Bergsturz Bondo

07. September 2017 17:15; Akt: 07.09.2017 20:45 Print

Bergell kann am Tag wieder durchfahren werden

Zwei Wochen nach dem grossen Bergsturz bei Bondo ist die alte Kantonsstrasse wieder offen. Zumindest tagsüber.

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Gefahr weiterhin akut: In ihre Häuser dürfen die Bewohner mindestens zwei Monate lang nicht zurück. (3. September 2017). Es könnte zu weiteren Felsstürzen kommen: Angehörige der Armee stellen in Bondo eine Richtstrahlanlage ein. (2. September 2017) Aufräumarbeiten: Bagger im Einsatz. (2. September 2017) «Wenn eine Mure kommt, muss das Gefahrenfeld innert vier Minuten geräumt sein»: Räumungsarbeiten in Bondo GR. (2. September 2017) Der Wasserstand des Flusses Maira, der mit Geröllmassen gefüllt ist, hat sich zurückgezogen. Die Gefahr von weiteren Murgängen ist noch nicht gebannt. Ist wieder offen: Warnung an der Strasse beim Maloja-Hospiz zwischen Casaccia und Vicosoprano im Bergell. (1. September 2017) Ihre Türe steht der Bevölkerung offen: Gemeindepraesidentin Anna Giacometti spricht mit Einwohnern. (29. August 2017) Das Bergell ist vom Engadin her wieder erreichbar. (1. September 2017) Das Bergell ist von der Aussenwelt abgeschnitten gewesen: Strassensperre zwischen Casaccia und Vicosoprano. (1. September 2017) Überflutete Strassen nach den neuen Murgängen: Spino im Bergell GR. Zwei Personen mussten in der Nacht mit dem Helikopter evakuiert werden. Geröllmassen in Bewegung: Die Situation am Donnerstagabend. (31. August 2017) Sicherungsarbeiten im Talboden: Die Arbeiter müssen sich innert vier Minuten in Sicherheit bringen, da das abgebrochene Material immer noch in Bewegung sei. (28. August 2017) Zivile Helfer im Einsatz: Bundesrat Guy Parmelin bot die Hilfe des Militärs an, doch im Moment sei dies noch zu gefährlich. (28. August 2017) Blick in die Informationsverstaltung für die Bevölkerung von Bondo GR. (29. August 2014) Aus der Vogelperspektive: Drohnenaufnahmen zeigen was der Bergsturz in Bergell anrichtete. (28. August 2017) Machen den Weg frei: Mehrere grössere Felsblöcke wurden gesprengt, damit man sie besser wegräumen kann. LKWs und Bagger stehen tief im Schlamm: Bei einem der grössten Bergstürze in der Schweiz seit 100 Jahren brachen Unmengen von Gesteinsmassen vom Piz Cengalo ab. (26. August 2017) Bleiben lieber in sicherer Enfernung: Kurz nachdem einige Anwohner wieder in ihre Häuser zurück durften, mussten sie diese auch schon wieder aufgrund eines erneuten Murgangs verlassen. (26.August 2017) Zweiter Murgang: Laut Experten ist eine weitere Million Kubikmeter Fels in langsamer Bewegung. (26. August 2017) Biker fotografiert das Ausmass der Verwüstung: Die Gesteinsmassen haben 16 Gebäude zerstört oder beschädigt und ein Firmengelände überschwemmt. (26.August 2017) Musste Bergung abbrechen: Einsatzleiter Andrea Mittner informiert die Medien. (26. August 2017) Erneuter Murgang: Schlammlawine in Bondo. (25. August 2017) In diesem Tal sind die acht Wanderer verunglückt: Bondo nach dem Bergsturz. Flucht aus der Gefahrenzone: Im Nachbardorf Stampa kommt ein Auto nach dem anderen von Bondo her. Der Zonenplan, der über Zugang oder Evakuierung der Häuser in Bondo entscheidet: Grün für uneingeschränkten Zugang, im orangen Bereich muss mit neuerlichen Evakuierungen gerechnet werden, die rote Zone bleibt evakuiert. Blau bedeutet verschüttet. Polizeisprecher Roman Rüegg informiert am Freitag über die vermissten Wanderer. (25. August 2017) Anna Giacometti erklärt, welche Bewohner wieder nach Hause dürfen und welche nicht. (25. August 2017) Bagger räumen die Geröllmassen weg. (25. August 2017) Nach den Vermissten wurde unermüdlich gesucht. (25. August 2017) Sichert dem Bergeller Dorf jede erdenkliche Unterstützung der Behörden zu: Bundespräsidentin Doris Leuthard begegnet Bondos Gemeindepräsidentin Anna Giacometti gefühlvoll. (24. August 2017) Bild: Screenshot SRF Die Hauptstrasse durchs Bergell ist geschlossen: Autos stauten sich vor dem Portal der Umfahrung des Orts. (23. August 2017) Die Durchfahrt durch das Bergell ist unpassierbar geworden. (23. August 2017) Bundespräsidentin Doris Leuthard ist angereist. (24. August 2017) Berggänger werden mit einem Helikopter der Air Bernina evakuiert. (24. August 2017) 32 Personen sind mit dem Helikopter ausgeflogen worden, wie die Behörden am Donnerstag bekannt gegeben haben. (24. August 2017) Die Strasse ist schwer beschädigt. (24. August 2017) Das Bild der Zerstörung im Sonnenlicht. (24. August 2017) Die Abbruchstelle aus der Luft. (24. August 2017) Material des Felssturzes hat der Bach Bondasca als Murgang talauswärts bis nach Bondo geschoben. (Screenshot SRF) Zwei Ställe am Dorfrand wurden zerstört. Und im Val Bondasca walzten die Gesteinsmassen zehn Ställe und Maiensässe nieder. (23. August 2017) Bergsturz in Bergell: Die Rettungsteams haben ihre Suche nach vermissten Personen in Bondo GR intensiviert. (24. August 2017) Die Polizei hat eigene Helikopter und einen der Armee im Einsatz. Die Gemeindepräsidentin von Bergell, Anna Giacometti, spricht zu den Medien in Bondo. Barbara Janom Steiner, Regierungsrätin des Kantons Graubünden und Anna Giacometti, Gemeindepräsidentin von Bregaglia sind vor Ort. Rund 4 Millionen Kubikmeter sind zu Tal gedonnert: Das Geröll hat sich über 500 Meter Länge verteilt. An einzelnen Stellen ist es mehrere zehn Meter hoch. Ausmass der Verwüstung: Gemäss Angaben der Kantonspolizei Graubünden wurden bisher acht Personen vermisst gemeldet. (24. August 2017) Der Murgang stoppte knapp vor den Wohnhäusern: Wegen des Bergsturzes ist das Bergdorf Bondo im bündnerischen Bergell komplett evakuiert worden. (23.August 2017) 100 Personen wurden wegen allfälliger weiterer Steinschläge evakuiert. Grenzberg zwischen Italien und der Schweiz: Die Felsmassen brachen vom Piz Cengalo (3369 m ü. M.) ab. Die Leitplanken und einzelne Bäume behaupten sich gegen die Naturgewalt. (24. August 2017) «Wir haben gewusst, dass sich wieder ein Felssturz ereignen könnte», sagte Gemeindepräsidentin Anna Giacometti, allerdings sei man von der grossen Menge der Geröllmassen überrascht. SAC-Hütten über den Luftweg evakuiert: Helikopter führten Suchflüge durch und flogen einige Personen aus dem Gefahrengebiet aus. Spuren der Naturgewalt: Bondo und der Weiler Spino wurden evakuiert, das Dorf Soglio ist von der Aussenwelt abgeschnitten. Gesperrte Hauptstrasse zwischen Stampa und Castasegna: Alternative Verkehrsrouten führen über den Berninapass und das Puschlav. Da war noch alles in Ordnung: Die Region ist bei Wanderern vor allem wegen ihrer malerischen Umgebung bekannt. Wenige Tage später: Die Gegend liegt unter einer dicken Schicht Geröll.

Fehler gesehen?

Das Bündner Südtal Bergell kann nach dem grossen Bergsturz vor zwei Wochen und den Murgängen danach bei Bondo wieder auf der ganzen Länge von rund 30 Kilometern durchfahren werden. Der Verkehr fliesst über die alte Kantonsstrasse, vorerst allerdings nur tagsüber.

Geöffnet wurde die alte Kantonsstrasse, die über Promontogno führt und als Umfahrungsstrasse von Bondo dient, wie die Gemeinde Bregaglia am Donnerstag mitteilte. Wegen der engen Strasse wird der Verkehr für Fahrzeuge bis 32 Tonnen und Cars mit einer maximalen Länge von 12 Metern wechselweise einspurig geführt.

Für Sattelschlepper und Anhängerzüge bleibt die Malojastrasse im Bergsturz-Gebiet gesperrt. Zudem gilt bis auf Weiteres eine Nachtsperre zwischen 20.00 und 06.30 Uhr. Nach wie vor gesperrt ist die neue Kantonsstrasse zwischen dem Ortsteil Spino und Promontogno.


Aufräumarbeiten weiterhin in vollem Gange: So sieht es aktuell in Bondo aus. Video: SDA

Gefahr weiterer Murgänge

Die Gemeinde Bregaglia schrieb von einer Gefahr weiterer Murgänge aus dem Val Bondasca. Eine frühzeitige Alarmierung sei nur bei Tag möglich. Sämtliche Einsatzkräfte setzten alles daran, eine Verbesserung der Situation zu ermöglichen.

Es sei ein vordringliches Ziel der kommunalen Krisenorganisation, die Strasse vor weiteren Murgängen und Hochwasser zu schützen und sie soweit möglich für den Verkehr offen zu halten, schrieb die Gemeinde Bregaglia.

Auf Antrag der Gemeinde erliess die Kantonspolizei Graubünden am Donnerstagmittag in den evakuierten Bereichen Sicherheitszonen mit beschränktem Zutritt. Damit soll die «Sicherheit von Personen und Sachen» sichergestellt werden, wie es hiess.

(kfi/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Grischun am 07.09.2017 18:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wo sind die "Brüller"

    Wo sind eigentlich die "Brüller", welche nach dem ersten Tag schon behauptet haben, die Glückskette und andere Organisationen machen nichts? GR hat eine sehr gute Gebäudeversicherung (obligatorisch), im Gegensatz zu anderen Kantonen, wo man sich die Versicherungsprämien spart und dann auf die Solidarität aller anderen hofft.

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  • Ich am 07.09.2017 20:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wunderschönes bergell

    Das freut mich sehr, umso mehr, als dass ich vor 4 wochen einige tage in promontogno bei bondo verbracht habe. Denke sehr viel an die lieben menschen im bergell und bin von der zuversicht tief berindruckt.

  • Typhoeus am 07.09.2017 18:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein kleiner Lichtblick

    Für weitere Hilfen nutzbar

Die neusten Leser-Kommentare

  • Don Logan am 08.09.2017 00:54 Report Diesen Beitrag melden

    Glückskette

    Für diese Aktion spende ich gerne. Da weiss man, ausser ein paar Abzüge, wo das Geld hinkommt. Im Ausland, vor allem Kriegsländer, gerät die Spende oft in falsche Hände.

    • Renata Lehmann am 08.09.2017 12:22 Report Diesen Beitrag melden

      Spenden direkt an Bondo

      Ich verstehe nicht warum die Leute das Geld an die Glückskette überweisen und nicht direkt an die Gemeinde Bondo, die haben extra ein Spendenkonto eingerichtet. Dann kommt es ohne Abzweigungen und Unkosten direkt am richtigen Ort an! Auf diese Idee kommen die Leute anscheind nicht... "Denken ist wie googeln, nur krasser"

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  • jenny am 07.09.2017 20:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wieso glückskette

    Mir platzt der kragen wenn ich höre dass die glückskette im eigenen land helfen muss, der staat spendet viel lieber ins ausland anstelle im eigenen land zu helfen.

    • Pitri am 07.09.2017 21:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @jenny

      ach, wenn die Glückskette für das Ausland sammelt, ist es nicht recht und wenn sie für Bomdo sammelt ist es auch nicht recht. Der Bund wird finanziell helfen, aber es ist doch schön, dass nebst dem Bund auch die Bevölkerung spenden kann und damit Solidarität zeigen können.

    • denk mal am 08.09.2017 13:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @jenny

      Der Staat macht sehr viel in Bondo. Die ganze Arbeit die jetzt geleistet wird, zum Beispiel die Strassen Freiräume und die Auffangbecken leeren, wird gerade vom Staat gemacht. Da werden also Millionen aufgewendet, ich würde das als Hilfe bezeichnen.

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  • Ich am 07.09.2017 20:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wunderschönes bergell

    Das freut mich sehr, umso mehr, als dass ich vor 4 wochen einige tage in promontogno bei bondo verbracht habe. Denke sehr viel an die lieben menschen im bergell und bin von der zuversicht tief berindruckt.

  • Feriengast am 07.09.2017 20:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Muntacc Bergell

    Jahr für Jahr weilte ich bis ich 17 Jahre alt war dort im Bergell in den Sommerferien. Ich kenne vieles vom Malojapass bis hinunter nach Chiavenna...es war ein schönes Tal...nun ist es verwüstet und es macht mich betroffen! Meine Erinnerungen bleiben. In Bondo haben wir jeweils das 1. Augustfeuer bestaunt! Die Brücke in Bondo hat mich immer fasziniert...

    • Naturkatastrophe vs sonstige Missstände am 07.09.2017 21:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Feriengast

      Es ist immer noch ein sehr schönes Tal ;-). Soglio zum Beispiel befindet sich oben an Bondo/Spino, auf der Sonnenseite des Tals und wurde 2015 zum schönsten Dorf der Schweiz gekürt. Ich glaube, behaupten zu können, dass dort oben sogar trotz dieser schweren Naturkatastrophe die Welt unter den Bewohnern und auch sonst noch ein ganzes Stück normaler ist, als vielerorts in unseren Städten.

    • Feriengast am 08.09.2017 07:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Naturkatastrophe vs sonstige Missstände

      von Muntacc wanderte ich mehreremale nach Soglio...die Taverne mit Ausblick ins Tal war als Kind immer toll..weniger toll war der Aufenthalt unterhalb Soglio beim Vieharzt mit 12 Jahren der mir mein Knie kaputt gemacht hat. Wir hatten in Muntacc einen Stall ausgebaut. Ich habe sehr schöne Kindererinnerungen. Die Wanderungen nach Soglio haben mir immer gestunken...

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  • Bauz am 07.09.2017 19:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zukunft

    Wenn das die Zukunft sein soll und es öffters zu einem Bondo kommen könnte, sollte man vielleicht einen Katastrophenfond einrichten um so wichtiges Geld schon bereit zuhalten.

    • Grischun am 07.09.2017 20:12 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht nötig

      Das ist nicht nötig. Fürs erste genügt eine gute Gebäudeversicherung, sowie eine einigermassen anständige Mobliarversicherung. Aber die muss man haben. Später dann sind Gelder aus diversen Quellen schon erwünscht.

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