei der Raststätte Berchem in Luxemburg auf. Die Belgierin I.N.* erzählt: «Er sagte uns, dass er in Frankreich ausgeraubt worden sei. Aber wir glaubten ihm nicht wirklich. Schlussendlich haben wir ihm 15 Euro gegeben.» Zu Hause angekommen habe sie dann im Internet nach seinem Namen gesucht. «Da bin auf die 20-Minuten-Artikel gestossen. Ich war so genervt und enttäuscht, als ich realisierte, wie sehr uns der Mann manipuliert hatte.»

Am Sonntag, 23. Oktober schlug Moloney erneut bei der Raststätte Berchem zu. An diesem Tag hat er die Leserin S.K.*abgezockt. «Ich habe nun Anzeige erstattet. Aber das Geld werden wir wohl nie mehr sehen», so die Frau. Die luxemburgische Polizei bestätigt den Eingang der Anzeige. Ermittlungen seien im Gang.

Hier das Selfie, das Kontrollschild, die Ausweise und die gefälschten Visitenkarten des Betrügers.

*Namen der Redaktion bekannt

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Detektiv am 24.10.2016 23:03 Report Diesen Beitrag melden

    Internationale Kriminalität

    Da zeigt sich wieder einmal mehr, dass internationale Informationen der Polizeiorgane eben doch wichtig wären resp. wichtig sind.

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  • Rasputin am 24.10.2016 23:50 Report Diesen Beitrag melden

    Tolles Europa ohne Grenzen!

    Hat man sich in einem Land genügend Ergaunert zieht man einfach weiter in die nächste Region! (Wer Ironie findet darf sie behalten)

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  • Jester am 24.10.2016 23:43 Report Diesen Beitrag melden

    Detektiv Maloney

    Erst hab ich auf seiner ID den Nachnamen Maloney gelesen ;) Hab schon ewig nicht mehr Radio gehört, gibts den noch?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Robert, arbeitslos am 25.10.2016 16:52 Report Diesen Beitrag melden

    Molony zur RAV

    Mr. Molony könnte ja uns bei der RAV Kurse erteilen, wie man sich wieder auf die eigenen Beine helfen kann.

  • jogibear am 25.10.2016 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    ..bitt etwas mehr Humor..

    ..also Leute ..seht es doch mal so..er macht einen (seinen) Job, beklaut andere und bezieht keine Sozialleistungen. Es ist sein (erfundener) Beruf. Und wenn sie ihn erwischen zahlt er seine Strafe. Danach geht's weiter und immer weiter bis zum Horizont und weiter..(gemäss Udo Lindenberg)..

  • Ricardo am 25.10.2016 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    Mit Stolz ...

    Herr Molony darf mit Stolz sein Unternehmen ein international tätiges KMU nennen.

    • K.R., Zürich am 25.10.2016 15:21 Report Diesen Beitrag melden

      Neues austüfteln

      Genau solche Bürger brauchen wir, solche, die das Sozialsystem nicht aussaugen und unternehmerisch sind und immer was austüfteln und sich den neuen Begebenheiten anpassen können.

    • Kei Itumori am 25.10.2016 15:28 Report Diesen Beitrag melden

      Eine Sache des Überlebens

      Wer versucht schon nicht, seine Mitbürger abzuzocken? Die Grenze von legal und illegal ist auch bei manchen "seriösen" Großunternehmen nicht immer sehr klar.

    • Anita L. am 25.10.2016 15:54 Report Diesen Beitrag melden

      Alles ist freiwillig

      Auch wenn gewisse Detailhändler glauben, "personalisierte" Preise seien legal, dann haben sie recht, denn man muss ja nicht bei ihnen einkaufen. Aber wer behauptet, von Molony abgezockt geworden zu sein, war ja auch nicht verpflichtet, ihm was zu geben. Es ist ja alles freiwillig.

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  • Millionär am 25.10.2016 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    klasse Typ

    Ich finde diesen Typ genial. Auf eine solche Idee muss man zuerst kommen... und so zu schauspielern benötigt viel Talent. Er nützt das System aus.. er hat jeden Euro/Franken verdient. PUNKT!

  • mauro am 25.10.2016 08:14 Report Diesen Beitrag melden

    schade

    Einfach schade, dass solche Gauner solange ihr Unwesen treiben können. Wenn jemand dann wirklich in einer prekären Lage ist und Hilfe benötigt, findet sich logischer Weise kein Helfer mehr ...