Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Burkhalters Besuch
03. November 2012 09:31; Akt: 03.11.2012 15:02 Print
Jetzt hat die Schweiz eine Botschaft in Burma
«Das ist eine kleine Geste für zwei Männer, aber eine grosse für zwei Länder.» À la Neil Armstrong hat Didier Burkhalter in Burma die erste Schweizer Vertretung eröffnet.
Bundesrat Didier Burkhalter hat am Samstag im Beisein des burmesischen Finanzministers die neue Schweizer Botschaft in Rangun eröffnet. Die Eröffnung der Schweizer Vertretung unterstreicht den Willen Berns, die Beziehungen mit dem südostasiatischen Land zu intensivieren.
Bildstrecken Burkhalter begeistert er wollte gar nicht mehr loslassenAung San Suu Kyi in der SchweizDie Lady von Burma Infografik Aung San Suu Kyi Zahlungen mit Visa-Karte in Burma künftig möglichAusländische Reisende können in Burma ab Januar Kreditkarten einsetzen. Drei Banken des Landes schlossen entsprechende Verträge mit dem Kreditkartenunternehmen Visa ab. Bis vor kurzem verhinderten Finanzsanktionen der EU und der USA gegen die frühere burmesische Militärregierung, dass Touristen in dem südostasiatischen Land mit Kreditkarten zahlen oder an Automaten Geld abheben konnten. Nach der Umsetzung demokratischer Reformen wurden die Sanktionen in diesem Jahr aufgehoben.
Der Vizechef der Kanbawza Bank, Than Lwin, bezeichnete die Vereinbarungen als Meilenstein, der besonders der Tourismusbranche nutzen werde. Bei den anderen beiden Finanzinstituten handelt es sich um die Cooperative Bank und die Myanmar Oriental Bank. (dapd)
«Das ist eine kleine Geste für zwei Männer, aber eine grosse für zwei Länder», sagte Aussenminister Burkhalter in seiner Eröffnungsrede. Anschliessend schnitt er zusammen mit dem burmesischen Finanzminister Win Shein das Band durch.
Die Zeremonie fand im üppigen Garten der Botschaft statt. Rund 60 Gäste lauschten traditioneller burmesischen Musik. Auch Schweizer Musik mit Alphorn und «Schwiizerörgeli» sorgte für Unterhaltung.
Zehn Angestellte aus der Schweiz
Die neue Botschaft befindet sich in einer 1937 von den Briten erbauten Kolonialvilla. Rund 30 Angestellte, darunter zehn aus der Schweiz, werden im Dienste der Schweizer Vertretung stehen. Sie arbeiten nach dem sogenannten Prinzip einer «integrierten Botschaft» unter einem Dach unter anderem für den diplomatischen Dienst und für die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).
Am Nachmittag besuchte Burkhalter ein Zentrum für Berufsbildung in Rangun. Die Institution unter Führung einer in der Schweiz beheimateten, privaten Vereinigung ermöglicht seit 2002 hunderten jungen Burmesen eine Ausbildung. Der Aussenminister zeigte sich begeistert von dem Modell. Die burmesischen Behörden seien interessiert an Schweizer Erfahrungen im Bereich der Ausbildung, sagte er.
Später machte Burkhalter einen Rundgang in der Altstadt von Rangun. Er liess sich ein Gebäude zeigen, welches künftig die Schweizer Botschaft beherbergen könnte. Denn die am Morgen eingeweihte Villa ist bereits jetzt zu klein. Schliesslich besuchte der Aussenminister die Shwedagon Pagode, das religiöse Zentrum Burmas.
Am Montag reist Burkhalter weiter in die Hauptstadt von Laos, Vientiane, um dort mit Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf am Asien-Europa-Treffen (ASEM) teilzunehmen. Die Schweiz soll bei dem Treffen formell als Neu-Mitglied aufgenommen werden.
(sda)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 17 Kommentare

Die Printausgabe von 20 Minuten gibts jetzt auch als ePaper.
Die 20 Minuten App Familie
Thank god it's Friday!
DIE Nightlife-Website für Partyverrückte aus aller Welt


















Das ist eine gute Sache
und für die Schweiz und deren Beziehungen zu Staaten ausserhalb der EU und für Regionen deren Wirtschaften sich nur in eine Richtung, nämlich steil nach oben bewegen, ganz wichtig. Die Win-Win Situation ist jetzt schon gegeben und wird sich noch ganz klar bemerkbar machen in Zukunft. Das muss die Schweiz tun, sich nicht dauernd von den europäischen Krisenstaaten, deren Politiker den Ländern die ganze Situation eingebrockt haben, erpressen lassen, sondern eben, in neue Regionen investieren. Die Asiaten laufen den Europäern in Sachen Tüchtigkeit und wirtschaftlicher Entwicklung eh längst davon.
Schaulaufen bis zum Abwinken
at) nepo. arbeiten Sie im EDA oder bei der PR-Agentur? Ein Aussenminister und seine wichtigste Aufgabe heute (!) die Eröffnung einer Botschaft in einem eindrücklichen Entwicklungs-Land mit Mega-Bedarf an "swissness" grad an allen Ecken und Enden. 30 Mitarbeiter sind zu teuer um medienwirksam einer Nobelpreisträgerin mal die Hand zu schütteln. NB: Wo waren die CH und das EDA eigentlich als Aung San Suu Kyi noch inhaftiert war...
Demokratisch?
Ich stimme Mrs. Relations zu! Burma ist immer noch eine Diktatur. Viele von den "Asiaten" (wen meint nepo da genau?) können so schnell wachsen, weil ihre Länder noch viel aufzuholen haben und ihre Regierungen diktatorisch u/o korrupt einfach über den Köpfen ihrer Bevölkerungen entscheiden. Ob verdeckt wie Singapur oder ganz offen wie Nordkorea, viele "Asiaten" geniessen nicht die Demokratie wie wir sie in Europa und v.a. in CH kennen. Die neue CH-Botschaft in Rangun ist wahrscheinlich weniger Schweizer Engagement für mehr Demokratie in Burma, sondern Kontaktadresse für Schweizer Multis.
Minds
Die Beziehung zwischen zwei Ländern zu verbessern finde ich toll! Aber braucht es wirklich 30 (!!!) Arbeiter dazu?
Sie denken
wohl nur an die Touristenbetreuung, diese ist aber eine konsularische Aufgabe. Dafür hat ja auch jede Botschaft eine konsularische Abteilung. Auch die Botschaft in Burma hat aber noch viele wichtigere Aufgaben. Unter den 30 Mitarbeitern hat es auch lokale Angestellte wie Übersetzer, Sekratariatsleute, den Botschaftschauffeur, den Gärtner, die Telefonistin usw.
Zentralamerika
Dafür schliesst man unsinnigerweise die Botschaft in Guatemala, die seit über 60 Jahren auch für Honduras und El Salvador zuständig ist...
Asia Rules !!
Severin Gisiker Zentralamerika ist zurzeit kein Wachstum zu erwarten (mit ein paar Ausnahmen) der Asiatische Raum wird die Zukunft sein !!
Edelsteine & Erdgas
Guatemala, El Salvador und Honduras sitzen leider nicht auf Edelsteinen-Minen und vor ihren Küsten sind keine riesige Erdgasfelder entdeckt worden wie Burma. Auch plant China keine Grossprojekte in Zentralamerika, anders in Burma (Pipelines, Hochsee-Hafen). Somit sind diese zentralamerikanischen Länder für Multis und Schweizer Unternehmen leider nicht so attraktiv - und damit auch kein Bedarf für CH-Botschaftsdienste. Ich hoffe nur, dass die Schweizer Entwicklungshilfe Guatemala trotzdem noch vergisst.