Burkhalters Besuch

03. November 2012 09:31; Akt: 03.11.2012 15:02 Print

Jetzt hat die Schweiz eine Botschaft in Burma

«Das ist eine kleine Geste für zwei Männer, aber eine grosse für zwei Länder.» À la Neil Armstrong hat Didier Burkhalter in Burma die erste Schweizer Vertretung eröffnet.

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Bundesrat Didier Burkhalter hat am Samstag im Beisein des burmesischen Finanzministers die neue Schweizer Botschaft in Rangun eröffnet. Die Eröffnung der Schweizer Vertretung unterstreicht den Willen Berns, die Beziehungen mit dem südostasiatischen Land zu intensivieren.

«Das ist eine kleine Geste für zwei Männer, aber eine grosse für zwei Länder», sagte Aussenminister Burkhalter in seiner Eröffnungsrede. Anschliessend schnitt er zusammen mit dem burmesischen Finanzminister Win Shein das Band durch.

Die Zeremonie fand im üppigen Garten der Botschaft statt. Rund 60 Gäste lauschten traditioneller burmesischen Musik. Auch Schweizer Musik mit Alphorn und «Schwiizerörgeli» sorgte für Unterhaltung.

Zehn Angestellte aus der Schweiz

Die neue Botschaft befindet sich in einer 1937 von den Briten erbauten Kolonialvilla. Rund 30 Angestellte, darunter zehn aus der Schweiz, werden im Dienste der Schweizer Vertretung stehen. Sie arbeiten nach dem sogenannten Prinzip einer «integrierten Botschaft» unter einem Dach unter anderem für den diplomatischen Dienst und für die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).

Am Nachmittag besuchte Burkhalter ein Zentrum für Berufsbildung in Rangun. Die Institution unter Führung einer in der Schweiz beheimateten, privaten Vereinigung ermöglicht seit 2002 hunderten jungen Burmesen eine Ausbildung. Der Aussenminister zeigte sich begeistert von dem Modell. Die burmesischen Behörden seien interessiert an Schweizer Erfahrungen im Bereich der Ausbildung, sagte er.

Später machte Burkhalter einen Rundgang in der Altstadt von Rangun. Er liess sich ein Gebäude zeigen, welches künftig die Schweizer Botschaft beherbergen könnte. Denn die am Morgen eingeweihte Villa ist bereits jetzt zu klein. Schliesslich besuchte der Aussenminister die Shwedagon Pagode, das religiöse Zentrum Burmas.

Am Montag reist Burkhalter weiter in die Hauptstadt von Laos, Vientiane, um dort mit Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf am Asien-Europa-Treffen (ASEM) teilzunehmen. Die Schweiz soll bei dem Treffen formell als Neu-Mitglied aufgenommen werden.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • nepo am 03.11.2012 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist eine gute Sache

    und für die Schweiz und deren Beziehungen zu Staaten ausserhalb der EU und für Regionen deren Wirtschaften sich nur in eine Richtung, nämlich steil nach oben bewegen, ganz wichtig. Die Win-Win Situation ist jetzt schon gegeben und wird sich noch ganz klar bemerkbar machen in Zukunft. Das muss die Schweiz tun, sich nicht dauernd von den europäischen Krisenstaaten, deren Politiker den Ländern die ganze Situation eingebrockt haben, erpressen lassen, sondern eben, in neue Regionen investieren. Die Asiaten laufen den Europäern in Sachen Tüchtigkeit und wirtschaftlicher Entwicklung eh längst davon.

    • Mrs. Relations am 03.11.2012 17:08 Report Diesen Beitrag melden

      Schaulaufen bis zum Abwinken

      at) nepo. arbeiten Sie im EDA oder bei der PR-Agentur? Ein Aussenminister und seine wichtigste Aufgabe heute (!) die Eröffnung einer Botschaft in einem eindrücklichen Entwicklungs-Land mit Mega-Bedarf an "swissness" grad an allen Ecken und Enden. 30 Mitarbeiter sind zu teuer um medienwirksam einer Nobelpreisträgerin mal die Hand zu schütteln. NB: Wo waren die CH und das EDA eigentlich als Aung San Suu Kyi noch inhaftiert war...

    • Richard Guerrero am 03.11.2012 21:03 Report Diesen Beitrag melden

      Demokratisch?

      Ich stimme Mrs. Relations zu! Burma ist immer noch eine Diktatur. Viele von den "Asiaten" (wen meint nepo da genau?) können so schnell wachsen, weil ihre Länder noch viel aufzuholen haben und ihre Regierungen diktatorisch u/o korrupt einfach über den Köpfen ihrer Bevölkerungen entscheiden. Ob verdeckt wie Singapur oder ganz offen wie Nordkorea, viele "Asiaten" geniessen nicht die Demokratie wie wir sie in Europa und v.a. in CH kennen. Die neue CH-Botschaft in Rangun ist wahrscheinlich weniger Schweizer Engagement für mehr Demokratie in Burma, sondern Kontaktadresse für Schweizer Multis.

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  • Manuel am 03.11.2012 12:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Minds

    Die Beziehung zwischen zwei Ländern zu verbessern finde ich toll! Aber braucht es wirklich 30 (!!!) Arbeiter dazu?

    • Milan Krenek am 04.11.2012 17:08 Report Diesen Beitrag melden

      Sie denken

      wohl nur an die Touristenbetreuung, diese ist aber eine konsularische Aufgabe. Dafür hat ja auch jede Botschaft eine konsularische Abteilung. Auch die Botschaft in Burma hat aber noch viele wichtigere Aufgaben. Unter den 30 Mitarbeitern hat es auch lokale Angestellte wie Übersetzer, Sekratariatsleute, den Botschaftschauffeur, den Gärtner, die Telefonistin usw.

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  • Severin Gisiker am 03.11.2012 11:58 Report Diesen Beitrag melden

    Zentralamerika

    Dafür schliesst man unsinnigerweise die Botschaft in Guatemala, die seit über 60 Jahren auch für Honduras und El Salvador zuständig ist...

    • m.perrenoud am 03.11.2012 18:05 Report Diesen Beitrag melden

      Asia Rules !!

      Severin Gisiker Zentralamerika ist zurzeit kein Wachstum zu erwarten (mit ein paar Ausnahmen) der Asiatische Raum wird die Zukunft sein !!

    • Richard Guerrero am 03.11.2012 21:12 Report Diesen Beitrag melden

      Edelsteine & Erdgas

      Guatemala, El Salvador und Honduras sitzen leider nicht auf Edelsteinen-Minen und vor ihren Küsten sind keine riesige Erdgasfelder entdeckt worden wie Burma. Auch plant China keine Grossprojekte in Zentralamerika, anders in Burma (Pipelines, Hochsee-Hafen). Somit sind diese zentralamerikanischen Länder für Multis und Schweizer Unternehmen leider nicht so attraktiv - und damit auch kein Bedarf für CH-Botschaftsdienste. Ich hoffe nur, dass die Schweizer Entwicklungshilfe Guatemala trotzdem noch vergisst.

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  • Wädi am 03.11.2012 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    30 Angestellte?

    Hallo 30 Angestellte?! Und was soll dies der Schweiz bringen? Sollte doch immer eine Win Win Situation sein.

    • Chris am 03.11.2012 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Genau, 30 Angestellte

      Myanmar ist ein verarmtes Land mit enormen Bodenschätzen. Es geht also nicht um die eigentliche Botschaftsarbeit, sondern um die Ansiedelung von Firmen, bzw. das Aufbauen von Handelsbeziehungen. Ausserdem sind die meisten Angestellten Burmesen. Die Löhne sind extrem tief!

    • Steve Ti am 04.11.2012 12:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @chris 

      Unterstützung des demokratischen weges ist gut. Jedoch müssen sie wissen, das die bevölkerung nach wie vor unter den fittichen der regierung leidet. Z. B. Will jemand eine sim karte für ein handy kaufen, braucht er eine bewilligung, diese kostet 500 dollar. Dieses geld fliesst in die taschen der junta. Und so lange die junta die menschen derart abzockt, bin ich für eingeschränkte hilfe. Ich war im juni in burma und habe hinter verschlossenen türen mit einigen menschen gesprochen.

    • Therese Herter am 04.11.2012 16:57 Report Diesen Beitrag melden

      @ Chris und Wädi

      Das Aufbauen von Handelsbeziehungen ist sehr wohl eine zentrale Aufgabe von Botschaften! Und in Burma kommt die wichtige Entwicklungszusammenarbeit dazu. Wädi versteht zudem schlicht gar nichts von den Botschaftsaufgaben.

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  • Cebu-Kari am 03.11.2012 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Wann wird wieder geschlossen

    Wie lange wird es dauern, bis die Botschaft aus Rentabilitätsgründen / Personalstopp wieder geschlossen wird, und die Botschaft eines Nachbarlandes zuständig sein wird? Zu oft bereits geschehen!

    • nepo am 03.11.2012 13:10 Report Diesen Beitrag melden

      wo denn zum Beispiel

      bitte um konkrete Angaben

    • Kurt Geiger am 03.11.2012 15:43 Report Diesen Beitrag melden

      @ nepo

      z.B. Botschaft in Guatemala (siehe Kommentar oben!), Generalkonsulat in Djeddah/Saudi Arabien.

    • Exp@t in TH am 04.11.2012 04:31 Report Diesen Beitrag melden

      Myanmar

      wurde bisher konsularisch durch die CH-Botschaft in BKK, Thailand betreut ....... was vollumfänglich ausreicht!

    • Samuel Eggenschwiler am 05.11.2012 12:42 Report Diesen Beitrag melden

      @ Exp@t in TH

      Das wissen wohl alle! Ob das aber - wie Sie sagen - vollumfänglich genügt, werden andere entscheiden, nicht Sie! Denn eine Botschaft hat noch zusätzliche - diplomatische - Funktionen, nicht nur konsularische! Zudem will die DEZA in Myanmar tätig werden, deren Mitarbeiter sind ebenfalls in die Botschaft integriert.

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