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«Schutz vor Gefahren»
18. März 2012 21:54; Akt: 19.03.2012 01:14 Print
Neues Handy gibt Eltern die totale Kontrolle
von Janko Skorup - Pro Juventute lanciert gemeinsam mit Sunrise ein neues Prepaid-Angebot, damit Eltern ihre Kinder unter Kontrolle halten können. Experten warnen vor zu starker Bevormundung bei Teenies.

Pro Juventute will die Überforderung von Kinder und Eltern mit Kontrolle angehen. (Bild: melanie duchene)
Eltern sollen ihre Kinder künftig an der kurzen Leine halten können: Die Stiftung Pro Juventute lanciert gemeinsam mit der Sunrise ein «kindergerechtes Prepaid-Angebot». Mit «Primobile» können Eltern über ein passwortgeschütztes Internetportal jederzeit detailliert kontrollieren, wen ihre Kinder anrufen dürfen, ob sie SMS schreiben oder im Internet surfen können. Die Nutzungsoptionen sollen so laut ProJuventute der Medienkompetenz der Kinder angepasst werden können, je älter die Kinder werden. Ziel des Angebots: Besserer Schutz vor den Gefahren der modernen Kommmunikation wie Pornographie, Cybermobbing und Verschuldung.
Unlautere Inhalte können mit Primobile umgangen werden.
Grenzen sind grundsätzlich gut, aber Bevormundung ist nicht das Ziel
Für Medienpädagoge Thomas Merz ist das neue Angebot eine gute Sache. Er sieht aber auch Missbrauchspotenzial: «Die Eltern könnten gezielt Nummern von unbeliebten Kollegen sperren.» Zudem sei eine permanente Kontrolle der Kinder nicht wünschenswert – Eltern seien gut beraten, einen Mittelweg von Kontrolle und Freiheit zu finden. Auch Franz Eidenbenz, Psychologe mit Spezialgebiet Medien, findet das Projekt grundsätzlich positiv: Vor allem bei Kindern von neun bis zwölf Jahren sei ein gewisser Schutz wichtig. Aber bei Jugendlichen ab 13 Jahren stelle sich die Frage, ob diese nicht zu sehr bevormundet werden: «Teenager brauchen auch Freiheiten um aus Fehlern zu lernen mit Grenzen umzugehen. Es darf nicht sein, dass Jugendliche Eltern um Erlaubnis bitten müssen, wenn sie einen Schwarm anrufen möchten.»
Das ist Pro Juventute Primobile
Das Pro‑Juventute‑Primobile-Basisangebot beinhaltet unlimitierte Kommunikation via SMS und unbegrenzte Anrufe auf vier frei wählbare Rufnummern zum Preis von 249 Franken pro Jahr. Über ein passwortgeschütztes Internetportal können Eltern die Nutzungsoptionen anpassen und überprüfen. Aufbauend auf dem Basisangebot können Zusatzangebote freigeschaltet werden, zum Beispiel zusätzliche Rufnummern oder mobiles Internet. Diese Extras können die Eltern durch individuell definierte Ruhezeiten einschränken, in denen das Kind nur die vier Basisnummern und Notfallnummern anrufen kann, so Pro Juventute.
Wie beurteilen Sie das Angebot von Pro Juventute? Diskutieren Sie mit.
Sicherlich haben Sie keine Kinder. Ansonsten wüssten Sie, dass heute schon und in naher Zukunft alles mit Handys gesteuert wird. Hier geht es ja nicht nur ums telefonieren. Sondern um ein lebenswichtiges Gadget. Jetzt schon und in den nächsten Jahren wird dieses auch für unsere jüngeren nachfahren von hoher Wichtigkeit sein. Apps für die Musikanlage, als Schlüssel um zuhause rein zu kommen und den Computer wie auch die Heizung etc. zu steuern. Je früher Kind das lernt desto besser. – Lucashi
totaler Schwachsinn. Die Eltern sollten sich einfach mehr Zeit nehmen und so ein gutes Verhältnis zu den Kindern fördern. So erhält man auch Gegenseitiges Vertrauen. ja und ganz wichtig ist ein ehrliches Vorleben der Eltern. – Nitli
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Wenn alle ein Handy haben müssen...
Ein guter Kompromiss..
Schützen ist ok, überbeschützen nicht!
Ich bin selber Mutter (2 Kleinkinder) und finde diese Entwicklung irgendwie bedenklich. Schützen ist ok, überbeschützen nicht! Überbeschützende Helikoptereltern erweisen ihren überbehütenden Kindern einen Bärendienst und bremsen sie in der gesunden Entwicklung zu selbstständigen und selbstsicheren Erwachsenen. Besser als solche Handies sind meiner Meinung nach die elterliche Aufklärung der Kinder über Gefahren im Internet und realen Leben und etwas gesunder Menschenverstand. Dann sollte eigenlich nichts mehr schiefgehen.
lala
Warumg gibt man schon Smartphones an kleine Kinder ? Damit man Ruhe vor ihnen hat ? Die Eltern müssen sich nicht wundern wenn sie dann im Netz rumsurfen und apps runterladen und weiss der Kuku was.