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Gleichstellung
17. Juli 2010 17:40; Akt: 17.07.2010 17:58 Print
Frauenpower im Bundeshaus
Die 24 Parlamentspräsidentinnen aus aller Welt treffen sich in Bern und lancieren die «Initiative von Bern».

Ständeratspräsidentin Erika Forster (im Vordergrund) am Treffen der Parlamentspräsidentinnen aus aller Welt in Bern (16. Juli 2010). (Bild: Keystone)
Die Parlamentspräsidentinnen setzen sich für die Gesundheit von Mutter und Kind ein. Mit der am zweiten Tag ihres Treffen lancierten «Initiative von Bern» fordern sie von allen Parlamenten der Welt ein Engagement. Ziel ist es, die Mütter- und Kindersterblichkeit zu reduzieren und die Gesundheit der Mütter zu verbessern, sagte Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer
Pascale
Bruderer
SP, AG
StänderatVerbunden mit
Freunde des Zentrums für Demokratie (ZDA), Aarau
weitere Verbindungen anzeigen (SP/AG) gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.
Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer (links) verfolgt die Rede von Bert Koenders, ehemaliger holländischer Minister für Entwicklungszusammenarbeit.(Bild: Keystone)
Damit sollen zwei UNO-Millenniumsziele erreicht werden, die derzeit ein Mauerblümchendasein fristen: Die UNO hat sich den Auftrag gegeben, bis zum Jahr 2015 die Müttersterblichkeit um zwei Drittel zu verringern.
Ausserdem tangierten die Ziele Bereiche, in welchen Parlamente Handlungsspielraum hätten, sagte Bruderer. Denn: In zahlreichen Ländern wiesen die Gesetze Lücken auf, wenn es um die Gesundheit von Mutter und Kind gehe.
«Die Herausforderung ist, diese Lücken zu schliessen, damit jedes Mitglied der Gesellschaft Zugang zu Gesundheitsdiensten hat.» Zu diesem Zweck haben die Parlamentspräsidentinnen eine Liste von Vorschlägen verabschiedet, die nun mit den männlichen Parlamentskollegen angegangen werden sollen.
So sollen beispielsweise Frauen und Kinder ihre Situation vor den Parlamenten beschreiben können. Diese Art von Audienzen kann die Bereitschaft erhöhen, entsprechende Gesetzesänderungen im Gesundheitsbereich und Polizeiwesen vorwärts zu bringen und notwendige Kredite zu sprechen.
Schweizer Initiative
Die Parlamentspräsidentinnen aus aller Welt haben sich am Freitag und Samstag zu einer zweitägigen Konferenz in Bern getroffen. Zum Treffen eingeladen hatten Pascale Bruderer und Ständeratspräsidentin Erika Forster (FDP/SG).
Sie sehen das Netzwerk der Parlamentspräsidentinnen als ein wichtiges Instrument zur Förderung der politischen Handlungsbereitschaft.
Kommende Woche findet unter der Ägide der Interparlamentarischen Union (IPU) in Genf die Weltkonferenz der Parlamentspräsidenten und - präsidentinnen statt.
(sda)

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