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Überfüllte Pendlerzüge
01. Oktober 2008 15:47; Akt: 01.10.2008 16:43 Print
Soldaten verschärfen Platzproblem
von Adrian Müller - Mit höheren Billettpreisen während den Stosszeiten wollen die SBB das Problem der chronisch überfüllten Pendlerzüge lösen. Die vielen gratis reisenden Soldaten verschwinden dadurch aber nicht aus den übervollen Abteilen. Den SBB ist das egal.
Zugfahren während der Rush-Hour soll mehr kosten als in den Randzeiten: Dies verkündete vergangene Woche Peter Blumenthal, Leiter Personenverkehr SBB. Dies sei eine Massnahme, um überfüllte Züge zu entlasten. Die Kunden wie auch der Preisüberwacher laufen Sturm gegen die Bestrafung der Stammkunden mit höheren Preisen. Mit günstigeren Tarifen will die Bahn beispielsweise Rentnergruppen aus den Pendlerzügen entfernen.
Armeegepäck behindert Reisende
Doch nicht nur die Ausflügler sind ein Problem, wie Pendler Hermann Siegenthaler gegenüber 20 Minuten Online berichtet: Hunderte Pendler stehen am Dienstagmorgen dichtgedrängt auf dem Perron 7 des Berner Hauptbahnhofs. Der Kampf um die Sitzplätze beginnt bereits bevor der Intercity 711 Genf - St. Gallen einfährt. Als die Reisenden in den bereits verspäteten Zug drängen, stehen ihnen erste Hürden im Weg - Rollkoffer der Armeeangehörigen versperren die Gänge. Dutzende Soldaten (viele stammen aus der französischen Schweiz) sitzen bereits im Zug. Ihr voluminöses Gepäck versperrt auch den Zugang zu den Sitzplätzen. Die Passagiere regen sich auf: «Die Soldaten sollen gefälligst nach 9 Uhr fahren, wie die Rentner auch», meint Pendler Hermann Siegenthaler.
VBS erteilt keine Weisungen
Für Armee-Sprecher Christoph Brunner steht dies nicht zur Diskussion: «Es gibt keine Weisungen punkto Fahrzeiten», erklärt er auf Anfrage. Die Soldaten seien vor allem in Gruppen anzutreffen, wenn sie von der Rekrutenschule abträten. Üblicherweise geschiehe dies am Freitag- und Sonntagabend. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit, sagt Profi-Pendler Siegenthaler: «Auch unter der Woche fallen die Rekruten über die Züge her», betont er. Und das wird wohl auch so bleiben, denn Soldaten in Uniform reisen mit Spezialbilletten, die keinen Unterschied machen zwischen Stoss- und Normalverkehr.
«Alle sind willkommen»
Für SBB-Sprecher Roland Binz sind generell «alle Kunden willkommen». Der Transport der Soldaten bereite normalerweise keine besonderen Probleme. «Auch Leute, die in die Ferien fahren, brauchen viel Platz», meint Binz. Für den SBB-Sprecher sind die Soldaten, welche die Passagiere behindern, kein Problem. Vielleicht deswegen: Das VBS überweist den SBB jährlich 32 Millionen Franken für den Transport der Armeeangehörigen. Dies entspricht über
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Alle 96 Kommentare






























Frechheit 2
Wenn es Leute gibt die das gut finden dann sind es entweder Reiche die es sowieso einen Dreck schert was mit der normalen Bevölkerung passiert oder Leute die nicht auf die Züge angewiesen sind. Das ist doch nur eine Geldquelle für die SBB, sie hat ja noch nicht genug Gewinn gemacht... -.-
unglaublich
«Die Soldaten sollen gefälligst nach 9 Uhr fahren, wie die Rentner auch» Dass man so einem intoleranten Bürger einen Artikel widmet..Noch ein schönes Bildchen dazu und die wertvolle Journalistenarbeit ist getan. Lösungvorschlag: Armee abschaffen?!Doch was hättet ihr dann zu schreiben?
Soldaten im Zug
Der Kluge reist im - Auto!