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Eveline Widmer-Schlumpf
15. Dezember 2011 10:48; Akt: 15.12.2011 11:58 Print
«Psycho-Begutachtung setzte mir zu»
Nach der klaren Wiederwahl erhofft sich BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf endlich Ruhe um ihre Person. Es habe Momente gegeben, in denen sie ans Aufhören gedacht habe.
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Bundesratswahlen 2011
«Seit vier Jahren wünsche ich mir, dass meine Arbeit nicht immer in Frage gestellt würde, weil man mir unterstellt, ich würde mich wegen meiner Wiederwahl so oder anderes verhalten», sagte Widmer- Schlumpf in einem Interview, das am Donnerstag im «Tages-Anzeiger» erschien. Zumindest diese Frage sei nun vom Tisch.
Allerdings sei es gar nicht diese Problematik gewesen, die ihr am meisten zu schaffen gemacht habe. «Zugesetzt hat mir vor allem die ständige psychologische Begutachtung meiner Person und meines Charakters.» Es habe auch Momente gegeben, in denen sie sich gefragt habe, ob weitermachen richtig sei.
«Themen zu komplex für Links-rechts-Schema»
Gegen den Vorwurf, Geschenke an die Linke verteilt zu haben, wehrt sich die Bündnerin: Beim Steuerbetrug, der Amtshilfe und dem Bankgeheimnis gebe es in den Kantonen viele bürgerliche Finanzdirektoren, die ihre Haltung «voll und ganz» teilen würden. Das Gleiche gelte für ökologische Themen oder den Energiebereich.
«Dieses Links-rechts-Schema ist eine starke Vereinfachung von komplexen Sachthemen, mit denen man sich eben vertieft befassen muss», sagte Widmer-Schlumpf. Diejenigen, die ihr «linke Verbeugungen» vorwerfen würden, wollen sie einfach in ein Schema pressen.
Details nur für die Familie
Im nächsten Jahr möchte Widmer-Schlumpf vorab die Situation mit den USA im Finanzbereich klären und den Atomausstieg mit der Energiestrategie vorantreiben. Als Bundespräsidentin will sie «eine Aufbruchstimmung erreichen»: «Ich möchte die Leute begeistern, ihnen zeigen, dass es vorwärts geht und wir gute Perspektiven und einige Stärken haben».
Die Ereignissen vor ihrer ersten Wahl im Jahr 2007 bis zum Parteiausschluss im Juni 2008 habe sie detailliert aufgeschrieben, sagte Widmer-Schlumpf weiter. «Diesen Bericht werde ich eines Tages meiner Familie übergeben.» An die Öffentlichkeit soll er nicht gelangen.
(sda)
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Alle 17 Kommentare

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urteilen
Ich glaube kaum dass ein Normalbürger die Leistung eines Bundesrates messen kann, deshalb sollten diese Kommentare nicht relevant sein
Eine Runde Mitleid für das arme Evelin..
die "Psycho-Begutachtung" setzte ihr zu... Jeder IV-Bezüger weis aus eigener Erfahrung, was für Begutachtungen man über sich ergehen lassen muss (die erniedrigenste dürfte die Begutachtung für Paraplegiker sein, ob sie nicht doch laufen können)... Bei uns heissts: Begutachung zulassen, oder keine Leistungen. Es ist schon gut so, das auch Bundesräte sich gegen ihren Willen mit mangelndem Sinn durchleuchten lassen müssen!! Spühren die mal wie's denen "ganz unten" so geht... Wenn EWS nicht im Rampenlicht stehen will - soll sie per sofort zurücktreten, Punktum... Sonst: aufhören zu jammern...
Ja und komplett falsch zugleich
Auch wenn ich Ihre Meinung zu den unmenschlichen IV-Methoden voll und ganz teile, ist das noch lange kein Grund auf EWS einzudreschen. Was würden Sie tun, wenn Sie täglich ihre Evaluierung in den Nachrichten hören würden, statt in einer privaten Sitzung hinter geschlossenen Türen? Diese Frau wird seit Wahlannahme öffentlich verunglimpft, als Verräterin, Seelenlos und man versucht krampfhaft einen Vorwurf zu finden. Stellen Sie sich vor, dass das halbe Land Sie als Person öffentlich bloss stellen will, weil einer Ihrer Feinde groll hegt.
Thomas: was würde ich machen?
Da mein Leben von den Begutachtungen (weis der Geier wer das alles las) abhing, und ich jetzt IV-Rente habe; was glauben SIE - wem ergehts schlimmer? Kein Tag an dem man nicht von "Sozialschmarotzer", "Scheininvalide" usw hört. Die arme EWS, sie hat ihr Schicksal freiwillig gewählt... Mein Schicksal ist NICHT freiwillig gewählt; und wie jeder IV-Bezieher kann ich, wohl im Gegensatz zu IHNEN, ganz genau nachvollziehen, wie es Menschen unter "Dauerbegutachtung" und Dauerverunglimpfung geht! EWS kann sich zurückziehen, IV-Bezieher nicht! Wenns ihr also nicht passt, kann und soll sie gehen. Punkt.
Frau Evelin Widmer Schlumpf
SVP hat hoffentlich nun entlich verstanden: Das man eine Guten Bundesrat nicht einfach Fallen lässt. Jeder gewählte Bundesrat, Ständerat und Nationalrat sollte sich hinter die Ohren Schreiben: Dass seine Person vom Volk gewählt wurde, in der Hoffnung dass er das beste für die Schweiz will. Seine Person ist zweit Rangig. Das Wohl des Volkes steht an erster stelle, dann kommt die Partei und am schluss die eigene Person. Frau Evelin Widmer Schlumpf hat diese hier beschriebene Ansicht. Das macht Sie beliebt. Leider kann man das nicht von jedem Bundesrat sagen. Deshalb herzliche Gratulation
Welcher Leistungsausweis?
Diesen guten Leistungsausweis möchte ich endlich mal sehen. Alle sprechen von ihm aber konkrete Beispiele kann niemand machen. Hingegen hat sie im Justizdepartement ein Chaos hinterlassen mit Stellenabbau und der Lahmlegung des Vollzugs in der Migrationspolitik. Ausserdem ist auch die Kinderbetreuungsverordnung die einen Kurs sogar für Verwandte vorschreiben würde von ihr. Und ihre Politik ist schlichtweg nicht auf SVP Linie sondern bidert sich bei den Linken an. Beispiel dafür ist das Sparpaket von Merz das sie direkt versenkt hat. Auch die ökologischen Steuern etc sind zugeständnisse.
evelin widmer schlumpf.
lasst doch endlich frau bundesrätin evelin widmer schlumpf in ruhe.sie macht eine sehr gute arbeitu.dafür danke ich ihr.ein parteiloser bürger.
bitte um Antwort.
welche gute arbeit?
Eben nicht Herr Amsler
Das wäre Ihnen am liebsten, wenn man die negativen Punkte einfach unter den Tisch kehren würde. Herr Krüsi hat es übrigens die Leistungen von Frau Schlumpf excellent zusammengefasst. Politiker müssen permanent durchleuchtet werden.