CS-Sorgenbarometer

05. Dezember 2017 08:57; Akt: 05.12.2017 09:49 Print

Die AHV ist die grösste Sorge der Schweizer

Erstmals überholt die Sicherung der Renten die Arbeitslosigkeit als grösstes Problem der Schweizer. Weniger Sorgen bereitet die Zuwanderung.

Die Altersvorsorge bereitet der Bevölkerung am meisten Sorgen. (Video: SDA)
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Im Rahmen des Credit-Suisse-Sorgenbarometers werden jedes Jahr 1000 Personen dazu befragt, welche Themen ihnen die grössten Sorgen bereiten. Während die meistgenannten Probleme der Schweizer letztes Jahr die Arbeitslosigkeit und die Ausländer waren, werden diese Themen nun durch die AHV/Altersvorsorge abgelöst. Die Sorge um die Renten hat im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozentpunkte zugenommen. 44 Prozent zählen die Sicherung der Renten zu den fünf grössten Problemen.

Umfrage
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«Der Trend könnte die Altersvorsorge zu einem klimaprägenden gesellschaftlichen Thema werden lassen», sagte Studienleiter Lukas Golder vom Institut gfs.bern. Alle Bevölkerungsschichten
schienen sich nun einig, dass die Vorsorge saniert werden müsse, ergänzt Manuel Rybach, Global Head of Public Affairs and Policy bei der Credit Suisse. Das Barometer zeigt weiter: 62 Prozent der Befragten glauben, dass ihre finanzielle Absicherung im Alter ungenügend sein wird.

AHV, Arbeitslosigkeit, Ausländer

Auf Rang zwei der grössten Probleme wird die Arbeitslosigkeit ebenfalls mit 44 Prozent genannt, gefolgt von Ausländern (35 Prozent) sowie Gesundheit und Krankenkassen (26 Prozent). Dass auch das Thema Gesundheitskosten an Bedeutung gewonnen hat, erklären die Forscher damit, dass darüber zum Zeitpunkt der Umfrage viel berichtet worden sei.

Die AHV ist die grösste Sorge der Schweizer

«Die Aufmerksamkeit, die dem Thema geschenkt wurde, wurde zudem durch die anstehende Ersatzwahl für den Bundesrat verstärkt», heisst es im Bericht. Zwei der drei Kandidierenden für die Nachfolge von Didier Burkhalter – Ignazio Cassis und Isabelle Moret – seien in ihren Interessen und bisherigen Engagements im Gesundheitswesen stark engagiert gewesen.

Zuwanderung verliert an Dringlichkeit

An Dringlichkeit verloren hat laut der Umfrage hingegen das Thema der Einwanderung. Im letzten Jahr war dies das am zweithäufigsten genannte Problem, heute reicht die Anzahl Nennungen nur noch knapp für die Top 10 der spontan wichtigsten Probleme. Die Sorgen «Ausländer» (minus 8 Prozent) und «Flüchtlinge/Asyl» (minus 16 Prozent) haben seit 2015 an Dringlichkeit verloren. «Die Befragten wünschen sich dennoch eine Einschränkung oder zumindest eine Kontrolle der Einwanderung. Mehr als drei von vier Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern befürworten Kontingente für Ausländer, in der
Romandie sind es gar 91 Prozent», schreiben die Autoren.

Bilaterale verlieren an Rückhalt

Beim Verhältnis zur EU stellen sich die Befragten weiter hinter den bilateralen Weg. 60 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer sprechen sich in erster Priorität oder zweiter Priorität für die Weiterführung der bilateralen Verträge aus. Doch die Bilateralen haben im Vergleich zum letzten Jahr an Rückhalt verloren. Damals waren es noch 81 Prozent. Stattdessen hat die Zahl jener von 19 auf 28 Prozent zugenommen, die die Bilateralen künden möchten.

(pam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mel am 05.12.2017 09:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Olympia

    Aber dan millionen füe olympische spiele in der Schweiz ausgeben wollen. Anstatt aufs eigene Volk zu achten.

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  • MelinaAnonym am 05.12.2017 09:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der BR macht schon lange nicht mehr was das Volk w

    Kein Wunder wenn immer und überall gezeigt wird wie viel Restgeld unser BR zu Verfügung hat und sie es NIE in die AHV einbezahlen! Unser hart verdientes Geld das wir für die AHV dringend brauchen wird einfach andersweitig eingesetzt. Es reicht!

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  • Jasmin am 05.12.2017 09:05 Report Diesen Beitrag melden

    Geld

    Ich will mein Geld wieder haben das ich einbezahlt habe das ist meines.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ich.. am 05.12.2017 19:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und..

    Meine..die Schweiz hat genug Geld..leider chli schlecht verteilt....(immer zu Gunsten der anderen..)..aber ich lebe dankbar und gesund..übrigens im untersten Drittel.. aber wenn Mann/Frau nicht mehr ausgib..als rein kommt..geht's doch gäbig..

  • wendelin rickenbach am 05.12.2017 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hr

    Keine Sorge.Der Staat hat genug Geld.Sie können sogar für ein bisschen Freundschaft mit EU 1.3 Milliarden SFr. ausgeben. Darum bei Referendum die 1.3 Mia. sperren

  • Martial2 am 05.12.2017 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was soll diese ewige Klönerei??

    Die ganze Zeit macht die AHV-Kasse auf armselig, kein Geld wir wissen nicht wie es weiter geht, usw. Tabak- und Alkoholsteuern, + ein Teil der Einkommensteuern, wohin geht das Geld schlussendlich? Etwa an die EU, ins Ausland und die super Armee?

  • Martial2 am 05.12.2017 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Zauber Kasse...

    Diese ewige Klage, AHV zu wenig bis kein Geld mehr in der Kasse... Das war schon immer so, und plötzlich siehe da, wir haben auf irgend einen Weg wieder Geld gefunden...!

  • Ich und Du am 05.12.2017 17:58 Report Diesen Beitrag melden

    Immer beschwerden

    Wird Zeit alles selber in die Hand zu nehmen. Es gibt ja nicht umsonst eine 3.Säule.