Neue Ausweise

16. Dezember 2011 11:36; Akt: 16.12.2011 12:36 Print

Der Fingerabdruck kommt auf die IDDer Fingerabdruck kommt auf die ID

Bis 2016 sollen der Schweizer Pass und die Identitätskarte rundum erneuert werden. Auf der ID sollen auch Fingerabdrücke und ein Foto gespeichert werden.

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Der Fingerabdruck kommt auch auf die Identitätskarte - aber nicht, wenn man das nicht wünscht. (Bild: Keystone/Dominic Favre)

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Der Bundesrat hat das Justizdepartement beauftragt, die Ausweise dem aktuellen Stand der Technik anzupassen. Auf der Identitätskarte (ID) sollen künftig auch Fingerabdrücke und Foto gespeichert werden können. Bürger dürfen aber zwischen einer ID mit oder ohne biometrische Daten wählen.

Bis Ende 2016 sollen ID und Pass «rundum erneuert» werden, teilte der Bundesrat am Freitag mit. Dies sei nötig: Denn die heutige Identitätskarte sei 16 Jahre alt, der Pass deren acht. Das Erneuerungsprojekt soll 16 Millionen Franken kosten. Für die neuen Ausweise will der Bundesrat keine zusätzlichen Personendaten erfassen und speichern. Für die ID sieht er vier verschiedene Versionen vor.

Mehrere Modelle zur Auswahl

Neben einer ID ohne Chip sollen die Bürger künftig auch zwischen drei verschiedenen ID-Modellen mit Chip wählen können. Die ID ohne elektronischen Chip werde das Grundmodell bilden, das wie die heutige ID verwendet werden könne, schreibt der Bundesrat.

Daneben wird es neu eine ID mit elektronisch gespeichertem Foto und zwei Fingerabdrücken geben, welche das gleiche Sicherheitsniveau wie der heutige Pass und die Identitätskarten anderer europäischer Länder aufweist. Dies biete den bestmöglichen Schutz gegen Identitätsmissbrauch.

Das dritte Modell soll auf dem Chip eine elektronische Identität für E-Government- und E-Business-Anwendungen enthalten. Das vierte Modell kombiniert die elektronisch gespeicherten biometrischen Daten mit der elektronischen Identität.

Das Grundmodell der ID könne in gewissen Kantonen weiterhin auf den Gemeinden bezogen werden, heisst es weiter. Die Preise für die Grundmodelle von ID und Pass sollen in etwa gleich bleiben. Die Modelle mit elektronisch gespeicherten biometrischen Daten werden wie der Pass in den kantonalen Passzentren ausgestellt.

Pass bleibt äusserlich gleich

Auch der Schweizer Pass wird erneuert. Der Auftrag unter anderem für die Produktionsanlagen, Papier, Umschlag, Sicherheitsmerkmale und Chip wird öffentlich ausgeschrieben.

Das Erscheinungsbild des Passes will der Bundesrat aber nicht verändern. Auch sollen die gleichen biometrischen Daten - ein Foto und zwei Fingerabdrücke - gespeichert werden. Auch die mit dem Pass 10 eingeführte und international harmonisierte Technologie zur Datenspeicherung und zum Datenschutz soll beibehalten werden.

Erneuert werden auch die Reisedokumente für ausländische Personen, die das Bundesamt für Migration ausstellt. Diese Dokumente und der Pass sollen weiterhin im Bundesamt für Bauten und Logistik hergestellt werden. In der Schweiz werden jedes Jahr rund 500 000 Pässe und 750 000 Identitätskarten ausgestellt.

(sda)

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  • Jackman am 16.12.2011 22:17 Report Diesen Beitrag melden

    Gläserner Bürger

    Wir leben nun mal im Zeitalter der digitalen Techniken u es ist doch nur eine logische Folge dessen, was wir bereits technisch erreicht haben. Ob diese Art von Pässe nun sicherer sind oder nicht, ist doch relevant, aber wenn man sieht, wo der Mensch überall mitmacht u sich hier und da registrieren muss bei sozialen Netzwerken, Computersystemen, etc., macht so ein Pass den Hasen auch nicht mehr fett. Persönlich bin ich auch nicht begeistert, aber der Bürger ist doch schon längst gläsern geworden, wozu also sich noch gross aufregen?

  • Mario am 16.12.2011 21:51 Report Diesen Beitrag melden

    Kenn ich vom Cro Pass

    Habe letztes Jahr meinen Kroatischen Pass verlängert, neu war das ich auch meinen Fingerabdruck drucken musste. War irgendwie ein komisches Gefühl.

  • Noone am 16.12.2011 17:41 Report Diesen Beitrag melden

    Lasst euch doch gleich chippen !

    Bei Hunden gehts ja auch. Wetten dass es keine 10 Jahre mehr dauert bis sich die ersten leichtgläubigen Naivlinge mit irgendwelchen Ich-hab-nix-zu-verbergen-Argumenten freiwilli dazu melden ! Viel Spass dabei. Ihr werdet noch sehen was ihr alles besser hättet verbergen sollen ! Die Verbrecher gehören auf die Datenbanken nicht die unbescholtenen Bürger !

    • Hans Müller am 16.12.2011 21:46 Report Diesen Beitrag melden

      Wahl

      Sie können ja wählen ob sie mit oder ohne Fingerabdrücke abgespeichert werden wollen. Keine Panik.

    • h.Wegmüller am 18.12.2011 01:04 Report Diesen Beitrag melden

      Bitte wenn möglich weiterdenken ..!!

      Mit oder ohne Fingerprints ..? Dafür gibt es dann an den Flughäfen ,und nächstens auch an Bahnhöfen usw bei Eintscheckkontrollen drei Reihen wo man dann bei nicht Fingerprints komplett auseinandergenommen wird !! 3 - te Klasse.!! Und zur ( Belohnung ) der ( ja ) Sager braucht Ihr in Zukunft nicht mehr drei Stunden ,sondern nur noch zwei vorher einzutschecken !! Und wenn dann die Kontrollen in der anderen Reihe zu lange dauern ,so kommt dann der Fingerprint automatisch , die Begründung es ist nicht anders möglich!! also = Obligatorisch !!

    • Peter Sommer am 18.12.2011 01:15 Report Diesen Beitrag melden

      Chippen ?

      Nur keine Panik , das gibt es bereits schon , zwar auf freiwilliger Basis ,und das gibt es schon seit zehn Jahren !! Und zwar in Amsterdamm in einem Nachtclub..!! Und die Schweden sind daran das Bargeld abzuschaffen zu wollen , um völlige Kontrolle mit Kreditkarten zu erlangen , wo ersichtlich ist was Sie ausgeben , wo , und wieviel , bei wem ,von wann bis wann sind Sie wo , wie ist Ihr Verhalten Konsum , wie oft , usw ..usw .. und die Liste währe unbegrenzt weiter zu führen !!! Also nur weiter so ..!!!

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