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Von der Urne fernbleiben
30. Januar 2011 22:47; Akt: 30.01.2011 20:59 Print
SVP-Stil hält viele junge Frauen vom Wählen ab
von Lorenz Hanselmann - Nur jede vierte junge Schweizerin geht wählen. Bei den Männern sind es fast 40 Prozent. Hauptgrund: der Politstil der SVP.

Der Politstil hält junge Frauen vom Gang zur Urne ab. Foto: colourbox.com
Auf zwei junge Frauen, die wählen gehen, kommen heute drei junge Männer. Dabei schienen die Geschlechtergrenzen 1995 überwunden: Damals gingen fast gleich viel junge Frauen und Männer an die Urne. Seither ist die Wahlbeteiligung der 18 bis 29 Jahre alten Frauen nur leicht auf 27 Prozent gestiegen. Bei den jungen Männern kletterte er bei den letzten nationalen Wahlen dagegen auf 39 Prozent, errechnet Politologe Georg Lutz für die «SonntagsZeitung».
«Politik interessiert mich, aber ich bin zu faul und die Politiker sind sowieso korrupt. Ich müsste meine eigene Partei gründen.»
Stefanie Nitsch (21), Mörschwil SG
«Viele junge Frauen haben wohl schlicht keine Lust, sich zu informieren. Zudem sind die Wahlthemen häufig recht kompliziert.»
Debi Reust (18), Zürich
«Um zu wählen, müsste ich mich umfassend informieren können. Leider ist das oft zu umständlich und zu kompliziert.»
Nicole Studer (29), Bern
«Bei mir in der Familie geht fast niemand wählen. Und am Ende machen die Politiker doch sowieso, was sie wollen.»
Jasmine Velayos (26), Basel
Hauptgrund für den Geschlechtergraben ist der Politstil der letzten Jahre: «Insbesondere die SVP hat mit ihrer Art des Politisierens die Auseinandersetzungen verschärft. Von diesem Stil fühlen sich junge Frauen offenbar weniger angesprochen als junge Männer», sagt Lutz.
Fakt ist: Der Aufstieg der SVP zur wählerstärksten Partei fällt genau in die Zeitspanne, in der sich das Geschlechterverhältnis der Jungen an der Urne veränderte. Und bei den jungen Männern fand seit 1995 ein starker Rechtsrutsch statt: Stuften sich damals 16 Prozent der 18- bis 29-Jährigen als rechts ein, waren es 2007 36 Prozent. Vergrault die SVP also die jungen Frauen? «Wir haben sicher einen männlichen Stil geprägt und sprechen Themen an, die gerade auch jungen Männern unter den Nägeln brennen», sagt Erich Hess, Präsident der Jungen SVP. Für Sarah Wyss von den Juso Frauen sind hingegen nicht die Themen, sondern die Art des Politisierens ausschlaggebend: «Viele junge Frauen werden von der Angstmacherei der SVP abgeschreckt.» Jene, die sich trotzdem für Politik interessierten, seien heute dafür erst recht aktiv.
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Alle 37 Kommentare






























Wenn man so politisiert wie die Jugend -
können auch keine Türen zur Politik geöffnet werden - so einfach ist die Sache. Hirn einschalten und Hirnzelle aktivieren ist das Motto.
Ologen
Alle diesesollte man eigendlich abwählen können. Deren Tätigkeit ist Geldvernichtung in Reinkultur
Das absolut schlimmste wäre,
wenn es die SVP nicht mehr geben würde.Da müsste man eine neue Schuldpartei erfinden.Keine dieser vier Frauen im Anhang hat sich dahingehend geäussert.Mir macht nicht,wie sich SP Politikerin Sarah Wyss äussert, die Angstmacherei der SVP Angst.Mir machen die Verschenkungs Gelüste der SP und weiteren Parteien an die EU Angst. Im Hinblick auf die Wahlen im Herbst,wäre es nun an der Zeit,wirklich weiterbringende Ideen zu entwickeln.Alle gegen die SVP ist keine nützliche Politik,im Gegenteil wird Dieser sehr nützlich sein.