Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Flut in Pakistan
12. August 2010 07:51; Akt: 16.08.2010 13:35 Print
Schweizer spenden kaum für Pakistan
von Ronny Nicolussi - Noch nie waren so viele Menschen von einer Katastrophe betroffen wie jetzt in Pakistan. Bis heute hat die Glückskette nur 800 000 Franken Spenden erhalten.
Die Zahlen sprechen für sich. Obwohl die Glückskette bereits zwei Mal zur Spende aufgerufen hat, gingen bis am Donnerstag für die Opfer des Hochwassers in Pakistan erst Zahlungen in der Höhe von rund
Glückskette
Postkonto 10-15000-6 (Vermerk «Überschwemmungen Asien»), www.glueckskette.ch.
UNICEF
Postkonto 80- 7211-9 (Vermerk: Nothilfe Pakistan), www.unicef.ch.
Priska Spörri, Mediensprecherin der Glückskette, sieht dafür mehrere Gründe. Im Gegensatz zum Erdbeben auf Haiti, wo das Ausmass der Katastrophe sofort ersichtlich gewesen sei, habe sich die Katastrophe in Pakistan langsam entwickelt. Erst mit der Zeit hätten die Menschen in der Schweiz auf Bildern gesehen, was wirklich passiert sei. Zudem habe die Glückskette erst am Dienstag ihre Kampagne mit Werbefilmen im Schweizer Fernsehen ausgebaut. «Nun sammeln wir täglich
Aber offenbar ist das immer noch zu wenig: Der UN-Chef für humanitäre Hilfe, John Holmes sprach davon, dass in den kommenden Wochen und Monaten Mittel in der Höhe von Hunderten Millionen US-Dollar dringend benötigt würden. Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF wies darauf hin, dass erst ein Drittel der Mittel, die alleine für die Soforthilfe benötigt würden, zur Verfügung stehe.
Militär, Taliban und Krieg
Barbara Gruner, Verantwortliche für die Humanitäre Hilfe beim Schweizerischen Arbeitshilfswerk (SAH), sieht den Grund für die tiefen Spendenzahlen darin, dass Pakistan in einer Region liegt, die wenig Sympathien geniesst: «Für andere Länder ist es bedeutend einfacher, Spenden zu sammeln.» Die Menschen könnten sich kaum mit Pakistan identifizieren. Dem pflichtet auch Glückskette-Sprecherin Spörri bei. Die geografische Nähe zum Katastrophenort spiele eine Rolle. «Es gibt aber auch Leute, die sagen, Pakistan ist eine Atommacht, denen muss man nicht helfen. Und wieder andere sehen, wenn sie an Pakistan denken, nur Militärs, Taliban und Krieg», so Spörri.
Aber nicht nur in der Schweiz, auch in der übrigen westlichen Welt hält sich die Spendierfreudigkeit derzeit in Grenzen, wie die Aufrufe der Vereinten Nationen zeigen. Mitgliedsorganisationen des Bündnisses «Aktion Deutschland Hilft» stellten zudem fest, dass ihre Vorräte vor Ort aufgebraucht sind, Geld für neue Hilfsmittel aber kaum zur Verfügung steht. Seit Beginn der Katastrophe wurden dem Bündnis, dem zehn renommierte Organisationen angehören, lediglich
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 390 Kommentare






























denken
Seit Jahren alimentiert der Westen die korrupten und selbstherrlichen Eliten des Landes, die sich übrigens jetzt keinen Deut um ihre Landsleute scheren. Der Westen, das ist in Entwicklungs- und Schwellenländern nicht synonym mit Menschenrecht, Demokratie und Stabilität, ganz im Gegenteil. Der Westen, das ist das Geld, mit dem die korrupte, inkompetente Oberschicht Pakistans am Leben erhalten wird. Der Westen, das ist dort, wo die Fussbälle und Skalpelle hinverschifft werden. Der Westen, das ist das, was Afghanistan verheert hat. Und mit dieser Politik die Taliban als Inkarnation des Antiwesten
?????????????????????
In diesem Zusammenhang unerwähnt bleibt natürlich auch, dass die Komplizen Abdul Kadir Khans, des Vaters der pakistanischen Atombombe Mitteleuropäer waren, Deutsche und Schweizer zum Beispiel. Ein gutes Argument gegen Spenden beim nächsten Oderhochwasser, muss man sich merken.
kinderarbeit (auch CH-Firmen) in pakista
Jedes fünfte chirurgische Handinstrument aus Pakistan Die Bedingungen, unter denen dies geschieht, prangert der britische Chirurg Mahmood Bhutta jedoch als äußerst unsauber an. Skalpelle, Scheren und anderes OP-Besteck werden in Sialkot in kleinsten Werkstätten hergestellt, weil die örtlichen Produzenten so viele Arbeitsschritte wie möglich an Subunternehmer vergeben: Schmieden, Feilen, Schleifen, Spanen, Galvanisieren und Wärmebehandlung. Nur chemische Reinigung, Politur und Qualitätskontrolle übernähmen die Hersteller noch selbst, hat Bhutta vor Ort in Sialkot beobachtet. Nur rund zwei