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Beschwerde eingereicht
25. November 2012 10:14; Akt: 25.11.2012 10:14 Print
Wie terrorsicher ist das AKW Mühleberg?
Eine Beschwerde fordert, dass das AKW Mühleberg auf den Schutz vor Terroranschlägen untersucht werden soll. Die Atomaufsicht Ensi sagt, die Schweizer AKW seien sicher. Zuletzt wurde das allerdings widerlegt.

Eine Untersuchung von 2003 zeigt, dass das AKW Mühleberg nicht auf den Schutz vor gezielten Flugzeugabstürzen ausgelegt ist. (Bild: Keystone)
Der Anwalt Rainer Weibel will beim Departement von Bundesrätin Doris Leuthard eine neue Beschwerde gegen das AKW Mühleberg einreichen, wie er der NZZ am Sonntag sagt. Damit will er erreichen, dass Mühlebergs Schutz vor terroristischen Flugzeugabstürzen untersucht wird.
Infografik Atommüll in EuropaDie Initiative kommt unter anderem von Max Tobler, einem AKW-Gegner, der 30 Jahre lang Swissair-Pilot war. «Jeder kann mithilfe von Landkarten im Internet einen Anflug direkt auf Mühleberg programmieren», sagt er. Dass ein Anflug auf Mühleberg möglich wäre, bestreitet auch die Schweizer Atomaufsicht Ensi nicht. Nachdem der Ensi-Rat Tobler im Sommer angehört hatte, dankte ihm Präsidentin Anne Eckhardt in einer E-Mail für seine «substanziellen» Informationen.
Zu wenig Schutz vor Flugzeugabstürzen
Das Ensi prüfe nun, inwieweit Ensi-Studien «neuen Erkenntnissen zum gezielten Flugzeugabsturz» anzupassen seien. In einem Brief, den Tobler vor wenigen Wochen von Eckhardt erhielt, doppelt diese nach: «Der Ensi-Rat kann Ihre Überlegungen zur Zielsicherheit mit der bordeigenen Navigation (...) grundsätzlich nachvollziehen.» Dann schreibt Eckardt aber, die Schweizer AKW seien sicher.
In einer Ensi-Untersuchung von 2003 steht indes explizit, die ältesten Schweizer AKW Beznau und Mühleberg seien nicht ausgelegt auf den Schutz vor gezielten Flugzeugabstürzen. Ebenso entspricht die Wandstärke des Reaktors in Mühleberg laut dem kernenergiefreundlichen Verein Nuklearforum nicht den Anforderungen, welche die Aufsichtsbehörde 1986 zum Schutz gegen Crashs definierte.
(pre)
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Alle 113 Kommentare

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juristischer Weg
Der juristische Weg ist die einzige Möglichkeit um am Schluss zu wissen, will uns nun das Gericht vor einem Restrisiko schützen oder will das Gericht die Konzerne vor Gewinneinbruch schützen.
Wohin flüchten?
Wohin wollen wir alle (über 8 Millionen Menschen) fliehen, wenn der "Staat Schweiz" wegen einer möglichen Verstrahlung unbewohnbar geworden ist? Frage mich da immer wieder :-(
Welche "Verstrahlung"?
Bei einem AKW-Unfall wird nicht einfach die Fläche der Schweiz verstrahlt, wie viele das behaupten. Zu einer gefährlich intensiven ionisierten Strahlung kommt es überhaupt nur bei einer unkontrollierten Kernschmelze, wie in Fukushima. Haben Sie schon gehört, dass die Sperrzone während der Kernschmelze gerade mal 20km breit war? Und haben Sie auch schon gehört, dass unterdessen der grösste Teil der Bevölkerung, die wegen des Tsunamis fliehen musste, wieder dort wohnt? DAS wären mal Themen für die AKW-Gegner.
@ marco
wie lächerlich. Dann gibt es auch die tausenden von verstrahlten kindern nicht ? schreiben sie besser mal nichts mehr was mit dem Thema zu tun hat. komischerweise sind auch bei den 2 Atombomben keine menschen umgekommen....und danach ja auch keine. Auch tschernobyl war nie verstrahlt und heute kommen auch keine missgebeildeten Kinder mehr zu welt. man wie blind kann man sein ?
Neubau sinnvoller
Unsere alten akw werden zum sicherheitsproblem. Mann müsste ein grosses modernes machen und wird hätten auch grad mehr .die zukunft braucht massiv mehr strom
Wasserknappheit
Ich habe mir überlegt, dass man so ein gefährliches Produktionswerk eigentlich tief in den Boden bauen sollte. Warum eigentlich sind all die AKW's auf Erden dermassen exponiert? Es kommt eh ein kleines Problem auf uns zu: wie um himmels Willen wollen all die heissen Reaktoren OHNE Wasser gekühlt werden? Denn Wassermangel ist unser nächstes grosses Problem! Wird leider so sein :-( Das einzige was uns bleibt, ist der Wind. Lied: "The answer my friend, is blowing in the wind...". Wir werden alle schon bald sehr nüchtern, abrubt erwachen!