115 Millionen Franken

19. August 2008 11:15; Akt: 19.08.2008 12:08 Print

Schweiz kauft Hightech-Waffe

Der Kampfjet FA-18 wird mit neuen Luft-Luft-Lenkwaffen des Typs AIM-9X ausgerüstet. Diese arbeitet mit Infrarot-Technologie und verfolgt nach dem Abschuss das Ziel selbst. Wie viele der Raketen die Schweiz gekauft hat, ist unbekannt - weil geheim.

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Wie armasuisse, das Beschaffungs-, Technologie- und Immobilienkompetenzzentrum des Verteidigungsdepartements (VBS), mitteilte, wurde die Beschaffung der amerikanischen Infrarot-Lenkwaffen AIM-9X mit dem Rüstungsprogramm 2003 bewilligt. Dafür wurden 115 Millionen Franken bereitgestellt.

Die gelieferte AIM-9X Sidewinder ist ein Modell der neusten Generation. Ihr Suchkopf ist in der Lage, Infrarotenergie von abstrahlenden Zielen, zum Beispiel heissen Triebwerken von Flugobjekten, auch unter schwierigen Umweltbedingungen und in einem grossen Blickwinkelbereich zu erfassen.

Ist das zu bekämpfende Ziel vom Suchkopf der Lenkwaffe erfasst, empfängt der Pilot ein akustisches Signal und die Lenkwaffe verfolgt selbständig nach dem Abschuss mit Überschallgeschwindigkeit das Ziel. Die AIM-9X ersetzt das laut armasuisse veraltete Vorgängermodell AIM-9P Sidewinder.

«Nur eine minimale Anzahl»

Die Anzahl der bestellten Lenkwaffen AIM-9X wird nicht bekanntgegeben. Unter Berücksichtigung des sicherheitspolitischen Umfelds und der finanziellen Rahmenbedingungen werde nur eine minimale Anzahl Einsatzlenkwaffen zur Sicherstellung der Kernkompetenz beschafft, teilte armasuisse mit.

Die Bewaffnung des Kampfflugzeuges FA-18 besteht in der Schweiz aus einer Radarlenkwaffe für mittlere Entfernungen (AMRAAM AIM-120), der AIM-9X für kurze Entfernung sowie einer 20-mm-Bordkanone. Die Lieferung steht laut armasuisse in keinem Zusammenhang mit den Evaluationen des Tiger-Ersatzes.

(sda)