Geldsegen dank Cannabis

12. März 2017 09:56; Akt: 12.03.2017 10:27 Print

CBD-Hanf-Steuer bringt dem Bund 25 Millionen

Cannabis mit dem Wirkstoff Cannabidiol wird immer beliebter und soll dem Staat viel Steuereinnahmen bescheeren. Doch für Raucher wirkt das Produkt wenig berrauschend.

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CBD-Gras ist ein Verkaufshit, die Läden schiessen derzeit wie Pilze aus dem Boden. (Bild: Stevan Bukvic / CUSTOM IMAGES)

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Die eidgenössische Zollverwaltung rechnet damit, dass Schweizer Läden jährlich für 100 Millionen Franken Cannabis mit dem Wirkstoff Cannabidiol verkaufen. Das zeigen Recherchen der «SonntagsZeitung» und von «Le Matin Dimanche». Damit werden Cannabisraucher für Steuereinnahmen von rund 25 Millionen Franken sorgen, denn Produkte, die zum Rauchen verwendet werden können, sind abgabepflichtig.

Hanf mit Cannabidiol wirkt wenig berauschend und ist darum legal, aber tabaksteuerpflichtig. Der Handel boomt. Nicolas Perez, der Gründer der Online­plattform CBDlivraison sagt: «Es melden sich jeden Tag Läden, Kioske und Apotheken, die unsere Produkte verkaufen wollen.» Kürzlich habe ­sogar eine Private-Equity-Firma Interesse an einer ­Beteiligung am Unternehmen gezeigt.

Auch bei Kings's Castle, einem auf ­Tabakprodukte spezialisierten Grossisten, laufen die ­Geschäfte rund. Seit November nimmt der Umsatz mit legalem Cannabis jeden Monat um 10 bis 30 Prozent zu.

Polizei zweifelt

Aber weil Hanf mit dem Wirkstoff Cannabidiol kaum berauschend wirkt, glaubt Olivier Guéniat, Chef der Kriminalpolizei Neuenburg, nicht, dass legaler Hanf den illegalen ersetzen wird. Die Konsumenten wollten den berauschenden Effekt von THC. «Kann man sich vorstellen, dass Traubensaft Wein ersetzt? Meiner Meinung nach sind die Auswirkungen auf den Schwarzmarkt praktisch null», so Guéniat zu «SonntagsZeitung» und spricht von einem «komplementären Angebot».

Für die Polizei stellt sich deshalb laut den Zeitungen immer mehr das Problem, dass legaler vom illegalen Hanf praktisch nicht zu unterscheiden ist.

(foa)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dr. Greenthumb am 12.03.2017 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    und stellt euch mal vor

    wie viele Steuergelder "normales" Gras bringen würde.

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  • Das Problem am 12.03.2017 10:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zeit zum umdenken

    Man stelle sich dann nur die Einnahmen durch THC haltigen Cannabis vor und deren Folgen für den Schwarzmarkt.

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  • köbi am 12.03.2017 10:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    steuersege

    verwundert mich nicht, siehe amerika. und jetzt stelle man sich mal vor wie gross der steuersegen wäre wenn auch das thc-hanf legal wär....

Die neusten Leser-Kommentare

  • emf949 am 13.03.2017 06:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unmoralisch und dekadent

    Es sieht so aus, dass Geldeinnahme die einzige oder die wichtigste Motivation des Staats ist. Sh. auch die Blitzer.

    • Peter am 13.03.2017 09:50 Report Diesen Beitrag melden

      @emf949

      Muss ja auch so sein al Unternehmen Schweiz, das profitorientiert agieren muss. Wir befinden uns ausschliesslich in eine Firmennetz (Handelsrecht) und Menschen wurden durch ihre Geburtsurkunden zu Sachen gemacht, indem sie eine Person übergestülpt bekommen haben. Das Verrückte dabei, Menschen identifizieren sich mit ihrer Person, die sie aber gar nicht sind. Gemäss Gesetz ist und bleibt der Mensch aber ein freies Lebewesen aus dem Ursprung der Schöpfung und nicht aus dem Ursprung der staatlichen Gewalt! Viel Spass bei der Eigenrecherche :-)

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  • G.Rippe am 13.03.2017 03:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Legalisierung it

    Keine Macht für Droge!Cannabis ist kein Dröge,als auch kein Macht!

  • Bitte Machen am 13.03.2017 00:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja

    Jaaa maachtt und saniert aber damit 1:1 die ahv!!!!

  • Matrioschka am 12.03.2017 23:45 Report Diesen Beitrag melden

    Höhere Kosten im Gesundheitswesen

    Leider vertragen manche Menschen auch dieses Cannabis nicht und somit wird woll der Grossteil der Steuereinnahmen im Gesundheitswesen, aufgrund vermehrter (bei anhaltenden Psychosen teils lebenslangen) Behandlungen wieder ausgegeben werden müssen. Vermutlich übersteigen die direkt mit dem legalen Cannabis einhergehenden Ausgaben die Steuereinnahmen beträchtlich.

    • apollocombat am 13.03.2017 08:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Matrioschka

      nein eher nicht...

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  • Schweizer am 12.03.2017 21:49 Report Diesen Beitrag melden

    Wer sich nicht selbst hilft...

    Da sagt jemand der Bund ist um unsere Gesundheit gesorgt.