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Juso-Kampagne
19. Oktober 2009 23:26; Akt: 19.10.2009 23:35 Print
«Tiefpunkt der Geschmacklosigkeit»
von Nico Menzato - Die Juso ziehen in Sachen provokative Politwerbung an der SVP vorbei: Doris Leuthard wird wegen des Wirbels um Kriegsmaterialexporte als Schlächterin dargestellt.
Die aktuelle Verordnung verbietet den Waffenverkauf unter anderem an Staaten, die «in einen bewaffneten Konflikt verwickelt sind», oder an Staaten, die «die Menschenrechte systematisch und schwerwiegend verletzen». Die Linke kritisiert, dass dennoch Waffen in Länder wie die USA, Indien oder Pakistan verkauft werden – und fordert in einer Initiative ein komplettes Exportverbot von Kriegsmaterial. «Die heutige Gesetzgebung, die Leuthard vertritt, ist verantwortlich für tausende Tote im Ausland», begründet Juso-Chef Cédric Wermuth die Plakate, die an Ständern der Juso aufgehängt werden. Der Bundesrat schere sich nicht darum, was mit den Waffen im Ausland geschehe.
Blutrünstiges Juso-Plakat mit Bundesrätin Leuthard.
Die eigene Bundesrätin mit blutverschmierten Händen – für die CVP ist dies nur «primitiv». Sprecherin Marianne Binder: «Das Bild ist an Niveaulosigkeit kaum zu überbieten.» Für politische Propaganda sei den Jungsozialisten wie auch den Rechten jedes Mittel recht. «Es ist schade, dass die Juso alles auf Personen reduzieren, statt Argumente zu liefern», ergänzt Leuthards Infochef Christophe Hans. Auch PR-Berater Manfred Messmer traut seinen Augen nicht: «Die Juso haben den absoluten Tiefpunkt der Geschmacklosigkeit in der Politwerbung erreicht.» Nicht allein die Verunglimpfung einer Bundesrätin markiere diesen Tiefpunkt, sondern auch das Design. Messmer: «Ich kann der Juso nur raten: Engagiert – wenn schon – den Grafiker der SVP!»



























