Bilanz 2009

15. April 2010 13:49; Akt: 15.04.2010 13:54 Print

Über 10 000 Heli-Einsätze der RegaÜber 10 000 Heli-Einsätze der Rega

Die Rega flog im Jahr 2009 mit ihren Helikoptern noch mehr Einsätze als im Rekordjahr 2008. Bei den Ambulanzjets ist dagegen ein Rückgang zu verzeichnen.

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Die Dienste der Rega würden von der Schweizer Bevölkerung geschätzt, und die solidarische, ohne staatliche Zuschüsse organisierte Luftrettung entspreche einem echten Bedürfnis, hiess es an der Jahresmedienkonferenz. Dies zeige die ungebrochen zunehmende Unterstützung durch die Gönnerinnen und Gönner. 2009 stieg die Zahl der Gönnerausweise um 3,3 Prozent auf rund 2,21 Millionen.

10 443-mal war die Hilfe der Rega-Helikopter gefragt, 18-mal mehr als im Vorjahr. Die Ambulanzjets flogen mit 1184 Einsätzen 9,2 Prozent weniger. Bei den Repatriierungen, den Rückführungen aus dem Ausland, habe sich die gesunkene Reiselust bemerkbar gemacht, hiess es am Donnerstag an der Jahresmedienkonferenz der Schweizerischen Rettungsflugwacht. Diese fand gleichzeitig in Dübendorf, Lausanne und Locarno statt.

Neue Helis im Einsatz

Neben der täglichen Einsatztätigkeit hatte die Rega mit ihren über 300 Mitarbeitenden im Jahr 2009 einige Grossprojekte zu stemmen. Die Einführung des neuen Gebirgshelikopters «AgustaWestland Da Vinci» mit Investitionen von 112,5 Millionen Franken, sei gut auf Kurs, hiess es.

Am 29. Oktober 2009 vermeldete die Rega-Basis St. Gallen den ersten Einsatz mit dem «Da Vinci». Ein schwer verletzter junger Wanderer wurde in der Nähe der Schwägalp geborgen. Der neue Helikopter wird 2010 auf allen Gebirgsbasen operativ eingesetzt. Somit kann die vor vier Jahren eingeläutete Erneuerung der Gebirgshelikopterflotte 2010 abgeschlossen werden.

Das im Herbst 2009 in Betrieb genommene neue Gebäude der Einsatzbasis Lausanne werte die Infrastruktur in der Westschweiz deutlich auf, betonte die Rega. Den nächsten Schritt werde sie im Tessin unternehmen, wo für 2010 der Baubeginn des neuen Basisgebäudes auf dem Flugplatz Locarno geplant ist.

Mobile Herz-Lungen-Maschine

Massstäbe setzt die Rega nach eigenen Angaben auch in medizinischer Hinsicht: Gemeinsam mit dem Herz-Neuro-Zentrum Bodensee in Kreuzlingen TG setzte sie 2009 erstmals eine mobile Herz- Lungen-Maschine an Bord von Rettungshelikoptern und Ambulanzjets ein.

Mit Hilfe dieser so genannten «Life-Box» können Patienten, die bisher wegen ihres kritischen Gesundheitszustands nicht in ein spezialisiertes Spital gebracht werden konnten, dennoch verlegt werden.

(sda)