Orkan

12. Januar 2016 19:28; Akt: 12.01.2016 19:47 Print

Böen von 136 km/h und es wird noch stürmischer

In der Schweiz blies heute der Wind in Orkanstärke. Jetzt folgt der Schnee – bis ins Flachland.

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Lädt nicht zum verweilen ein: Eine Sitzbank bei stürmischem Wetter in Vevey. (11. Januar 2016) (Bild: Keystone)

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Stürmisches Wetter in der Schweiz: Orkanböen von um die 130 Stundenkilometer sind zwischen Montagmittag und Dienstagmorgen gemessen worden. Die heftigste Böe von 136 Kilometer pro Stunde wurde auf Les Diablerets in der Waadt registriert, teilt SRF Meteo mit.

Aber auch an anderen Orten blies der Wind in Orkanstärke, also mit mehr als 117 km/h: Auf dem Luzerner Hausberg Pilatus wurden 130 km/h gemessen, auf dem Säntis in der Ostschweiz 129 km/h und auf dem Bantiger bei Bern 127 km/h.

Bis zu 150 km/h am Mittwoch

Über grössere Schäden wurde bisher nichts bekannt. Bei der Berner Kantonspolizei gingen seit der Nacht auf Montag zwei Dutzend Meldungen ein, wie ein Sprecher am Dienstagmorgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur sagte. Einsatzkräfte entfernten an mehreren Orten Bäume, Äste, Steine und Geröll von der Strasse.

Etwas weniger heftig waren die Winde im Flachland: 103 km/h wurden am Montag in Neuenburg gemessen. Ursache des Sturmes ist ein Tief über der Nordsee. Der Sturm sollte noch bis zum Mittwochmittag dauern. SRF Meteo hält in den Bergen und im Jura Orkanspitzen von bis zu 150 km/h für möglich, im Flachland von bis zu 100 km/h.

Grosse Lawinengefahr im Wallis

Begleitet war der Sturm von Schnee in den Bergen und Regen im Unterland. Im Wallis und in angrenzenden Alpengebieten ist die Lawinengefahr gross. Es gilt die vierte und damit die zweithöchste der fünf Gefahren-Warnstufen.

Endlich kommt der Schnee
In den übrigen Gebieten der Alpen ist die Lawinengefahr erheblich - das entspricht der dritten der fünf Gefahrenstufen. Die Meteorologen rechneten damit, dass es am Wochenende auch im Flachland weiss wird. Erste Flocken könnten «da und dort» im Flachland bereits am Dienstagabend fallen.

Schifffahrt auf dem Genfersee eingeschränkt

Der starke Wind beeinträchtigte am Dienstagmorgen die Schifffahrt auf dem Genfersee. Zwischen Lausanne und Thonon-les-Bains sowie zwischen Lausanne und Evian konnten keine Schiffe fahren. Vorab informiert über den Ausfall wurde wegen einer Panne nur ein Teil der Passagiere.

Die Schifffahrtsgesellschaft CGN verschickte am Montagabend den registrierten Nutzern zwar eine SMS. Diese kam aber nur bei jenen an, die eine Schweizer Nummer haben, wie CGN bestätigte. All jene mit französischer Nummer - darunter wohl viele Grenzgänger - erhielten die SMS nicht.

(woz/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Uwe Müller am 12.01.2016 20:20 Report Diesen Beitrag melden

    Zu schnell

    Ich dachte in der Schweiz wären höchstens 120 km/h erlaubt.

  • M.G. am 12.01.2016 19:49 Report Diesen Beitrag melden

    Erinnerung an 1979

    Am 31.12.1978 wohnte ich in D auf 600 Mtr Höhe. Am Morgen war alles noch ruhig, dann setzte Schneefall ein und in der Nacht wurde es stürmisch. Am nächsten Morgen habe ich das einzige Mal in Europa einen echten White-Out gesehen: Sicht keine 10 Meter und kein Horizont mehr bei 120 km/h Windgeschwindigkeit und sehr dichtem Schnellfall. Weil unser Haus und das des Nachbarn frei in der Landschaft standen bildete sich zwischen den Häusern eine 6 Meter hohe Schneeverwehung. Unsere Haustüre blieb frei aber der Nachbar kam nur noch durch ein Fenster aus dem Haus.

  • Winterfreund am 12.01.2016 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    Gegenseitiges Vertrauen

    Gegenseitiges Vertrauen ist das Fundament, das selbst schlimmste Orkanböen unbeschadet übersteht. Nach den Orkanböen kommt der Schnee, Autofahrer, Fussgänger und viele werden allerhand Sorgen haben, ob Flachland, Berge. Wenn der Winter endlich kommt ist Zeit für Schneeballschlacht und Schlittenfahrt, Skifahren, Schneeschuhlaufen, Langlaufen und vieles noch wo Spass macht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Isle Znark am 13.01.2016 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nötig

    Von mir aus brauchen wir im Flachland keinen Schnee. Das gibt nur Unfälle und Chaos!! Was haben wir sonst davon??!!

  • Beat Keller am 13.01.2016 07:22 Report Diesen Beitrag melden

    Durch Sturm früh geweckt

    Ich bin durch den Sturm heute Morgen sehr früh geweckt worden. Ich konnte nicht mehr einschlafen und bin so etwas früher zur Arbeit gefahren. Diese Fahrt war ziemlich schlimm, aber ich bin angekommen. Allen einen guten Tag trotz des miesen Wetters

  • Anonym am 12.01.2016 23:39 Report Diesen Beitrag melden

    @Uwe Müller

    2009. Der Wintersturm «Quinten», der am Dienstag über die Schweiz fegte, hat in der Schweiz Schäden von über 10 Millionen Franken angerichtet. Die grössten Sturmschäden hatte der Kantone Zürich zu beklagen. 2012 - Die Schweiz hat eine Nacht mit stürmischem Wind hinter sich. In den Bergen und vereinzelt im Flachland erreichte der Wind Orkanstärke. ... im Kanton Zürich Schäden von 10 bis 15 Millionen Franken angerichtet haben.

    • Anonym am 12.01.2016 23:52 Report Diesen Beitrag melden

      @Uwe Müller

      Denken Sie darüber nach jeden Tag. Der Sturm Lothar fegte am 26. Dezember 1999 mit Windspitzen von bis zu 249 km/h über die Schweiz und erreichte damit Orkanstärke. Er fordertet mehrere Menschenleben, verursachte hohe Sachschäden und vernichtete grosse Waldbestände. Auswirkungen in der Schweiz Neben 14 Toten verursachte Lothar in der Schweiz 600 Millionen Franken Schäden an Gebäuden und 750 Millionen Franken Schäden und Folgekosten am Wald.

    • Person am 13.01.2016 00:07 Report Diesen Beitrag melden

      @Uwe Müller Unbekannte Person

      Schaden selber haben von Orkanstärke ist das eine, über Orkanstärke sich lustig machen ist sehr schlimm. Wie lustig werden sie es nehmen, als selber betroffene Person dann?

    einklappen einklappen
  • Mike am 12.01.2016 23:27 Report Diesen Beitrag melden

    El-Klimaerwärmung

    Wie vorhergesagt... Es gab wieder mal einen El-Nino, zuerst wird's Warm, dann wird's kalt... Nein, El-Nino ist nicht El-Klimaerwärmung... Das Wetter macht was es will... Das hat es schon immer gemacht. Mal kalt, mal warm, mal bewölkt, mal sonne... Jedes Jahr ist einzigartig... Bloss, seit 1997 wird die Temperatur global mit Satelliten gemessen: keine signifikante Erwärmung... (Klimatistas nennen das "the Pause"... wir müssen noch warten, bis wir im Winter endlich Shorts tragen können...)

  • Wetterfrosch am 12.01.2016 23:13 Report Diesen Beitrag melden

    Minus-Temperaturen

    Ab Donnerstag gibt es Minus-Temperaturen in der Nacht und Samstag, Sonntag auch tagsüber. Dies einfach eine Ergänzung zu den Windwarnung-Beiträgen. Also winterlich bekleiden!