AIR14

31. August 2014 19:06; Akt: 02.09.2014 13:41 Print

Flugshow begeistert 160'000 Fliegerfans

Einen Grossandrang erlebte Payerne am ersten Wochenende der AIR14. Die Jubiläumsshow zog Tausende in ihren Bann. Das Meeting dauert noch bis zum 7. September.

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Etwa 40'000 Besucher strömten in den vergangenen Tagen ans Flugmeeting AIR14. Die Flugshow begeisterte. «Es war ein magisches, ein aussergewöhnliches Spektakel», so Ian Logan, Direktor von AIR14. Am Wochenende herrschte über dem Fluggelände prächtiges Spätsommerwetter. Alleine am Sonntag reisten 90'000 Besucher an. Es gab allerhand zu sehen. Zum Beispiel diese Flugwurst namens Super Constellation - eine Legende der Verkehrsluftfahrt. Und wenn in der Schweiz geflogen wird, ist das Arbeitsalltag für die Patrouille-Suisse-Staffel, die sich in einem Mutter-Welpen-Bild mit einer Airbus der Swiss dem Publikum zeigt. Und was Welpen besonders gut können, sind natürlich Scheinkämpfe. Ein Gruppenfoto zum 50-jährigen Bestehen - wie immer muss der kleinste nach hinten und wird von den grossen Brüdern verdeckt. Die Patrouille Suisse hatte mehrere Einsätze, so auch am zweitletzten Tag - die Air14 dauert bis zum 7. September. Unter den vielen Gästen war auch Bundesrat Ueli Maurer. Er wollte sehen, was andere Länder an Shows boten und die Stimmung der Bevölkerung fühlen. Alle glücklich vereint also und die jordanische Staffel präsentiert das passende Symbol dazu. Die spanische Patrulla Aguila Casa in ihren C-101 Aviojets färbt den Himmel über Payerne in den spanischen Farben. Historisch relevant und noch immer sexy für Flugfans ist die Blériot XI. Einem solchen Flugzeug gelang der erste Flug über den Simplon-Pass. Die Britischen Breitling Wingwalkers zeigen auf den Flügeln zweier Boeing Stearman Doppeldecker ihre Gymnastik. Noch mehr Gäste aus dem Ausland: Die Patrouille de France. Wo geschaut wird, werden Bilder geschossen. Heerscharen von professionellen und Amateurfotografen nutzten die Gelegenheit für spektakuläre Bilder. Während im Hintergrund die jordanischen Falken den Himmel zur Leinwand umfunktionieren, knüpft Maurer lieber Kontakte mit der jüngeren Generation. Die Patrouille de France zeichnet mit ihren Alphajets die Farben der Tricolore in den Himmel. Noch mehr Tricolore. Hier zu sehen: Das erste Flugzeug-Modell der Swiss Air Force, eine Bleriot XI-2. Die verschiedenen Epochen der Schweizer Luftwaffe flogen vereint über Payerne: Vampire DH-115 (links), Tiger 55-E (unten), Hawker Hunter (oben) und der Mirage III DSDornier (rechts) Auch diese Modelle sieht man nicht aller Tage - erst recht nicht am Himmel: Die Buecker Bu-133 Jungmann (in gelb), Pilatus P-2 (oben) und die Pilatus P33 (rechts) Flugshows sind auch immer Imagepolitur für das Militär. In Payerne feiert die Schweizer Luftwaffe ihr 100-jähriges Bestehen. Auch Hubschrauber gehören zum fliegenden Waffenarsenal. Hier beweist ein Eurocopter Tiger beeindruckende Flugeigenschaften. Zwei Piloten eines Super Pumas haben sich extra orange Handschuhe angezogen, damit man sie winken sieht. Als würde der Hubschrauber sagen: Guck mal, ohne Hände! Auch sie hatte natürlich ihren Auftritt an der Flugshow und flog majestätisch wie ein Blatt im Wind, und alleine mit der Kraft der Sonne, über die Köpfe der Zuschauer: Die Solar Impulse 2. Finale: 25 Tiger-Jets der Schweizer Luftwaffe zeichnen stolz ihre Jubiläums-Zahl in den Himmel. Kurz: Es war so einiges Los am Schweizer Himmel. Die Air14 dürfte sich bei so manchen ins Gehirn gebrannt haben - und vielleicht auch in den Nacken... wer schon einmal im Kino in der ersten Reihe sass, kennt das daraus entstehende Problem.

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Das erste Wochenende der AIR14 hat rund 160'000 Fliegerfans nach Payerne VD gelockt – für die Veranstalter ein voller Erfolg. Am kommenden Wochenende geht das Meeting weiter.

Von einem wunderbaren Fest und von «aussergewöhnlichen Darbietungen» sprach AIR14-Direktor Ian Logan am Sonntagnachmittag vor den Medien. Am Samstag verfolgten rund 90'000 Besucherinnen und Besucher die Show im waadtländischen Payerne, am Sonntag waren es etwa 70'000.

Der Sonntag stand unter dem Motto «Above the Battlefields» (über den Schlachtfeldern). Zu sehen war eine Jubiläumsflugshow mit Flugzeugen, welche die AIR14-Organisatoren als «Top Shots der Schweizer Flugwaffe» bezeichnen: Pilatus Porter, Bleriot, Fokker D.VII, Mirage, Hunter und viele mehr. Zudem flog eine Hawker Hunter einen Einsatz zur Bekämpfung eines Bodenziels.

Patrouille Suisse mit Airbus A330 der Swiss

Am Samstag waren unter anderem eine polnische SU-22 und eine Junker Ju 52 aus dem Zweiten Weltkrieg mit Fallschirmspringern zu sehen, ferner die Patrouille de France sowie ein Formationsflug der Patrouille Suisse mit einem Airbus A330 der Swiss.

Der Grossandrang beim Flugmeeting machte sich vor allem am Samstag auf Strasse und Schiene bemerkbar. Am Morgen staute sich der Verkehr auf der A1 zwischen Avenches und Payerne vorübergehend auf fünf Kilometern.

Auch im Schienenverkehr kam es zu einer kleineren Panne. Um 9.30 Uhr blockierte ein Zug für rund eine Stunde die Strecke zwischen Moudon und Payerne.

Drei Jubiläen: 100, 50 und 25 Jahre

Die SBB zog dennoch eine gute Bilanz. Der Transport der Fliegerfans habe gut funktioniert, sagte eine Sprecherin. Insgesamt waren am Samstag 17'000 Reisende unterwegs, einzelne Züge waren übervoll. Die SBB setzt für die Flugshow bis zu 138 Extrazüge pro Tag ein.

Am Sonntag war der Strassenverkehr gemäss Angaben der Organisatoren flüssiger, mit einzelnen Behinderungen vor Payerne. Per Zug waren am Sonntag über 15'000 Besucher unterwegs.

Die AIR14 begann am Donnerstag und dauert bis zum 7. September. Neben 100 Jahren Luftwaffe werden auch das 50-Jahr-Jubiläum der Patrouille Suisse und das 25-Jahr-Jubiläum des PC-7-Teams gefeiert. Die Erwartungen von bis zu 100'000 Zuschauern pro Tag wurden am ersten Wochenende nicht ganz erfüllt.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ale c. am 31.08.2014 20:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    war dort

    vom anfang bis zum ende eine solide show... genial... jedem fan von flugzeugen, armee und technik zu empfehlen, auch allen anderen

  • Martin am 31.08.2014 20:17 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Sache

    Ich war am Samstag dort, bis auf ein paar Kleinigkeiten war alles super, freue mich schon auf das nächste Wochenende.

  • Jürg G. am 31.08.2014 20:06 Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich Perfekt

    Megaa Orginisation. kaum Wartezeiten. Für einmal SUPER SBB!!! Einzig, vom Bus zum Gelände waren 30 Minuten Laufen angesagt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mario S. am 01.09.2014 23:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein grosses Lob

    ich möchte den Jungs und Mädels vom Militär ein grosses Lob aussprechen. Top Organisiert. und das sage ich als nicht Angehöriger der Armee. und an alle die hier meckern sage ich nur "macht's besser"

  • erwin am 01.09.2014 22:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    arme umwelt

    in heutiger total nicht mehr nötig... und jeder autofahrer regt sich nachher wieder auf wenns heist benzin teurer und geschwindikeit runter, wir haben unser ziel in sachen umweltverschmutzung nicht erreicht.............

  • Dino Adler am 01.09.2014 21:20 Report Diesen Beitrag melden

    Konstellation

    Das "Mutter-/Welpenbild" mit der Patrouille Suisse ist tatsächlich sehr beeindruckend. Warum darf die deutsche Airbus-Mutter (Lufthansa) noch Jahre weiterfliegen und die Schweizer Tiger-Welpen werden demnächst ausgemustert? Wo bleibt bei dieser Konstellation die so hochgelobte schweizerische Unabhängigkeit und Neutralität?

  • rekrut air14 am 01.09.2014 21:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    verpflegung

    natürlich muss man beim essen anstehen, wenn circa 70000-100000 personen auf dem flugpaltz sind. da kann es schon mal vorkommen das man anstehen muss. dee flugplatz ist auch kein 4 sterne restaurant woo man einfach alles bekommen kann.

  • Air14 Angel am 01.09.2014 21:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Stimmung auch als Helferin

    Ich war als Freiwillige dort und abgesehen von ein paar Wichtigtuern und Planungsunfähigen (ich habe so vielen Eltern für ihre schon hochroten Kinder von meiner eigenen Spezialsonnencrème abgegeben, bedenklich) war die Stimmung genial, natürlich sah ich hinter die Kulissen und es war echt ein Rieseneffort, was da gemacht wurde. Das mit den Würsten wäre tatsächlich was gewesen aber sonst, Wahnsinn was geleistet wurde. Ohrstöpsel und Infos kriegt man übrigens bei den spitzigen Zelten bei den Angels - die mit den knallgelben Shirts.