11. März 2007 17:37; Akt: 11.03.2007 17:40 Print

Berufsfischer gegen Kormorane

Die Schweizer Fischer verlangen vom Bund und den Kantonen Massnahmen gegen die Kormorane. Die schwarzen Vögel beschädigen die Netze und fressen den Fischern ihre Beute weg.

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Um die für die Fischer existenzbedrohende Situation in den Griff zu bekommen, soll die Jagd auf die Kormorane abgesehen von der Brutzeit ganzjährig zugelassen werden. Dies ist eine von drei Forderungen, die der SBFV am Sonntag an seiner 82. ordentlichen Generalversammlung in Meisterschwanden AG verabschiedete.

Als weitere Massnahme soll die Anzahl der in der Schweiz brütenden Kormorane auf maximal 100 Gelege reduziert werden - wie im Massnahmenplan 2005 vorgesehen. Die Anzahl der ganzjährig an Schweizer Gewässern lebenden Kormorane müsse zudem stabilisiert werden, schreibt der SBFV in einem Communiqué.

Schliesslich verlangen die Berufsfischer, dass ihnen Schäden vergütet werden, die Kormorane an den Fanggeräten und den Fischen verursachen. In Zukunft sei mit immer mehr Kormoranen und folglich mehr und höheren Schäden zu rechnen, schreibt der Verband.

Fangerträge gehen zurück

Die Fangerträge aus Schweizer Seen seien im vergangenen Jahr rückläufig gewesen. In den letzten zehn Jahren sei die Zahl der hauptberuflichen Netzfischer um 27 Prozent auf 174 gesunken. Anfänglich würden die Fischer versuchen, die Einnahmeausfälle mit Nebenjobs zu ersetzen. «Irgendwann kommt dann die Kapitulation.»

Hauptärgernis neben den Kormoranen ist die ungenügende Deklaration der Fische. Obschon bereits zwei Vorstösse zum Thema vom Parlament angenommen worden seien, passiere gar nichts, ärgert sich der Verband.

(sda)