Thailand

10. August 2016 09:51; Akt: 10.08.2016 09:53 Print

König verkürzt Haft für Schweizer Geschäftsmann

Xavier Justo wollte mit heimlich kopierten Firmendaten Millionen machen – und landete im Gefängnis. Nun wird der Genfer begnadigt.

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Der ehemalige Petrosaudi-Direktor forderte Geld: Xavier Justo nach seiner Verhaftung auf Ko Samui. (Archiv) (Bild: Keystone)

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Der thailändische König hat für den Schweizer Geschäftsmann Xavier Justo eine Haftreduktion von drei auf zwei Jahre verfügt. Der Genfer hatte eine Erdölfirma erpresst.

Der Grund für die Begnadigung ist die Feier zum 70. Jahrestag der Thronbesteigung von König Bhumibol Adulyadej. Veröffentlicht wurde die Begnadigung, die für eine ganze Liste von Häftlingen gilt, auf einer königlichen Internetseite. Heute berichteten die «Aargauer Zeitung» und die «Neue Zürcher Zeitung» darüber.

Finanzskandal an die Öffentlichkeit gebracht

Der 50-jährige Genfer war im August 2015 in Thailand zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der ehemalige Angestellte der Genfer Filiale von PetroSaudi International hatte vor dem Strafgericht in Bangkok zugegeben, im Jahr 2011 sensible Dokumente gestohlen zu haben, bevor er die Firma verliess.

Danach verlangte er 2,5 Millionen Dollar für deren Rückgabe, wie die thailändische Polizei mitgeteilt hatte. Zudem spielte er die Dokumente Medienschaffenden zu.

Das erpresste Unternehmen PetroSaudi steht im Zentrum einer Affäre um undurchsichtige Geldtransfers eines malaysischen Staatsfonds.

PetroSaudi ist spezialisiert auf die Förderung von Erdöl und Erdgas und hat Büros in Grossbritannien, Saudiarabien und der Schweiz. Aus den gestohlenen Dokumenten soll hervorgehen, dass bei einem Deal zwischen PetroSaudi und dem malaysischen Staatsfonds «1 Malaysia Development Berhad» (1MDB) im September 2009 rund 700 Millionen US-Dollar abgezogen und an einen Vertrauten von Regierungschef Najib Razak überwiesen worden seien - unter anderem über Banken in der Schweiz und in Singapur.

(nag/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kurt am 10.08.2016 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Lehrstück

    Ja, vielleicht sollte man solche Affären nicht in Thailand aufdecken... aber das hat er wahrscheinlich auch gelehrt.

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  • Leser am 10.08.2016 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    3 Jahre

    Nur 3 Jahre? Das hätte wohl sogar in der Schweiz mehr gegeben.

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  • marko 31 am 10.08.2016 10:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    König Thailand

    Der König ist gnädig

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sulejka am 11.08.2016 22:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ehrlich währt am längsten

    Solche Menschen gehören Strafen egal ob es ein Schweizer ist oder sonst jemand. Wenn man mit 50 Jahren noch solche Betrügereien macht ändert sich wohl nie mehr. Ehrlichkeit währt am längsten.

  • pindleko am 10.08.2016 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht ganz richtig

    Im grundsatz ist der Artikel richtig, jedoch nicht die ganze Wahrheit. Es wird hier von Erpressung geredet, jedoch war es eher die Einforderung von ausstehenden Löhnen. Ich denke jedoch, dass die Begnadigung gerecht ist, da nur dank der Weitergabe der Dokumente der grösste Korruptionsskandal in Asien aufgedeckt werden konnte. Hier geht es um 1.5 Billionen Dollar. Das US Justizministerium ermittelt und hat sicherlich auch geholfen die Haftstrafe zu reduzieren, da man den Herrn als Zeuge benötigt.

  • marko 31 am 10.08.2016 10:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    König Thailand

    Der König ist gnädig

    • Widder am 10.08.2016 12:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @marko 31

      Das ist so. Der König von Thailand ist ein integrer, weiser und sehr menschlicher Monarch. Deshalb wird er vom Volk geliebt und verehrt.

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  • fredi gurtner am 10.08.2016 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Genfer begnadigt

    Finde ich nicht gut ,dass ein solcher Verbrecher begnadigt wird.

    • Chris am 10.08.2016 11:23 Report Diesen Beitrag melden

      @fredi gurtner

      Die Chancen stehen hoch, sollte der Typ zurück in die CH kommen, dass hier noch einiges auf ihn wartet.

    • Lukas am 10.08.2016 12:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @fredi gurtner

      Es ist sicher nicht gut wie er es getan hat, aber sein Verbrechen ist wesentlich kleiner als das seines Ex-Arbeitgebers.....

    • Miss Eule am 10.08.2016 12:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @fredi gurtner

      Und was ist mit der korrupten Firma?

    • Hulck am 10.08.2016 14:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Miss Eule

      Das sollte dann ein 2.Prozess sein , aber Erpressung ist Erpressung !! Wobei ich das Strafmass genügend finde wenn man bedenkt was man in der Schweiz für Vergewaltigung , misshandlung von Kinder oder Todschlag bekommt.. meisst weit unter 10Jahren !

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  • Kineau am 10.08.2016 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    zu gefährlich

    Ich würd nie nach Thailand. ist mir viel zu gefährlich

    • Mr. Right am 10.08.2016 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kineau

      Ja schliessen sie sich zuhause ein. Achtung sie sollten nicht ins Badezimmer ausrutschgefahr ist zu gefährlich.

    • dani am 10.08.2016 11:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kineau

      was ist dort gefährlich? bin viel in thailand und myanmar. habe bis jetzt noch nichts gefähriches entdeckt.

    • Karo am 10.08.2016 11:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kineau

      Es ist für solche gefährlich die sich nicht benehmen können und das ist gut so !

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