Flugplatz Dübendorf

27. August 2012 08:46; Akt: 27.08.2012 15:13 Print

Stolpert das VBS über die Solar Impulse?

Bei der Bewirtschaftung des Flugplatzes Dübendorf soll das VBS gegen das Gesetz verstossen haben. Betrand Piccards Solar Impulse etwa durfte jahrelang gratis einen Hangar benutzen.

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Die Bewirtschaftung des Flugplatzes Dübendorf wird von der Bundesanwaltschaft untersucht. (Bild: Keystone)

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Die umstrittene Bewirtschaftung des Flugplatzes Dübendorf zieht weitere Kreise: Die Bundesanwaltschaft klärt ab, ob Mitarbeiter des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) bei der Vermietung von Liegenschaften Straftaten begangen haben.
Die Bundesanwaltschaft habe Vorermittlungen eingeleitet, bestätigte deren Sprecherin Jacqueline Bühlmann einen entsprechenden Bericht der «NZZ am Sonntag». Das Übernahmegesuch habe die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich gestellt.

Es sei zu prüfen, ob Angestellte des Bundes sich allenfalls strafbar gemacht haben «im Zusammenhang mit der Vermietung von Bundesimmobilien», schrieb Bühlmann in einer schriftlichen Stellungnahme an die Nachrichtenagentur SDA.

Laut der Sprecherin der Bundesanwaltschaft gibt es umfangreiche Akten, die nun geprüft werden. Zu den möglichen Straftatbeständen wollte Bühlmann nicht Stellung nehmen. «Mit Blick auf das Untersuchungsgeheimnis kann ich im Moment keine weiteren Auskünfte erteilen.»

Keine Miete für Piccard

Der Flughafen Dübendorf gehört dem VBS und wird derzeit noch von der Flugwaffe genutzt. Das Militärdepartement von Bundesrat Ueli Maurer hat jedoch in den letzten Jahren auch Gebäude und Hallen vermietet. So durfte etwa der Flugpionier Betrand Piccard seit 2007 einen Hangar für sein Solarflugzeug-Projekt benutzen - ohne Miete zu zahlen.

Im Juni war zudem bekannt geworden, dass das VBS den Hangar sogar noch für rund 700 000 Franken umbauen liess, weil das 15 Meter breite Tor zu klein war für das Solarflugzeug.

Dieses Vorgehen wurde von der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) scharf kritisiert. Die EFK stellte fest, dass die Leistungen des Bundes an Piccards Solar Impulse eine unrechtmässige Subventionierung darstelle und ohne Rechtsgrundlagen erfolgt seien.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lady Jane am 01.09.2012 02:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Digitaler Müll

    Was mich einfach immer wieder erstaunt, wie unglaublich viele Leute hier kommentieren, obwohl sie null Ahnung vom Thema haben. Wenn ihr schon lauthals eure Meinungen kundtun müsst, informiert euch doch erst mal anständig.

  • Beni am 29.08.2012 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    Arme reiche Schweiz

    Wir Schweizer wollen überall vorne dabei sein und sind stolz darauf, wenn ein Piccard unseren Namen in die Welt hinausträgt. Aber wenn es um das bezahlen geht, verstehen wir kein Spass. Dass man Pioniere wie Piccard, oder auch das Fliegermuseum in Dübendorf finanziell unterstützt und auf diese Weise entgegenkommt, finde ich absolut nicht stossend. Das ewige Gezanke um das Geld habe ich langsam satt. Sei es bei der Fussball EM, Expo usw. Nach dem Motto, je reicher desto behäbiger.

  • Georges Gehriger am 28.08.2012 20:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kleinliche Bürokraten

    Es ist schon schade, dass es zu einer solchen Situation kommen musste. Irgend ein Bürokrat will sich hier wieder mal aufspielen. Passt nicht zur Schweiz, ich hoffe Piccard hat Erfolg mit seinem Projekt, welches letztlich auch auf die Schweiz ein positives Licht wirft.

  • Noldi Schumacher am 28.08.2012 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz OK!

    Das Solarflugzeug hilft ja der Solartechnik in der Schweiz weiter, was soll da an einem Gratis Unterschlupf also falsch sein?

  • Richter am 28.08.2012 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Was man annahm aber nicht sagen getraute

    Naja, ist ja nichts neues für den Staatsbetrieb. Vetternwirtschaft wissen wir seit neustem offziell. Veruntreuung hat man nun an dieser Stelle aufgedeckt. Bald kommt sicher auch noch Bestechung dazu. So ist er halt, der Staatsbetrieb. Wenn ich wüsst, dass es mit schmieren besser funktionieren würde, täte ich dem Beamter auf der Verwaltung auch jeweils einen Hunderter hinlegen. Und nochmals einen hunderter für eine freundliche Bedienung...

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